Hallo Rainer,
was für ein Riesenmist

. Es tut mir leid zu lesen, dass es Deiner Frau und damit euch als Familie so schlecht geht. Ich kann Dir leider zu
den Lebermetastasen nichts sagen. Vielleicht meldet sich ja noch jemand, der eine ähnliche Therapie hat.
Zometa bekomme ich auch, aber ich denke, das kann man als Ursache für die starken Bauchschmerzen ausschliessen. Du fragst, was ihr noch tun
könnt. Ich denke, das Hausmittelchen die starken Schmerzen nicht lindern können. Ihr solltet mit einem Arzt reden (kein Assistenzarzt!!),
jemanden, dem ihr vertraut. Schmerzen kann man medikamentös behandeln, ich denke, auch wenn man die Ursache (sind es die Metas?) nicht schnell
beseitigen kann, so ist es doch wichtig, dass Deine Frau nicht leiden muss! Sie braucht ihre Kraft für die Chemo. Wurde Ursachenforschung
betrieben? Ist klar, dass keine akute Geschichte dahinter steckt (Blindarm, Darmverschluss, Magenreizung durch Chemo....)?
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sich immer auf die Hinterbeine stellen muss und seine Situation klar und deutlich hervor bringen muss.
Macht klar, dass ihr so nicht weiter machen könnt. Fragt nach Alternativen, nach Möglichkeiten, den Zustand zu verbessern. Lasst Euch nicht
abwimmeln und macht klar und deutlich, wie gross die Schmerzen sind! Fordert ein, mit dem Oberarzt zu sprechen, wenn ihr Euch nicht richtig
ernst genommen oder beraten fühlt. Fragt nach diagnostischen Massnahmen wie MRT oder Ultraschall, wenn euerer Meinung nach eine Abklärung notwendig ist.
Zu Deiner Frage zu den BIO-Kliniken. Ich weiss nicht genau, was Du damit meinst. Ich denke, jede seriöse Klinik würde bei Lebermetastasen eine Chemo empfehlen. Trotzdem ist ein Klinikwechsel vielleicht sinnvoll. Eine zweite Meinung einholen ist dafür denke ich der erste Schritt und dies wird auch von der KV bezahlt.
In Freiburg gibt es zum Beispiel eine gute Klink als Alternative zur Uni: Die Tumorbiologie. Die machen aber u.a. auch Chemo. Wo kommt ihr denn her?
Ich wünsche Euch alles Gute und viel viel Kraft.
Sonne