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Alt 19.01.2010, 17:47
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Inesfelix Inesfelix ist offline
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Ort: Böhlen Sachsen
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Standard AW: Chemo, nur um ETWAS zu machen

Lieber Peter ,
ich kann Deine Meinung verstehen , aber man muß auch sehen wie es den Patienten oder den Angehörigen geht. Wenn so viele Organe von metastasen befallen sind , sowie die ganze Pleura mit Metastasen vernetzt ist , wie es bei meiner Mutter war und es ihr immer schlimmer geht( teerstuhl , blutiges Erbrechen , Luftnot bei der geringsten bewegung , Schmerzen , Angst , ständige Übelkeit , Ödeme , keine Nahrungsaufnahme trotz Port ) dann muß man schon sich fragen was sinnvoll ist. ich arbeite fast 20 Jahre als Krankenschwester ( u.a. auch schon in der Onkologie) und habe auch ein bissel erfahrung. ich habe mir 3 Meinungen eingeholt und als ich den Onkologen widersprach bei der Frage ob chemo weiter , hat er mir hinterher sogar Recht gegeben. Sicher sieht man es als Angehöriger emotionaler und eben anders als ein betroffener , aber ich weiß wie manchmal ( nicht immer!) in der heutigen zeit finanzielle gewinne mit der Krankheit von patienten gemacht werden. Nicht alle Ärzte sind so. Das geld sollte lieber für mehr Hospizarbeit ausgegeben werden. Viele Onkologen "hassen" Hospize.Ich habe meine Mutter zu nix gezwungen , aber sie wollte nie leiden. Manchmal muß man Dinge akzeptieren , die nicht zu ändern sind. Jeder Mensch hat einen menschwürdigen tod verdient , das er lebt bis er stirbt.Das hat nix mit lieben Gott spielen zu tun , sondern mit Menschlichkeit und Komtetenz.

Ich wünsche Dir viel gesundheit und alles Gute und freue mich auch solche positiven Beiträge über diese besch... Krankheit zu lesen , wie von Dir und auch von Ulla.

LG Ines

Geändert von gitti2002 (25.10.2017 um 01:36 Uhr)
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