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#1
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Hallo,
im Juli 1989 wurde bei mir (postoperativ) ein Liposarkom im rechten Oberschenkel diagnostiziert. Ca. 10 Monate vorher hatte ich während einer Wehrübung beim Duschen eine Zecke in/an der Innenseite meines rechten Oberschenkels entdeckt, just an der Stelle, wo 10 Monate später der Tumor wuchs. Es fällt mir schwer zu glauben, daß das ein Zufall war!!! Liebe Grüße, Mike P.S. Es geht NICHT um irgendwelche Schadensersatzansprüche!!!
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"Das Leben ist ein verdammt unfairer Sport!" (Clemens Laar, Meines Vaters Pferde) Bibliothekar; geb. 1950; Heimatstadt: Krefeld; seit 1979 Westpfalz; 1989 Liposarkom im rechten Oberschenkel; Amputation (Exartikulation); seitdem ohne Befund; Hobbys: Geschichte; Heeres- u. Kriegsgeschichte, speziell Großbritannien & Empire; US Marine Corps; Rugby |
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#2
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Hallo Mike,
das ist eine interessante Frage, ob ein Zeckenbiss schuld sein könnte. Ich glaub das aber eher nicht. Kann aber gerne mal meinem Arzt fragen, der kennt sich mit Sarkomen gut aus. Noch ein Tipp: wenn du einfach ohne das Enterzeichen hier im Forum schreibst, erscheint alles platzsparend nebeneinander .lg Martina |
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#3
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Mein Papa hatte ja ein Myxofibrosarkom.
Er wurde, bevor er es entdeckt hat, ebenfalls von einer Zecke gebissen. Allerdings nicht da wo er das Sarkom hatte (am Knie) sondern im Bauch.....schon komisch, oder???? Vielleicht gibts da echt nen Zusammenhang.
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Dies ist ein
Akt der Verzweiflung Ein stummer Schrei Eines Menschen voller Leid und seiner Wunde die nicht heilt Es ist ein letzter Kampf gegen das woran es liegt Wie ein Vogel mit nur einem Flügel der bestimmt nicht fliegt |
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#4
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Liebe Tina, liebe Anna,
auch wenn die Onkologen es nicht gerne zugeben, wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse über die Ursachen von Krebs liegen nur bei einigen wenigen Krebsarten vor. Sonst bewegt man sich doch eher im Bereich der Spekulation. Warum sollte das Naheliegende nicht zutreffen? Ich bin in meinem Leben nur ein einziges Mal von einer Zecke gebissen worden. HAARGENAU AN DER STELLE (Innenseite des rechten Oberschenkels) hat sich in den folgenden 10 Monaten ein Liposarkom ca. 6 cm x 10 cm) entwickelt. Sollte das wirklich nur ein Zufall sein? Liebe Grüße, Mike
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"Das Leben ist ein verdammt unfairer Sport!" (Clemens Laar, Meines Vaters Pferde) Bibliothekar; geb. 1950; Heimatstadt: Krefeld; seit 1979 Westpfalz; 1989 Liposarkom im rechten Oberschenkel; Amputation (Exartikulation); seitdem ohne Befund; Hobbys: Geschichte; Heeres- u. Kriegsgeschichte, speziell Großbritannien & Empire; US Marine Corps; Rugby |
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#5
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Hallo Mick,
da Du immer nur sehr bruchstückenhaft geschrieben hattest, konnte ich ehrlich gesagt nicht sehr viel mit Deiner Geschichte anfangen! Nun hast Du etwas ausführlicher berichtet und es würde mich interessieren, wie es nach dieser langen Zeit mit der Nachsorge bei Dir aussieht. Mein Mann erkrankte 2003 ebenfalls an einem Liposarkom, G3, bisher auch ohne Rezidiv. Musst Du nach der langen Zeit noch immer zur Kontrolle? CT oder Röntgen Thorax? Das Du Dich damals zur Amputation durchgerungen hattest war eine sehr mutige und bestimmt nicht einfache Entscheidung für Dich! Habe ich richtig gelesen das die Histologie eine andere Sarkomart ergeben hatte und Du Dich nicht mehr erinnern kannst welche Art? Hoffentlich hast Du Deine Krankenunterlagen aufgehoben, trotz der langen Zeit! Mein Mann bekam sein Liposarkom übrigens, ohne das er vorher mit einem Zeckenbiss konfrontiert wurde. Schade eigentlich, sonst hätte man sich tatsächlich überlegen müssen ob es nicht eine Ursache für diese Entstehung sein könnte. Allerdings hatte er vorher sehr lange sehr großen Stress. Man ist ja ständig auf der Suche nach möglichen Ursachen für diese Erkrankung. Du hörst Dich zur Zeit sehr positiv an, also scheint es Dir gut zu gehen? Herzliche Grüße! Sanne Geändert von sanne2 (16.02.2006 um 17:04 Uhr) |
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#6
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Liebe Sanne,
irgendwie klappt das mit den Smileys bei mir nicht. !!!Jedenfalls sollte Dich hier ein Smiley getreu seinem Namen anlächeln. Macht nichts. Mußt Du Dir halt vorstellen. Daß ich mit meiner Geschichte nur brüchstückhaft rausrücke, liegt wohl an der Frühjahrsmüdigkeit. Kann mich im Augenblick jedenfalls nicht dazu aufraffen, die englische Fassung meiner Krankengeschichte im Ganzen zu übersetzen. Beherrsche halt nur das Ein-Finger-, maximal Zwei-Finger-System! Den Tumor habe ich freitagnachmittags entdeckt. Montags ging es dann in das Allgemeinkrankenhaus in Landstuhl, wo sich der Verdacht auf Sarkom nach den ersten Standarduntersuchungen (Röntgen, Ultraschall, Angiographie, CT) bald verhärtete. Ich starrte derweilen auf die Beule in meinem Oberschenkel wie das Kanin- chen auf die Schlange. Ich war dann auch der erste, der das Wort Amputation ausgesprochen hat. Der Stationsarzt muß das in den Kranken- akten notiert haben. Zum Abschluß checkte der Chefarzt der Röntgenabteilung meine Lunge auf evtl. Metastasen. Dann wurde ich nach Heidelberg in die onkologische Chirurgie überwiesen. Mein Hausarzt (Internist & Kardiologe, Sportmediziner) zu dem ich absolutes Vertrauen hatte, war mittlerweile auch aus dem Urlaub zurückgekehrt. Er sah sich mein Bein an, zog einige medizinische Fachbücher zu Rate und sagte dann lakonisch: "So schnell, wie möglich, und so hoch, wie möglich, amputieren!" Ich fand also meinen Therapievorschlag bestätigt. In Heidelberg folgten ganz schnell MRS + Biopsie. Kann mich beim besten Willen nicht mehr an die Sarkomart erinnern, war jedenfalls noch ausgefallener als das nach der OP festgestellte Liposarkom. Der OP-Termin für die "Kompartmentektomie" (Entfernung der gesamten Muskelgruppe mit dem Tumor) war schon festgesetzt. Die evtl. Komplikationen schwerwiegend: 1. Venenverpflanzung unumgänglich 2. daher präventive Bestrahlung ausgeschlossen. 3. Lebenslange Medikation mit Blutverdünner Markomar, um ein Verstopfen der Vene zu verhindern, mit entsprechenden Langzeitnebenwirkungen: künstlicher Bluter, Nierenschäden, etc. 4. Bei Verstopfung der Vene: Amputation Seltsamerweise hatte bis zu dem Zeitpunkt niemand mehr die Option Amputation erwähnt. Bis plötzlich einer der Chirurgen an mich herantrat: Ich könnte ja jetzt, da alle relevanten Fakten bekannt wären, eine Entscheidung treffen. Ich fragte zurück: "Zwischen Kompartmentektomie und Amputation?" Er meinte: "Ja". Ich brauchte nicht lange, um mich für die Amputation zu entscheiden. Ich bin fest davon überzeugt, daß der Doktor in meinen Landstuhler Unterlagen einen entsprechenden Vermerk gelesen hatte, und mich auf diese bisher nicht erwähnte Option hinweisen wollte, weil er sie in meinem speziellen Fall (Schreibtischarbeitsplatz, sicherer Job im Öffentlichen Dienst, stabile Ehe mit Krankenschwester) für vertretbar hielt. Jedenfalls zurück in meinem Zimmer, und schon stürzt die gesamte Chirurgenschar der Station herein. Nach einer ausgiebigen Diskussion akzeptierte man meine Entscheidung. Nachdem sich die Aufregung gelegt hatte, ging ich zu Dr. F. und kehrte die Fragestellung um: "Gehe ich recht in der Annahme, daß Sie sich niemals dazu bereit erklären würden, das Bein zu amputieren, wenn das Restrisiko nicht immer noch hoch genug wäre?" Er mußte meine Frage bejahen und mich damit in meiner Entscheidung bestätigen. Abschließend sah dann noch der Krankenhaus-Psychologe vorbei, um meine Motive und Gemütslage zu überprüfen. Ich konnte ihn schnell mit meiner Argumentation überzeugen, daß aus meiner Sicht die Entscheidung zur Amputation die 'feigere', weil weniger riskante sei. Die Entscheidung zur Amputation war aus meiner Sicht also nicht mutig. Ich war erst 39 und plötzlich mit der Wahrscheinlichkeit eines baldigen Ablebens konfrontiert. Die Ärzte wollten mein Leben UND mein Bein retten. Ich wollte "NUR" mein Leben retten. Antwort auf die ausstehenden Fragen in der Fortsetzung Bis bald! Liebe Grüße, Mike
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"Das Leben ist ein verdammt unfairer Sport!" (Clemens Laar, Meines Vaters Pferde) Bibliothekar; geb. 1950; Heimatstadt: Krefeld; seit 1979 Westpfalz; 1989 Liposarkom im rechten Oberschenkel; Amputation (Exartikulation); seitdem ohne Befund; Hobbys: Geschichte; Heeres- u. Kriegsgeschichte, speziell Großbritannien & Empire; US Marine Corps; Rugby |
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