AW: Angehörig und man geht mit durch die Hölle
@ Tinchen,
danke für die lieben Worte, ich gebe wirklich mein bestes nicht aufzugeben.
Es ist so schwer sich kurz zufassen und dennoch ein klares Bild der Situation zu machen.
Hier noch einmal eine kurze Skizze meiner Verzweiflung:
Im Februar kam die Diagnose Lungenkrebs bei meinem Vater (57 jahre alt),laut Arzt mit einer Chemo gut behandelbar.
Da meine Eltern in Bremen wohnen und ich in Hamburg, habe ich fast alle Informationen nur aus zweiter Hand.
Kurz nach beginn der Chemo hat sich ein vermeintlicher Bandscheibenvorfall in der HWS als Metastase herausgestellt, die dann bestrahlt wurde.
Eine Tortur!
Anschließend wurden extreme Durchblutungsstörungen in beiden Beinen festgestellt, die durch Stands und Bypässe behandelt wurden.
Leider nicht sehr erfolgreich! Nächste Woche steht die erste Amputation an! Wie viel nicht mehr durchblutet wird, steht noch nicht ganz fest!
Zudem leidet er unter Herzrhytmusstörungen, einer Lungenentzündung und einem Lungen-Erguss, der regelmäßig punktiert wird, aber immer wieder nachläuft.
Seine Schmerzen müssen unerträglich sein, wenn selbst Fentanyl und Palladon nicht lindern.
Die letzte Woche war wie eine Sturmflut der schlechten Nachrichten. Ich hatte meinen Vater sechs Woche nicht gesehen und hätte ihn fast nicht wieder erkannt.
Und das führte wiederum zu meiner Frage, ob es nicht für ihn und auch für mich und meiner Mutter besser wäre, wenn er aus der nächste Narkose nicht mehr aufwacht?
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"I do not discriminate, i hate everyone"
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