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#1
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Hallo Ihr Lieben,gestern war es soweit. Das war der Tag, den ich fürchtete und es war sehr schlimm für mich. Es fing an, dass ich Büschel in der Hand hielt beim Durchfahren. Hab mich dann richtig ausgeweint. Dieses furchtbare Gefühl ging auch den ganzen Tag nicht weg. Meine Freundin kam dann nachmittags und meinte wir machen jetzt kurzen Prozess! Aber das war das beste was wir machen konnten. Das abrasieren war nicht mehr schlimm wie dieses langsame Ausgehen. Heute gehts mir etwas besser und ich gefalle mir auch mit meiner Perücke aber wenn ich sie abends absetze hab ich schon arg daran zu knabbern, fühl ich so nackt und gerupft. Hab dann gestern abend irgentwie endlich Freundschaft geschlossen mit der Chemo und wir haben vereinbart, ich geb ihr meine Haare und sie macht dafür ordentlich ihre Arbeit und verschont mich mit ekligen Nebenwirkungen. Diese Gedanken helfen mir irgentwie. Danke Euch, dass ich mich hier kurz ausjammern durfte. War wirklich ein schwarzer Tag für mich gestern aber es geht jetzt besser... Ganz liebe Grüße an alle anderen tapferen Chemo-Mitstreiterinnen! Michi |
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#2
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Hallo Michi,
an den Tag als es bei mir soweit war erinnere ich mich immer noch ungern.Ich weiß nicht was mehr weh tat Seele oder Kopfhaut. Das ungute Gefühl wenn man die Perücke abnimmt, ist bei mir dann doch schneller vergangen als ich dachte. Am 1.Aug. hatte ich meine letzte Chemo. Seit Oktober sprießen die Haare wieder.Zuerst an den Beinen (braucht keiner ) auf dem Kopf zuerst ganz grau.Inzwischen sind sie ca 2cm lang und recht dunkel. Freu Dich schon mal auf die Zeit wo es wieder sprießt. Ein schönes Gefühl. Lieben Gruß Marita |
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#3
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Guten Morgen liebe Michi,
lass Dich erst einmal ganz feste und lieb in den Arm nehmen ! Letzte Woche war ich beim Friseur und hab mir vorsorglich einen radikalen Kurzhaarschnitt verpassen lassen , dabei sind die Tränen gerollt und die Seele hat gelitten. Nach der ersten Chemotherapie am Montag lange ich immer wieder in die kurzen Haare und erwarte dass ich ein Büschel in der Hand halte. Mir graut davor, stehen Haare doch für soviel! Aber dann sag ich mir, dass es im Grunde eines der kleineren Übel ist bei diesem ganzen nicht freiwillig gewählten Zenober. Ich bin überzeugt, dass trotzdem auch bei mir das Entsetzen da sein wird und die nächsten Tränen fliesen werden.Michi, ein dickes Bussi für den herrlichen Deal mit Deiner Chemotherapie!!! Herzlichen Glückwunsch!!! Da kannst Du richtig stolz drauf sein .Ich befürchte, dass wir noch durch einige Täler wandern werden, und es ist gut, dass wir uns dabei helfen und unterstützen können!!! Ich hab gar nicht gewußt, dass ich soviele Tränen hab und soviel Heulen kann. Tja, Frau lernt nicht aus... ! Wünsche Dir weiter viel Kraft, freue mich immer von Dir zu lesen, bis bald, Lundup |
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#4
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Liebe Michi,
nicht verzagen! Du arbeitest an der richtigen Einstellung. Wenn die Haare ausgehen, wird der Krebs halt offensichtlich und das tut weh, ist irgendwie demütigend. In der Zeit habe ich mich mit dem Gedanken getröstet, die Chemo wirkt, denn sie erreicht schon die schnellwachsenden Haarzellen, dann wird sie auch die schnellwachsenden Krebszellen erreichen. Außerdem fand ich die Zeit der Glatze sehr intensiv. Auf der einen Seite spart man viel Geld für Friseur und Pflegemittel, auf der anderen Seite geht das 'Stylen' morgens sehr viel schneller. Ja und wenn dann eine sanfte Brise über das Haupt streift, das hat was. Oder unter der Dusche, wenn die warmen Wasserstrahlen auf den Kopf prasseln. Du wirst sehen, Du gewöhnst Dich schnell an das blanke Haupt. Wenn Du dann vor dem Spiegel stehst, schau mal ganz genau hin. Auch Dein Gesicht wird dann ein gewisses Etwas ausstrahlen. Ich meine, wenn Du diese Nebenwirkung akzeptiert hast, strahlt Dein Gesicht auch diese Kraft aus. Irgendwann werden die Haare wieder wachsen. Wer weiß, vielleicht bekommst Du wie ich den Kopf voller Locken? Oder gar eine andere Farbe? Ich wünsche Dir weiterhin den Mut und die Kraft in dieser bescheidenen Situation das noch so kleinste positive Detail nicht zu übersehen. Mit einer Prise 'Tumor-Humor' geht alles ein wenig leichter. Liebe Grüße Heike
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Ich habe nicht mit Krebs gerechnet, der Krebs hat nicht mit mir gerechnet. Nicht mit meiner Phantasie, meiner Lernfähigkeit, meinem Überlebenswillen... Ursula Goldmann-Posch |
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#5
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Liebe Michi,
lass Dich mal ganz doll drücken. Kenne dieses Sch..gefühl auch. Habe inzwischen schon das dritte Mal "Hare lassen müssen". Wobei ich sagen muss,die ersten zweimal waren eigentlich die schlimmsten.Diesmal hat meine Tochter Hand angelegt.So blieb mir der Gang zum Friseur erspart. Habe auch immer gesagt: Wenn die Haare fallen,dann wirken die Medis. Und bei mir war es so. Inzwischen renne ich mal wieder "oben ohne " durch die Welt.Und ich finde,das ich total super aussehe.War sogar am Samstag beim Fotografen,und habe ganz tolle Bilder machen lassen. Meine Tochter war total begeistert.Nach Aussagen meiner Tochter,habe ich ausgesehen wie ein ganz mondäner Vamp,aber eben "oben ohne". Werde morgen die Bilder das erstemal sehen und bin schon ganz gespannt. Meine Kids finden Mutter ohne Haare einfach nur noch cool. Also lass den Kopf nicht hängen,die Haare werden schöner als vorher.War bei mir auch immer der Fall. Für Deine weitere Behandlung wünsche ich Dir alles ,alles Liebe. Liebe Grüsse Elli |
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#6
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Hi Michi,
ich fand das eigentlich ganz witzig, als die Haare so ausgingen. Aber jetzt wo sie ganz weg sind find ichs doch ätzend. Hab weder Gesicht noch Hals noch Kopfform für ne Glatze und sehe soooooo dooooof aus. Hab mich jetzt doch mit der Perücke angefreundet und werde von vielen Leuten angesprochen, wie gut mir meine neue Haarfarbe steht *g* Meine Perücke juckt oder nervt auch wenig, liegt vielleicht am Winter, alsop ich ertrag sie auch in der Wohnung ganz gut. Nur Mut, so schlimm isses nicht. Wir sollten mal Fotos sammeln, wo wir die Perücken verkehrt rum aufsetzen, das sieht bei meiner voll cool aus *g* Viele Grüße, Eleve |
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#7
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Hallo Barbara,
achja, war meine Mütze für den Winter kuschelig. Hatte mir extra so eine Russenmütze, komm jetzt nicht auf den Namen, gekauft. Schön mit Fell innen und Ohrenklappen...Wie hast Du damals den Winter überstanden? Viele Grüße Heike
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Ich habe nicht mit Krebs gerechnet, der Krebs hat nicht mit mir gerechnet. Nicht mit meiner Phantasie, meiner Lernfähigkeit, meinem Überlebenswillen... Ursula Goldmann-Posch |
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#8
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Liebe Michi,
hab' mir bei'm ersten sich lösenden Haarbüschel von meinem Mann eine flotte Glatze scheren lassen ![]() Und fand's OK )Hab dann mein Interesse vielen verschiedenen Mützen und Schals zugewandt und keinen Gedanken an eine Perücke verschwendet. Ansonsten war voll auf das Durchstehen der Chemo- und Bestrahlungszeit und die Nebenwirkungen konzentriert. Meine Eitelkeit hab' ich mit Schminken wg. fehlender Augenbrauen und Wimpern bedient. An mental coolen Tagen wurden lange baumelnde Ohrringe ausprobiert ![]() Dir alles erdenklich Gute wünscht mit herzlichen Grüßen
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Ilse |
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#9
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Hallo Ihr Lieben,
hatte ja letzten Freitag meine erste Chemo. Heute habe ich mir die Haare abrasieren lassen und die Perücke wurde angepasst. Ich für meinen Teil habe mir gedacht, dass ICH BESTIMME wann und wie ich Haare verliere. Weder die Krankheit noch die Chemo hat da ein Wörtchen mitzureden !!! Bin heute mächtig stolz auf mich und sehr froh, dass ich so entschieden habe. Thema Haare erstmal erledigt ! Kopf hoch Mädels !!! Liebe Grüße Ute |
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