Einen schönen guten Abend jojo
Gerade eben wollte ich dir schreiben, dass ich das Tamoxifen ohne Beschwerden vertrage, dabei stimmt das gar nicht
Ich bin gerade erst 43 geworden und hatte chemobedingt mehrere Monate keine Mens, dafür Hitzewallungen, Schweissausbrüche und Schlafstörungen. Die Mens kam dann mal wieder, mal wieder nicht. Der Hormonstatus zeigte hohe FSH und hohe LH Werte an, das ist widersprüchlich. Will heissen, dass sich meine Eierstöcke ins Zeug legen um einen Zyklus zu produzieren. Ein völlig doofer Zustand weil ich einerseits menstruiere und somit verhüten muss und andererseits habe ich trotzdem Hitzewallungen. Mit Tamoxifen allein kommt man nicht zwingend in die Wechseljahre, es ist gut möglich, dass du noch jahrelang deine Mens kriegst. Erholen sich die Eierstöcke nach der Chemo nicht mehr wirklich, beginnen langsam die Wechseljahre; würden sie aber auch ohne Tam.
Ob die noch vorhandenen Zipperlein vom Tam kommen, noch Nachwehen vom Lapatinib sind oder einfach eine Reaktion des Körpers auf all die vielen Therapien sind - ich kann es dir nicht sagen. Wir haben ihm viel zugemutet, kein Wunder dass nicht alles rund läuft. Was ich aber ganz sicher vom Tam bekam, waren Schleimhautwucherungen in der Gebärmutter und Zysten an den Eierstöcken. Die Gebärmutter wurde ausgeschabt, die Schleimhaut mit Laser verödet und eine Kupferspirale gelegt. Die Zysten zwicken hin und wieder. Aber in den Ultraschalls sieht man, dass sie mal kommen und dann wieder verschwinden. Da ich diese Nebenwirkung aber eigentlich nicht gross spüre, habe ich sie auch fast vergessen. Und im Vergleich zum Lapatinib sind sie auch winzig und gut zu schlucken.
Zum Glück hatte ich keinen Ausschlag im Gesicht, ich bedaure aufrichtig alle, die das bekommen. Leider weiss man nie, wen es trifft und wen nicht.
Schönes Wochenende euch allen
Susanne