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Alt 06.08.2010, 10:01
NIKSL BAYER NIKSL BAYER ist offline
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Standard AW: Patientenverfügung

Hallo zusammen,
wichtig bei Patientenverfügungen ist meiner Erfahrung nach, dass sie praxistauglich sind. Rechtsgültig ist aber schnell JEDES, von Euch unterschriebene Papier. Anwendbar muss es später sein! Daher muss ich vor dem Irrglauben warnen, der Notar würde die Sache wasserdicht machen. Eine Patientenverfügung ist in erster Linie ein medizinisch-pflegerisches Papier und weniger ein juristisches. Oder lasst Ihr Euer Auto beim Bäcker reparieren? Das Gesetz verlangt, dass Patientenverfügungen sich auf konkrete Behandlungen und Eingriffe UND die aktuelle Lebenssituation bezieht. Also: von Experten beraten lassen! Ich habe mich für meine Eltern schlau gemacht und dabei war hilfreich, was eine Stiftung für Patienten publiziert: einmal ein Check, um taugliche Dokumente zu prüfen (kann man selbst machen, kostet nix) sowie auch ein Check, um gute von schlechten Beratern unterscheiden zu können (kostet auch nix). Schaut mal hier rein:
http://www.hospize.de/docs/Patienten...nkte_Check.pdf
http://www.hospize.de/docs/qualitaet...gsberatung.pdf
Meine Eltern haben sich dann wirklich gut beraten lassen (ich habe mitgehört), haben Dokumente bekommen, die diese Kriterien auch erfüllen (kostet was) und was überraschend war: Obwohl sie immer voneinander glaubten zu wissen, was sie jeweils wollten und sich dies auch immer glich in den Äusserungen - am Ende hatten sie unterschiedliche Dokumente. Dort wo Mutti noch weiter behandelt werden wollte, verbat sich Paps bereits relativ kleine Behandlungen, um schnell und in Frieden sterben zu dürfen!
Ich hoffe, sie brauchen die Papiere nie - aber sie haben sie!
Herzlichst, Niksl
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