Erfahrungsaustausch, Teil 2
Hallo Kathrin...
das mit dem psyhologischem Unterschied, zwischen NICHT WOLLEN und NICHT KÖNNEN bei euch, kann ich verstehen, habe ich auch verstanden, aber ich glaube, ich muss noch eines zu meiner Situation sagen.
Es geht bei mir nicht darum, ob ich einen schlimmeren oder weniger schlimmeren Tumor habe. Aber genau dieser psychologisch Unterschied liegt bei mir persönlich eben woanders.
Ich war auch völlig überrascht, dass MICH im Leben auf einmal die Krankheit Krebs erwischte.... darüber habe ich NIE nachgedacht und war vollkommen überfordert. Ich hatte, als ich nach und nach mehr darüber nachdachte... einfach höllische Angst oder Panik, dass ich bald sterben muss.. und zusätzlich Angst, dass auf dem Weg zum Tod auch noch so ekelige Dinge wie OP und Chemo liegen.... aber das Ende dann doch der Tod ist.
Ich musste weinen bei dem Gedanken, dass ich dan diesem Leben evtl. bald nicht mehr teilnehmen kann, meine Nichten und meinen Neffen nicht weiter entwickeln sehe, meine Geschwister und Eltern nicht weiter im Leben bekleiten kann... usw. usw.... ich musste einfach weinen und hatte dabei höllische Angst und war überfordert.
Aus diesem Grund war mir klar... und da bin ich auch heute noch froh drüber, dass eben alles getan wurde, was diese Krankheit besiegen und für evtl. lange Zeit oder für immer vorbei sein lässt.
Der Gedanke daran war für meine Psyche eben viel wertvoller und wichiger, als der Unterschied, ob ich keine Kinder mehr bekommen möchte oder ob ich keine mehr bekommen kann.
Aber das ist eben der Unterschied... für jeden persönlich sind unterschiedliche Dinge wichtig oder belastend. Wären wir alle gleich, wäre das Leben sicherlich sehr merkwürdig.
@Tina.... mir fehlen die Worte..... das ist einfach nur SCH.... mehr kann ich im Moment nicht sagen, aber ich weiß, dass du auch ohne tröstende Worte von mir immer den Kopf oben hälst und die Hoffnung so schnell nicht verlierst..... und das finde ich an dir ganz klasse!!! Fühl dich mal lieb gedrückt von mir.
Liebe Grüße... Kerstin
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