Hab mal wieder was erbauliches (für zwischendurch

).
hier in der Nähe gibt es einen Weiher, den Warndtweiher. Er liegt mitten im Wald, ein beliebtes Ausflugsziel für viele Menschen, zumal man dort auch sehr gut essen kann. Viele feirern ihre Familienfeste in dem Lokal und auf der Aussenfläche kann man sehr gut im Schatten sitzend die Landschaft geniessen.
Etwas oberhalb jedoch gibt es einen weiteren Weiher, der aber nicht zugängig ist. Erst kürzlich wurde er ausgebaggert (total zugewachsen). Jetzt ist er ein richtiges Kleinod, ein Biotop, in dem Fische, Amphibien und sonstiges Getier ihre Ruhe haben. Gestern Nachmittag war ich dort zum spazieren und geniessen, habe ein kühles, blondes Weizenbier getrunken. Natürlich hatte ich meine Kamera dabei und vorallem Aufnahmen des Biotop's gemacht. Unten sehr ihr 2 davon: zum Ersten das Lokal, zum Zweiten den naturbelassenen, kleinen Weiher.
Sagenumwoben – der Warndtweiher
Als der Warndt noch wild und ungezähmt war, kamen nur sehr wenige Menschen an den Weiher, der damals noch ein See war. Eines Tages gelangte ein Jäger an das Ufer und erblickte in der Mitte des Sees einen wunderschönen Schwan. Zu gerne wollte er ihn als Jagdtrophäe erbeuten, und so beschloss er, da er weder eine Waffe mit ausreichender Reichweite noch ein Boot hatte, zu dem Tier zu schwimmen. Als er gerade ins Wasser steigen wollte, erschien ein Zwerg und hielt ihn von seinem Vorhaben ab. Der Schwan sei nicht zu erlegen, sondern nur alle sieben Jahre während einer einzigen Stunde zu erlösen. Diese Stunde müsse er finden. Und damit verschwanden der Zwerg und auch der Schwan.
Sieben Tage lang saß der Jäger am See und wartete darauf, den Schwan noch einmal zu sehen, vergebens. In der Morgendämmerung des siebten Tages aber hörte er einen Gesang vom See her:
„In der Walpurgisnacht bin ich unbewacht,
Doch erst zur Sonnenwende reich mir deine Hände.
Nimm Walpurgiskahn, der am Gestade ruht,
In der Walpurgisnacht in deine sich’re Hut,
Wenn dann zur Sonnenwend die großen Feuer lohn
Reich mir dann die Händ und führ mich im Kahn davon.“
Sieben Jahre lang wartete der Jäger am See, ohne den Schwan zu sehen, und erst in der siebten Walpurgisnacht fand er den Kahn. Am Abend der siebten Sonnenwende schließlich fuhr er in die Mitte des Warndtsees. Dort sagte ihm eine liebliche Stimme, er solle sich nicht umsehen, sondern der Sonne entgegenrudern. Erst wenn er festen Boden unter den Füßen habe, dürfe er zurückschauen. Der Jäger befolgte all dies, und als er sich schließlich umwandte, stand eine wunderschöne junge Frau vor ihm. Die Federn des Schwans aber schwammen im Wasser. Und wenn sie nicht gestorben sind ...
.....so hätten sie heute ein Problem: durch untertägigen Bergbau der Franzosen sind fast alle Quellen versiegt. Nur bei sehr starkem Regen kommt noch natürlicher Zufluss zustande. Auf deutscher Seite hat der Bergbau auf eigene Kosten über Jahre hinweg in sehr heissen Sommern den Weiher mit grubeneigenem Wasser immer mal wieder aufgefüllt. Den Bergbau gibt's nicht mehr. Mal sehen, wie es weitergeht.
hoffentlich nicht austrocknende Grüsse
Helmut