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Alt 13.01.2010, 21:50
Mark aus Niedersachsen Mark aus Niedersachsen ist offline
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Registriert seit: 03.04.2009
Ort: Ovelgönne
Beiträge: 29
Standard AW: Meine Mutter 62Jahre, und der Krebs wächst weiter,

Heute war ein schöner Tag.
Ich bin nach der Arbeit zu ihr ins Krankenhaus gefahren.
Sie lag im Bett und jammerte einwenig vor sich hin.
Nachdem wir uns nun begrüßt hatten, bot ich ihr an das Gesicht zu waschen,
mit der Begründung dass sie "Schlaf" an den Augen hat.
Aber tatsächlich hatte sich teilweise eine dünne Hautschicht gelöst, ähnlich wie bei einem Sonnenbrand.
Innerlich war ich erschrocken. Ich denke es kommt durch die Bestrahlung.
Ich wusch sie also mit dem Lappen im Gesicht und anschliessend an den Armen.
Nachdem ich damit fertig war habe ich sie dann eingecremt, da die Haut bei ihr sehr trocken ist.
Sie hatte es richtig genossen, so "betüddelt" zu werden.

Nebenbei, sagte ich ihr, dass ich gerne mit ihr zur Cafeteria fahren möchte um mit ihr dort einen frischen Kaffe zu trinken.
Und auch evtl. ein Stück Kuchen zu essen.
Ich bot ihr an einen Rollstuhl zu besorgen, und sagte dass es ihr gut tun wird
mal wieder was anderes zu sehen.

Sie war damit einverstanden und ich habe mich dann auf dem Weg gemacht um einen Rollstuhl zu besorgen.

Somit fuhren wir dann mit dem Rollstuhl zur Cafeteria.
Sie suchte sich zwar keinen Kuchen zum Kaffe aus, aber dafür lieber einen Karoffelsalat.
Ich lachte und habe sie gefragt ob sie "schwanger" sei und dann lachten wir beide.
Ich habe sie diesmal nicht gefüttert und sagte ihr, dass der liebe Gott ihr Links und Rechts zwei gesunde Arme mit Händen geschaffen hat, die man zum essen gut einsetzen kann.
Also hat sie selbst Essen müssen.
Ich ging auch nicht weiter darauf ein, obwohl ich sah, dass es ihr einwenig schwer fiel.
Aber ich will ihr nicht alles abnehmen, sofern sie es selber kann.
Ich wollte sie damit auch ein bischen fordern und habe sie gelobt, wie toll
doch alles funktioniert.

Wir unterhielten uns nebenbei und ich erzählte ihr, dass mein Vati heute zusammen mit meiner Schwester den Haushalt auf Vordermann bringen.
Ich versuchte so wenig Worte zu finden, wie es geht über ihren Gesundheitszustand.

Wir haben es richtig genossen
Es tat uns gut.

Ich brachte sie dann zurück ins Zimmer und half ihr aus dem Morgenmantel und aus dem Rollstuhl.
Anschliessend machte ich mich dann langsam auf dem Weg und nahm noch Schmutzwäsche mit.
Auf den Weg Nachhause, bin ich kurz noch bei meinen Vati gewesen um dort frische Wäsche einzupacken und ihm von Heute zu erzählen.
Er hatte sich sehr darüber gefreut, sowas zu Hören.

Morgen werde ich ihn nach der Arbeit abholen um dann gemeinsam mit Beiden
zur Cafeteria zu fahren.
Und dann werde ich erst wieder am Sonntag zu ihr fahren.
Am Freitag und Samstag ist für weiteren Besuch von ihren Freunden und
ehem. Kollegen gesorgt. Ich bleibe ja mit ihr im telefonischen Kontakt.

Mama und wir(Familie) wollen gemeinsam, dass sie wieder Nachhause kommt
und wir werden immer Kämpfen, egal wie groß der Gegner sein wird.

Ich wünsche Euch einen schönen Abend.

Liebe Grüße
Mark
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