AW: Schmerzen und Erbrechen, wie geht es weiter?
Hallo Anne,
ich denke, dass deine Schwiegermutter nun nur noch palliativ, bzw. schmerztechnisch therapiert werden wird. Wenn sie schon Galle erbricht und sich schwach anhört, wird niemand mehr irgendwelche anderen Therapien anwenden.
Auch wenn sich das immer hart anhört, klingt es wirklich so, als würde nun die letzte Phase beginnen. Die aber nicht morgen, übermorgen oder in einer Woche zu Ende sein muß. Für sie kommt jetzt eine sehr körperlich harte und unheimlich kräftezehrende Zeit. Hier braucht sie viele pflegende Hände um sich.
Anne rede nun mit deinen Kindern. Sie spüren von alleine, dass etwas in "Luft liegt" und können es nicht zuordnen. Kinder wollen Bescheid wissen, falls sie vor vollendete Tatsachen gestellt werden, verlieren sie gerne das Vertrauen, dass man sie wegen "kindsein" übergangen hat. Doch, du kannst ihnen sagen, dass man der Oma im Krankenhaus nicht mehr viel helfen konnte, da sie sehr sehr krank ist, und deshalb bald sterben wird. Sei ganz offen und ehrlich, am besten einen ruhigen Kuschelplatz aussuchen. Falls du Unterstützung brauchst, gibt es hierfür sehr schöne Bücher (schaue mal in der Bücherliste nach). Meistens kommen die Fragen dann von selbst. Das merkst du sehr schnell, wann die Kinder nichts weiter hören wollen, an ihre Grenzen der Vorstellung kommen. Kinder wollen selten die Details einer Erkrankung wissen, sondern nur die Fakten, dass da eine existiert.
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Jutta
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