AW: BK und die Psyche - wie kommt Ihr damit zurecht ?
Hallo Ihr Lieben,
ich habe schon daran gedacht, einen eigenen Thread aufzumachen, will es aber doch hier mal versuchen, damit wir nicht zu viele Themen im Forum haben. Mal sehen, vielleicht klappt es, und ich bekomme hier ein paar Antworten von euch.
Die Psyche macht mir nämlich z.Zt. auch schwer zu schaffen. Ich hatte meine BK-Diagnose im März 2007. Danach das volle Programm: OP (brusterhaltend; Lymphknoten befallen und entfernt), danach 8 Zyklen Chemo (4x Epirubicin mit Cyclophosphamid, 4x Taxol), dann 34 Bestrahlungen.
Das heißt, ich bin längst mit allem "durch", mache allerdings noch AHT, da mein Tumor stark hormonabhängig war. Eigentlich müsste nun alles wieder im grünen Bereich sein. Aber: ich bin immer noch total schlapp, leistungseingeschränkt, der Arm auf der operierten Seite macht mir auch zu schaffen. Das interessiert aber natürlich niemanden mehr, für die Umwelt bin ich wieder gesund und voll belastbar. Diese Sicht nehme ich auch niemandem übel, irgendwann muss ja mal gut sein. Nur: ich bin eben nicht voll belastbar, und ich bin oft voller Ängste!! Zum Beispiel habe ich kürzlich in der gesunden Brust einen Knoten getastet, war natürlich alarmiert und bin gleich zu meinem Gyn, der aber meinte: das ist nur eine Zyste, ganz harmlos. Trotzdem lässt mich nun die Angst nicht mehr los, dass es auch auf der bislang gesunden Seite los geht.
Ich bin jetzt auch auf HPV getestet worden - der Test war positiv, ich habe auch noch das Virus der High Risk-Gruppe. Auch das trägt nicht gerade dazu bei, dass ich entspannt zur Tagesordnung übergehen kann. Ehrlich gesagt: es vergeht kein Tag, an dem mich nicht irgendwann die Angst packt. Früher habe ich mir nie Gedanken wegen meiner Gesundheit gemacht, und jetzt beschäftigt mich das täglich ....
Geht es jemandem ähnlich? Ich würde mich über verständnisvolle Antworten freuen.
Allen noch einen schönen Sonntag,
Chrissie
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