Hallo Jay,
ich kann Dich sehr gut verstehen, ich mußte auch funktionieren! Mein Partner bekam von heute auf morgen die Diagnose Krebs.
Aber die Kinder mußten am nächsten Tag trotzdem zur Schule. Die Hausaufgaben mußten erledigt werden und auch ich mußte meinen Teilzeitjob nachgehen!
Ich habe nur noch funktioniert und am Abend weinte ich mich in den Schlaf und irgendwann brauchte ich Schlaftabletten um überhaupt Schlaf zu finden! Der letzte Gedanke vor dem einschlafen war die Krankheit, wie geht es weiter? Und der Erste.....!
Die Erfahrung mit den "guten" Freunden, diese Geschichte ist uns nicht unbekannt! Manchmal konnte man fast meinen mein Partner hat eine ansteckende Krankheit

Kennst Du den Spruch: In der Not, gehen 100 Freunde auf ein Lot!
Nach der OP kam dann noch Bestrahlung und Chemo, ich weiß nicht wie ich das alles geschafft habe. Mittlerweile konnte ich Vollzeit arbeiten um das Familieneinkommen etwas aufzubessern!
Aber ich habe funktioniert und das Leben ging weiter. Mal schlechter mal besser. Natürlich hatten wir auch Freunde und Verwandte auf die wir uns verlassen konnten, aber eigentlich will man so wenig wie möglich andere belasten!
Für diese langen Nächte kannst du dir aber auch etwas von deinem Hausarzt verschreiben lassen. Du wirst Kraft brauchen um deine Mutter zu unterstützen.
Aber wie Du siehst Du bist mit deinen Problemen nicht allein, viele kennen deine Situation nur zu gut, diese Hilflosigkeit!
Einen Rat kann man schlecht geben, auch viele Freunde wissen oft nicht wie sie sich uns Angehörigen oder den Kranken verhalten sollen?
Ich wünsche Dir viel Kraft
und
alles Gute für deine Mutter