Hallo ihr Lieben
Tanja – danke für die sehr übersichtliche Auflistung der Therapiearten und deren Zielsetzungen.
Monika – Danke für die Nachfrage, Er ist nicht mehr im KH, kam am Mittwoch Nachmittag heim, musste aber am Donnerstag wieder als Notfall hin und hat sich selber wieder entlassen lassen. Er mag das ganze Theater nicht mehr und braucht echt eine Pause. Die Blutungen kommen und gehen, aber aufhören tun sie nicht, sie sind jetzt nun schon seit einem Monat fast da. Er ist im Moment sehr gereizt, grantig und gehässig da er frustriert ist ab der ganze Situation und der Tatsache, dass sie ihn abgeschoben haben in die anthroposophische Klinik – in die er eh nicht gehen kann da wir nicht genügend versichert sind. Die Blutwerte sind schlecht, müssen am Montag schon wieder in der Klinik sein, morgens Therapien und nachmittags Onkologen.
Willy ist ja auch Heuschnüpfler und Asthmatiker. Die Symptome kommen leider wie das Tüpfelchen auf i dazu. Er braucht die Antiallergische Therapie auch noch, nur während der Chemo hatte er keine Symptome, da hier das Immunsystem ja reduziert wird und somit reagiert man auch nicht auf jede Polle etc. Hat dein Mann auch Chemo oder nur Bestrahlung (will es nicht milder machen mit dem Wort NUR, gell!! Ist nämlich beides hart)? Er stand aber die ganze Zeit unter Zyrtec da das Husten nach der Lungenop. nicht so ideal gewesen wäre. In dem Sinne hat Heuschnupfen und Asthma schon seine Auswirkung auf die LK Symptome.
Freuen uns dass ihr das Weekend immer noch in Planung habt. Kann dir noch einen Tipp geben, falls ihr Interesse habt die Tutankhamun Ausstellung mal zu besuchen, wir spielen gerne Stadtführer!!!! (
www.tutankhamun.ch). Sie ist sehr interessant, habe sie schon 2 mal gesehen in London. Habe eine spezielle Beziehung dazu, unabhängig davon dass mir manchmal auch so alt vor komme wie die Mumien!!!
Das mit den Nachbarn ist schon lieb, ich muss alles alleine machen, haben aber Gott sei Dank nur ganz kleines Fleckchen ohne Rasen. Wünschen dir eine gute Woche, bei uns wird es hart sein, da Marc’s Patin sich einer Gehirn Op. bei der sie 5 Stunden wach sein muss und die restlichen 5 Stunden erst schlafen kann. Die Angst das was passiert ist gross – das Risiko auch.
Tanya – bist mir in dem falle nicht mehr böse, danke liebes. Wir hoffen für deine Mam, dass die Therapien anschlagen und dass es nicht zu dem kommt was befürchtet wird.
Kann dir nur sagen vor gute 1,5 Jahren erhielten wir die Diagnose und damals wurde mir am Heiligabend mitgeteilt, dass sie nicht mehr operieren und wir die letzten Wochen noch geniessen sollten. Als die drohende Querschnittslähmung hinzu kam Ende Januar mussten sie doch operieren und fanden heraus, dass der Befund viel schwerwiegender war als sie je annahmen. Wenn sie das vorher gewusst hätten wäre nicht mehr operiert worden. Wie gesagt das war vor 1,5 Jahren. Wir halten nicht sehr viel von der Statistik, es kommt nämlich meistens anders raus als angenommen und raubt einem viel zu viel Kraft.
Lass deinen Tränen freien lauf – es ist normal, es geht uns allen so und schreib deine Gefühle, Ängste oder stell deine Fragen hier, es entlastet. Rede über alles was du sonst auch mit deiner Mam geredet hättest, denk daran sie ist zwar krank, ja schwer krank, ABER sie ist nicht TOT. Willy tat es am meisten weh als Freunde ihn zu schonen versuchten und ihn nicht mehr zu Aktivitäten etc einluden. Da hat er gesagt er sei immer noch da und lebe noch. Das mit dem intensivieren des Verhältnisses zu deiner Mam wirst du auch schaffen, ich glaube an dich. Aber alles wird eine Hürde sein die es gilt zu überwinden. Aber es ist machbar mit dem Willen und der Liebe. Denk daran auch das verabschieden gehört dazu, tu es und sage ihr, wenn die Zeit kommen sollte ob jetzt mit dem Krebs oder in vielen Jahren erst, wie lieb du sie hast. Wie lassen unsere lieben viel zu wenig spüren wie man sie wirklich liebt.
Betreffend deiner Angst auch Krebs zu bekommen, die kann dir niemand wirklich nehmen, du kannst dich aber informieren, vor allem Risikoquellen wie rauchen eliminieren. Ich habe Willy einfach seine Zigaretten aus seinem Pouchette genommen, zerrissen und weggeworfen, er hat seither nie mehr geraucht, kein verlangen und keine Entzugserscheinungen gehabt, aber eben er hat dafür schon Lungenkrebs. Also virtuelle zerreisse ich dir jetzt deine Zigaretten und hoffe, dass die Motivation von Willy ansteckend ist und sich auf dich übertragen lässt. Du bist stark du wirst es schaffen.
Bezüglich familiäres Risiko kann eine Beratung mit einem Humangenetiker sinnvoll sein. Ich habe ein erhöhtes Risiko Krebs zu bekommen da wir sehr viel Krebs in der Familie haben, mache mich aber deswegen nicht verrückt, denn das lähmt zu arg. Ich bin aber aufgrund der familiären Belastung in einem speziellen Vorsorgeprogramm für Brust- und Darmkrebs Früherkennung.
Susanne – auch dir ganz viel Kraft, du packst es auch wenn es nie einfach sein wird. Wenn jemand sagt das Leben ist einfach, dann ist das gelogen, aber es gilt daraus das Beste zu machen. Du schaffst es mit dem Kraftpaket das du hast, und wenn du das Gefühl hast du bist am Anschlag, melde dich und wir schicken dir wieder ein Bündel Sonnenstrahlen (alle andern auch) und deren Kraft zu dir rüber. Okay?!
Biene Schatz – du bekommst gesonderte Post. Sind bei dir.
Alles Liebe Liz und Willy (wurde offline geschrieben)