Hallo nochmal!
Also, dass Euch vor der ersten Chemo mulmig ist, ist doch wohl klar; es wäre ja schon ziemlich merkwürdig, wenn das nicht so wäre. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich vor der Abfahrt zur ersten Chemo zu meinem Mann gesagt habe: „Am liebsten würde ich noch schnell ganz weit weglaufen!“ Dass das natürlich ziemlicher Blödsinn war, wusste ich selbst auch…
Und wegen der Nebenwirkungen wartet erstmal ab. Bei den ersten Chemos hatte ich überhaupt KEINE Nebenwirkungen. Eine Krankenschwester hatte mir vorher gesagt, dass das ziemlich "unspektakulär" sei - und genau das war es dann merkwürdigerweise auch! Ich hatte Ende 2007/Anfang 2008 meine Chemo mit 3xFEC und 3xDOC. Die FEC-Zyklen habe ich so gut überstanden, dass ich mich wirklich gewundert habe. Während meine Umgebung erwartet hat (ich ja zunächst auch), dass mir dauerübel ist und es mir nur elend geht, bin ich meistens direkt nach der Chemo erstmal in der Pizzeria gegenüber dem Krankenhaus essen gegangen und hatte auch sonst keine größeren Probleme.
Bei mir waren dann die Taxotere-Chemos (DOC) allerdings mit ziemlichen Nebenwirkungen verbunden, u.a eben auch mit ziemlichen Knochenschmerzen. Die gehen aber vorbei, das dauert immer nur ein paar Tage. Meistens geht es nach einer Woche dann schon wieder besser!
Da muss man eben leider einfach durch - ich habe es empfunden wie alle paar Wochen ein paar Tage heftige Grippe, und das ist dann nicht soooo dramatisch, wenn man mal bedenkt, dass man ja nun mal immerhin auch Krebs hat!!!
Es ist bei jedem anders, und wer weiß - vielleicht ist es bei Euch auch gar nicht sooo schlimm. Und falls nicht: es geht auf jeden Fall vorbei...
Ganz liebe Grüße,
Czilly