AW: Das "P" auf der Stirn und die Angst im Nacken
Hallo Claudia,
auch ich bin Angehörige, meine Mama (70J.) hat am 14.4.10 die Diagnose Kleinzelliger Lungenkrebs bekommen.
Seit heute bekommt sie die zweite Chemo. Sie war jetzt drei Wochen bei uns, ich hab aber keine Ahnung wie es weiter geht. Einerteils möchte sie ihre Wohnung verständlicherweise nicht aufgeben, andererseits ist die Wohnung eine Stunde mit dem Auto von mir entfernt. Dazu kommt noch, dass sie vieles vergisst, d.h. Tabletteneinnahme usw. ein Problem darstellt. Zu Fuß ist sie auch schlecht unterwegs. Wir hätten Platz für sie, aber sie möchte nicht. Ich überlege hin und her, war heute auch schon beim Sozialdienst im Krankenhaus, die Dame spricht jetzt auch nochmal mit ihr.
Zum Rauchen hört sie auch nicht auf, was sehr wichtig wäre, da sie COPD auch noch hat.
Mir wächst die Situation auch über den Kopf - ich hoffe, dass alles gut wird!!!
Als ich die Diagnose erfuhr, habe ich mir bei einem sehr guten Psychiater einen Termin geben lassen, ich brauche auch psychologische Unterstützung und kann mich jederzeit an ihn wenden. Ansonsten hoffe ich auch, von Euch zu erfahren, wie ihr mit der Problematik umgeht. Einerteils die wahnsinnige Angst, wie es weitergeht, die Mama zu verlieren, an eine solche schreckliche Krankheit- und dann das eigene Leben noch in Griff zu bekommen.
Liebe Grüße und auch an Dich Kopf hoch
Gabi
Geändert von Gabi24 (10.05.2010 um 19:39 Uhr)
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