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Alt 20.11.2009, 15:09
Milashka Milashka ist offline
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Standard AW: Mit was muß ich in Zukunft rechnen?

Das tut mir leid, dass Deine Mutter da nochmal durch muss, zumal das timing wohl auch ganz schlecht ist im Moment.

Ich selbst bin 47 Jahre alt, und hatte vor 4 Jahren meine EK OP mit anschliessender Chemo. Bin seitdem in Remission, allerdings war mein Tumormarker im Oktober erhoeht und ich werde nun wieder engmaschig kontrolliert. Ich kann mir also gut vorstellen, was ein Schlag das gewesen sein muss, nach so langer Zeit das Ganze nochmal angehen zu muessen.

Waehrend die Erstbehandlung ziemlich standardisiert ist, werden Rezidive individuell behandelt - es gibt einfach zu viele Variablen, und die Aerzte muessen dann entscheiden, was aufgrund deren Erfahrungswerte die beste Vorgangsweise ist.

Ich kenne einige Frauen, bei denen die Folge Chemo - OP - Chemo war. Wie Du das schilderst, ist man ziemlich zuversichtlich, den Krebs damit zu beseitigen. Natuerlich kann man nie wissen, wie die Chemo anspricht und wie dann die OP verlaeuft, aber ich finde es positiv, dass sie eine Kandidatin fuer eine weitere OP ist, viele Frauen sind das naemlich nicht.

Ich kenne Deine Mutter nicht, kann mir aber vorstellen, dass die Situation mit ihrem Mann im Koma und der Stress des Rezidivs und ihrer OP sie ziemlich ueberlastet, und es wundert mich nicht, dass sie die Chemo ablehnt - ist ein bisschen Kopf in den Sand und "ich will nicht mehr es reicht" - ich kenne das von mir selbst. Ich hoffe, sie findet wieder zu sich und kaempft weiter. Wie ihr das gelingt, kann ich leider nicht sagen.

Wenn ich in ihrer Lage waere, wuerde ich auf jedenfall dem Rat der Aerzte folgen - wenn alles gut geht, hat sie in ein paar Monaten das ganze hinter sich und kann sich hoffentlich an weiteren krebsfreien Jahren erfreuen. Garantien gibt es nicht, aber Hoffnung IMMER!

Vielleicht hilft es, wenn sie das Ganze Tag fuer Tag, Woche fuer Woche angeht. Ich wollte vor 4 Jahren auf keinen Fall Chemo machen. Mein Vater sagte mir, versuch's wenigstens einmal - man kann ja jederzeit aufhoeren. Also habe ich es versucht. War nicht so schlimm. Also ein zweites Mal. Ertraeglich. Und nach dem dritten Mal war ich schon halb durch, dann war's einfach (psychologisch gesehen).

Alles gute!

Dagmar
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