warum nur?
Hallo Sandra!
Hallo Terror Zicke!
Ist natürlich richtig: Die Trauerphase an sich ist naürlich KEINE Krankheit, das meinte ich auch nicht- falls das so rübergekommen ist. Schriftlich ist das Ganze sowieso schwieriger als mündlich. Wenns aber drüber hinausgeht, und das scheint mir bei der lieben TerrorZicke zu sein, gehts wahrscheinlich nicht alleine, alles zu verarbeiten.
Naütlich braucht nicht jeder gleich ärztliche oder professionelle psychologische Hilfe, obwohl ich finde: gerade Kids und Jugendliche bräuchten sie schon.
War 6 Jahre alt, als ich meine Mutter verloren habe und hatte noch einen kleineren Bruder im Babyalter. Mir gings damals so schlecht,auch viele Jahre danach, daß ich auch nicht mehr leben wollte, obwohl ich da noch nicht registrierte, daß das Selbstmordgedanken waren. Ich "spielte" dann immer "Puppe beerdigen", wohl eben als Verarbeitungsphase. Auch Jahre später noch weigerte ich mich, das Wort Mama zu schreiben usw. Im nachhinein wünschte ich mir, daß es da einen Profi gegeben hätte, der sich um mich gekümmert hätte. Selbst wenn mein Vater ganz lieb und fürsorglich war, er steckte ja in der gleichen Trauer-Situation. Dritte sind dann ja nicht von dieser Trauer selbst gefangen und sind eben offener gegenüber den Problemen.
Ist natürlich alles ganz subjektiv und ihr könnt das natürlich auch anders sehen. Nur denke ich, wenn Die Trauerarbeit doch fehlläuft, kanns traumatisch werden oder .... Wahrscheinlich ist man selbst damit überforderter, je jünger man ist.
Wie auch immer, also, such Dir Hilfe, auch wenns im nachhinein vielleicht überflüssig war, um so besser.
Nochmal zu Dir allein, Terror-Zicke!
Angst vorm Psychiater ist schon mal eine sch...Voraussetzung! Du solltest Du eben NICHT haben, sondern ihm "volle Kanne" vertrauen. Nun ist jeder Arzt, Psychol, was auch immer, auch ein Mensch, und man findet natürlich nicht jeden Menschen gleich sympatisch und man mag sich auch nicht jedem Menschen offenbaren- klare Frage.
Aber: die Psychiater haben ihren Job gelernt, sie können damit umgehen.
Er wird dich auch nicht gleich zwingend einweisen, auch wenn Du Deine Selbstmordgedanken direkt aussprichst, WAS DU ABER AUCH UNBEDINGT MACHEN SOLLTEST. Wichtig ist, daß Du mit ihm gemeinsam ein Vertrauensverhältnis aufbaust und er Dir auch vertraut, daß Du Dich nicht wirklich gleich am nächsten Tag umbringst. Schließlich sind die Gedanken selbst ja noch keine Tat. Eine Therapieform, es nennt sich halt alles Therapie, dafür kann ich auch nichts) ist eine stützende Gesprächstherapieder richtige Ausdruck, aber damit kannst Du vielleicht eher was anfangen. Also - Therapie hin oder her- der Gang zum Psychiater/Psychologen (ich will das allesr auf glicher Ebene nennen), scheint bei Dir deswegen angebracht, weil Du es doch wohl auch selbst willt, wie ich Deinen Worten entnehme.
Was bei Deiner Freundin geschehen ist, weiß ich ja nicht, es gibt dann immer verschiedene Gründe, warum man es für besser hält, jemanden einzuweisen. Das kann und darf ich von hier nicht beurteilen.
Wenn dem Doc klar wird, daß er auf Dich bauen kann, er Dich engmaschig betreut, mit Dir Ziele erarbeitet, wie auch immer die Ziele aussehen, selbst das kannst Du mit ihm erarbeiten, kann das immer erst auch ambulant gemacht werden.
((Nebenbemerkung: Es ist auch nihct immer gleich schlimm, sich mal in ein KKH zu begebn, denn da schiebt man die Verantwortung auf andere ab und muß nicht selbst auf sich aufpassen. Und das kann auch sehr entlastend sein. AUßerdem hast Du dann immer jemanden an der Seite)).
Aber all das solltest Du eben mit einem Profi vor Ort klären. Du schreibst von Vergewaltigung. Ein Grund mehr- da muß was aufgearbeitet werden!!!!
Wenn Du meinst, Du seist zu jung, um was zu entscheiden (finde, hat mit dem Aklter jetzt nix mehr zu tun), so kannst Du das auch wieder erlernen, eben mit Hilfe.
So- der Tag beginnt gerade, nimmt den Telephonhörer in die Hand und mach mit irgendjemandem einen Termin. Mach Dir auch Gedanken, ob Du lieber mit einer Frau oder einem Mann sprichst, ist nicht ganz unwesentlich, und dann meld Dich wieder.
Gerad fällt mir ein: Es gibt in vielen Städten auch sozialpsychiatrische Beratungsstellen (schau doch einfach mal in einer Tageszeitung nach,da, wo alle Beratungsstellen aufgeführt sind).
Ich werde den größten Teil des Tages am Schreibtisch verbringen und hier immer mal wieder reinschauen.
Für erste nochmal liebe Grüße,
Sandmännchen.
P.S.
(Zum Thema: Das Leben in den Griff kriegen, wie Du schreibst: da bastle ich auch immer noch dran rum... Oft muß man erst einmal lernen, zu funktionieren usw.
Bei mir läuft im übrigen auch ein bißchen was quer. Kannst ja mal unter "Hirntumor,: Verliebt.....) nachsehen. Deswegen kam ich hier überhaupt ins Forum. Ich hänge irgendwie auch zwischen oben und unten mit allem, aber irgendwie MUSS es ja weitergehen...
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