Erfahrungsaustausch, Teil 2
Liebe Alexa,
ich danke Dir für Deine Zeilen. Hoffentlich ist bei Deiner Mama der Appetit inzwischen wieder da. Der Spaß am Essen ist halt auch ein Stückchen Lebensfreude. Ich glaube, daß ich mich am 16. März mit Deiner Mama unterhalten habe, als sie im Flur vor der Chemoambulanz auf ihren Einschluß in die Studie gewartet hat. Dann bin ich möglicherweise selbst die Frau, die von ihren Unterleibsbeschwerden unklarer Herkunft berichtet hat. Meine Hausärztin wird für mich jetzt ein MRT vereinbaren. Wenn da die Ursache der Schmerzen nicht sichtbar wird, veranlaßt sie noch eine Darmspiegelung, weil es in dem Bereich auch seit einigen Wochen nicht mehr so recht klappt. Sollte beides ohne Befund sein, ist wenigstens die Angst, daß da gerade wieder etwas wächst, erst einmal weg.
Von den Erzählungen Deiner Mama ist mir noch sehr in Erinnerung, daß sie bereits einen schweren Weg mit dieser Krankheit zurückgelegt hat und zuletzt große Probleme mit der Haut während der Caelyxtherapie hatte. Ich wünsche ihr von ganzem Herzen, daß sie dieses Mal nicht so heftige Nebenwirkungen verspürt.
Liebe Alexa, Deine Beiträge im Forum für Angehörige haben mich sehr berührt. Ich möchte Dich in Gedanken umarmen und Dir Trost spenden für die Last, die Du zu tragen hast; dafür, daß Dir die so schöne Unbeschwertheit der Jugend genommen ist. Wie Du mit der Situation umgehst und darüber schreibst, hat mich sehr beeindruckt - Deine Fürsorge für Deine Eltern, Dein Einfühlungsvermögen, Deine Reife.
Ich wünsche Euch und allen anderen hier im Forum alles Gute
Claudia F.
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