Dringende Hilfe bei Analfissur
Hallo,
meine Mutter hat zwischenzeitlich die vierte Chemo (3 x FEC + 3 DOC) bekommen. Bereits seit der zweiten Chemo hat sie eine Analfissur - also einen Einriss im Enddarmbereich.
Eine solche Fissur ist für sich bereits extrem schmerzhaft, die Behandlung meist langwierig und oft nur mit starken Schmerzmitteln und OP möglich.
Die Schmerzen sind nun mit jeder Chemo stetig schlimmer geworden. Der behandelnde Proktologe spricht jetzt davon, dass eine OP angebracht sei. Eine OP würde aber das Aussetzen der Chemo für mindestens zwei Wochen erforderlich machen.
Meine Mutter hat große Angst davor, ein weiteres Mal dieselben Schmerzen aushalten zu müssen wie nach der letzten Chemo. Sie möchte dennoch zumindest noch den vorletzte Chemo-Zyklus "durchhalten" vor einer evtl. Unterbrechung.
Die bisherige Schmerztherapie beinhaltete eine Botox-Spritze in das wunde Gewebe, Ibuprofen und inzwischen - zusätzlich - Morphium (Valoron, ca. 3 x tägl. 10 Tropfen - auf die vorgesehene Dosis von 20 Tropfen ist ihr extrem schlecht geworden).
Hat jemand eine Empfehlung, was man in der Situation tun kann? Die Unterstützung aus der Chemoambulanz ist mit der Bezeichnung "armselig" äußert freundlich beschrieben. Da kommt nichts.
Der Proktologe gibt sich dagegen - wie ich das sehe - viel Mühe. Ich denke aber, dass es möglich sein müsste, die Schmerzen lokal noch effektiver zu lindern. Einmal hat der Proktologe auch eine zunächst sehr schmerzhafte) örtliche Betäubung gegeben, die immerhin für 12 Stunden zu einem fast völlig schmerzfreien Zustand geführt hat. Müsste das nicht für den Zeitraum einer guten Woche (unmittelbar nach der Chemo, denn dann sind die Schmerzen am schlimmsten) täglich möglich sein können?
Was kann man denn sonst noch versuchen. Intravenöse Ernährung? Künstlicher Darmausgang? Andere Schmerzmittel?
Für Euere Ratschläge wäre ich Euch einmal mehr sehr dankbar.
Liebe Grüße und allen Kranken gute Besserung und so wenig Schmerzen wie möglich
Sön
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