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Alt 16.08.2006, 19:38
AndreaU AndreaU ist offline
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Registriert seit: 31.07.2006
Ort: Kreis Böblingen
Beiträge: 211
Standard AW: hirnmetastasen, wer hat erfahrung????

Hallo Sabine,
ich habe gestern meine Eltern besucht. Meine Mutter war wieder etwas wacklig auf den Beinen, ihr wahr schwindlig. Übers Wochenende und am Montag ging es ihr sehr gut. Trotzdem waren wir gestern auf dem Friedhof, sie wollte mit mir zu den Gräbern meiner Omas gehen. Danach sind wir in der Friedrichsau im Biergarten gesessen und haben die Sonne genossen. Es war sehr schön. Dank des Rollstuhls kommt meine Mutter auch überall hin.
Nur zu Hause die treppen hoch, das hat sie kaum geschafft. Aber da war heute jemand da um zu prüfen ob sie mit einem Treppensteiger klarkommen. Ich werde später ncoh telefonieren und hören ob das klappt.
Meine Elternn haben beide ihre Körper nach dem Tod der Uni Ulm vermacht. Damit gibt es später kein Grab, d.h. auf einem großen Grabfeld stehen Grabsteine mit den Namen der Verstorbenen, aber ein richtiges Grab mit Blumen und so, das gibt es nicht. Es gibt auch keine Beerdigung, nur einmal im Jahr findet im Münster für alle Angehörige ein Trauergottesdienst statt, den die Studenten der Uni organisieren. Ich weiß das, weil schon meine Oma ihren Körper der Uni vermacht hatte. Ich glaube auch, daß meine Mutter mir zeigen wollte, wie das später aussieht. Grund für ihre Entscheidung war, daß weder mein Bruder noch ich später einmal uns um das Grab kümmern müssen.
Jedenfalls war das gestern ein guter Anlaß mit ihr ohne direkten Bezug darüber zu reden, wie es einmal sein soll, wenn sie gestorben ist. Die Uni holt die Toten sehr schnell ab, so daß ein längeres Abschiednehmen zu Hause nicht möglich ist. Bei meiner Oma vor 8 Jahren wurde dann ein Trauergottesdienst gemacht mit allen Verwandten und Freunden. DAs war sehr feierlich und ein Anlaß zum Abschied nehmen. Die Trauerfeier im Münster monate später war auch noch schön, aber doch Monate später.
Konntest Du mit Deiner Mutter schon darüber reden, wie sie sich mal ihre Beerdigung oder ihr Grab vorstellt.
Eigentlich ist es - auch ohne Krankheit - ein wichtiger Punkt, der mit seinen Angehörigen besprochen werden sollte. Wie denkst Du darüber?
Liebe Grüße
Andrea
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