Einzelnen Beitrag anzeigen
  #30  
Alt 22.11.2009, 12:16
akotiri akotiri ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 26.02.2009
Ort: Hollabrunn/Österreich
Beiträge: 6
Standard AW: mein Stiefvater, Diagnose BSDK und viele Fragen

War schon lange nicht mehr hier und wollte doch immer wieder schreiben, doch die Zeit rennt uns davon und nichts wird besser.

Mein letzter Eintrag war im Juni inzwischen hat mein Mann sein erstes Ziel erreicht und konnte noch den Wunsch meiner Tochter erfüllen und an Ihrer kirchlichen Hochzeit teilnehmen. Es war ein schöner Tag.

Danach kam die zweite CT nach der Diagnose bzw. Operation im Jänner. Wir haben soviel Hoffnung in die neue Chemo gelegt, doch sie hat sich nicht erfüllt. Die CT war Ende August und es ergab nur das der Tumor gleich geblieben ist, Metastasen in der Lunge und Lymphknoten mehr geworden sind. Mein Mann war am Boden zerstört. Der Arzt meinte Heilung gibts keine mehr, aber eines ist sicher, wenn er die Chemo nicht gemacht hätte wäre er nicht mehr hier. Und so hat mein Mann die Chemo im Rythmus von 3 Wochen Chemo und eine Woche Pause bis jetzt weiter gemacht.

Inzwischen waren wir Anfang September noch einmal eine Woche in Griechenland auf der Insel Rhodos. Es war nicht mehr so unbeschwert, wie im Juni auf Zakynthos. Mein Mann hat am Strand auf der Liege viel geschlafen, aber trotz dem hat es ihm sehr gut gefallen. Die Schmerzen sind damals im mehr geworden.

Das Essen ist auch so eine eigene Sache. Es schmeckt ihm nicht mehr alles und oft muss er sich zwingen, überhaupt was zu essen, weil ihm so davor graust. Dann wieder hat er Gusto auf was Bestimmtes und schmeckt ihm dann auch. Aber es wird immer weniger was ihm schmeckt. Und er kann sich auch zu nichts aufraffen. Die Schmerzen werden trotz Morphiumtabletten (Hydral) immer mehr. Die Wirkungszeit verkürzt sich. Jetzt nimmt er dreimal am Tag die Tabletten, die Folge davon ist aber immer mehr Verstopfung. Um diese Nebenwirkung weg zu bekommen, hat er seine Hoffnung auf eine Schmerzpumpe gesetzt. Weil er dachte, dass diese das Medikament ja nicht über den Darm rein gibt und so Verstopfung vermieden werden kann. Laut Arzt sind aber auch über Schmerzpumpe die Nebenwirkungen gleich.

Kann mir wer einen Rat geben, wie man diese Verstopfungen weg bekommt? Hat wer Erfahrung mit Hydral. Er nimmt auch jeden Tag Movicolpulver (aufgelöst in Wasser) gegen die Verstopfung aber es hilft nur geringfügig.

Es ist ein Kampf mit dem BSDK und muss sagen, es ist das schlimmste für einen Angehörigen zu schauen zu müssen und nicht helfen zu können. Mein Mann hat sich ein zweites Ziel gesetzt und das ist Weihnachten, aber die Schmerzen werden immer mehr und er immer schwächer und kann sich zu nichts mehr aufraffen. Schläft auch immer mehr.

Ja so siehts bei uns aus.

Lass Euch alle hier ganz lieb grüßen

Monika
Mit Zitat antworten