Liebe Heike!
Deine Worte haben mich sehr berührt

... Ja, es tut einem selbst weh zu sehen/zu wissen, dass die Zeit sehr begrenzt zu sein scheint und der/die Betroffene dies/jenes nicht mehr erleben wird dürfen... So empfindet man, solange es dem/der Betroffenen gut geht...
Wenn der/die Betroffene in einem immer schlimmer werdenden Leidensweg sich befinden, Schmerzen und Qualen die Lebensqualität genommen haben, dann wünscht man der-/demjenigen nur noch "Erlösung", gönnt ihm/ihr die Ruhe und den Frieden... Wir, die Angehörigen, bleiben zurück mit einer unvorstellbaren Leere, Sehnsucht, Trauer... Wir vegetieren so dahin bis wir irgendwann wieder beginnen "zu leben"... Es geht ja weiter, das stimmt auch, aber es wird nie wieder so wie es mal war, nie wieder, weiter ja, aber anders, die eigene kleine Welt ist "zusammengebrochen" und muß neu aufgebaut werden...
Ich denke, dass jeder Mensch anders damit auch umgeht, vom Verdrängen bis zum Akzeptieren hin... Meine Tante hatte akzeptiert, dass sie sterben muß/wird, hat sich bewußt verabschiedet, hat alles geregelt, sogar ihre eigene Beerdigung organisiert, nur das Datum blieb offen... Ein Onkel von mir, Papas Bruder, starb vor ca. 10 Jahren an Lungenkrebs, war das Gegenteil... er schmiedete Pläne, hat sie dann schriftlich zu Papier gebracht, weil er gar nicht mehr sprechen konnte... kurz bevor er starb...
Wir müssen ohnehin alles so annehmen, wie es kommt, ob wir wollen/bereit sind oder auch nicht...
Aber es zählt das HEUTE!!! Mike geht es gut und ich hoffe, dass die neue Chemo dies laaaange so bleiben läßt!!! Dafür drücke ich Euch gaaanz fest die Daumen. Lebt im HEUTE, HIER UND JETZT!!!
NIEMAND WEISS WAS MORGEN IST - NIEMAND!!!
Liebe Heike, ich wünsche Euch eine gute Woche, positive Gedanken und Erlebnisse


lg Elke