AW: Stammtisch
Hallo Andrea,
hallo an alle,
genauso geht es mir.
Wir sind eigentlich überrannt worden.
Einfach vom zeitlichen Ablauf gesehen, war auch bei uns die Frage nach einer 2. Meinung überhaupt nicht aktuell.
Es hat uns überrollt.
Da mein Mann schon "weißkittelgläubig" war, ich bin eher für die alternative Schiene,
habe ich seine Entscheidung akzeptiert.
Es wäre auch nicht die richtige Zeit für Diskussionen gewesen.
Also rein und durch - ja und das dann auch die ganz schlimme Tour.
Ja Andrea, es war einfach so - mit unserem Onkologen habe ich da auch noch was offen
- keine Ahnung, ob ich jemals die Kraft bzw. genug "Schmackes" habe nochmal hin zu gehen
- mit ihm zu sprechen.
Unsere letzte Begegnung, einige Zeit nach Wolfgangs Tod habe ich noch Sachen zurück gebracht
- zufällig begegnenen wir uns vor der Rezeption, und er sagt zu mir: "Nun Alles geschafft?"
Ich hab mich nur umgedreht und bin gegangen.
Während dieser Zeit (Diagnos - Ende) hatte ich Angst - eigentlich Panikattaken - wie nie zu vor in meinem Leben -
ich könnte glatt sagen, Angst habe ich nicht gekannt- bis da hin.
Wie schon gesagt - es war nur schlimm, ganz schlimm.
Aber könnte man - ist man wieder vor die Situation gestell,
tatsächlich etwas anders machen oder würde uns die Situation wieder einholen?
Ich bin dieser Krankheit nur böse.
Ändern kann ich dadurch leider nichts.
Ich lese und schreibe hier ja nun schon ein Weile
und so viele haben die gleichen Erlebnisse
und damit auch die gleichen Probleme bei der Bewältigung
- für mich heißt das eigentlich:
Es gibt keinen "Königsweg" - es gibt nur einen eigenen Weg.
Und die Hoffnung, dass es der Richtige ist.
Ireen
|