Hallo Asti,
bei uns ist die Situation derweil ähnlich.
Meine Mama ist auch, sobald es um die Krankheit und "gute Tipps" geht, überhaupt nicht zugänglich. Wir spekulieren auch hin und her, was ursächlich ist.
Bei Mama wird nun am FR ein Kopf-MRT gemacht (meine Ma hatte im vergangenen Jahr Kopfmetas), und ich hoffe, dass es ohne Befund ausfällt.
Du schreibst:
Zitat:
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Wie kann ich ihm helfen?Wenn er nur liegt ist das doch auch nichts oder? Sollen wir ihn in Ruhe lassen? Ach ich weiß nicht wie und was ich machen soll!
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Ich versuche mich im Moment ein wenig "in der Mitte" zu halten. Meine Mutter kann sich ja klar ausdrücken und formuliert schon ihre Wünsche. Ich glaube, dass es ganz ganz schwer ist, wenn man merkt, wie der Körper einem seine Grenzen aufzeigt. Meine Mutter hat jetzt binnen kürzester Zeit 6 kg verloren. Sie trinkt, aber sie sagt sie mag nicht essen. Es ist schwer, von außen zuzusehen, aber jedes:"Mensch Mama, Du musst doch was essen!" ist für sie wie zusätzlicher Ballast. Sie entgegnet dann:"Ja genau Annika

, iss Du mal, wenn dir kotzschlecht ist." Mit "in der Mitte halten" da meine ich - ich versuche aus meiner medizinisch laienhaften Perspektive zu erkennen, objektiv, was sie kann und was nicht. Was körperlich schlechter geworden ist usw. Aber zwischenmenschlich, versuche ich einfach Kind zu sein und meiner Mama nicht ständig meine Sorgen zu zeigen.
Wir meinen oft von außen zu wissen, was gut ist für den anderen. Das Fortschreiten der Erkrankung tut weh und wir möchten helfen. Ich habe mich persönlich jetzt erstmal für ein wenig Zurückhaltung entschieden. Das Kopf-MRT ist bei uns Freitag und danach bin ich, zumindest was die Ursachen angeht, schlauer.
Du kennst Deinen Papa ja am besten. Darum ist es immer schwer, weil man, ob man das nun will oder nicht, irgendwie die Situationen vergleicht. Aber man muss immer denken, es ist individuell. Und meine Mama sagte die Tage:"Ich kann den ganzen Krebs-Schxxx nicht mehr hören Annika. Lass uns doch einmal über was anderes reden." Und genau DAS funktioniert erstaunlicherweise. Vielleicht mag Dein Papa im Moment auch gar nicht "über sich reden", vielleicht mag er nicht ständig die Besorgtheit spüren. Das fällt z. B. bei uns zur Zeit nämlich schwer ins Gewicht. Aber wiegesagt. Das ist bei UNS so.
Ich wünsche Deinem Papa alsbald Besserung und damit gleichzeitg für Dich, dass Deine Sorgen, zumindest die akut bestehenden, sich wieder verflüchtigen.
Liebe Grüße
Annika