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Hallo alle zusammen,
in den letzten Tagen habe ich immer wieder eure Beiträge hier im Forum durchgelesen. Es macht sehr traurig, immer wieder zu lesen, dass ein lieber Mensch gehen musste. Und doch bin ich immer wieder von eurer großen Hoffnung überrascht. Meine Hochachtung. Ich lese immer wieder, man darf die Hoffnung nie, niemals aufgeben. Aber das ist so verdammt schwer. Ich möchte kurz einmal unsere Geschichte erzählen, vielleicht gibt es jemanden der etwas ähnliches erlebt hat, und vielleicht kann mir auch jemand meine Fragen beantworten. Bei meinem Schwiegervater (57) wurde am 24.2.03 Rippenfellkrebs diagnostiziert. In der erster Woche waren mein Mann und ich wie vor den Kopf geschlagen. Unheilbar, sagten die Ärtze. Nur verkleben und dann abwarten, Chemo erst zum Schluß, um die Schmerzen zu lindern. Mein Schwager ist selbst Artz und mein Vater hat bei der BG gearbeitet. So bekamen wir eigentlich innerhalb von einem Tag alles über diese Erkrankung zu hören. Und ich habe angefangen im Internet zu suchen, und nun bin ich hier gelandet. Viele von euch raten immer wieder, man darf nicht aufgeben, man muß kämpfen, man sollte etwas unternehmen. Und hier fängt die eigentliche Geschichte an. Mein Schwiegervater ignoriert seine Krankheit einfach, er ist jetzt aus dem Krankenhaus raus und lebt genauso weiter wie vorher. Ich glaube, wenn dies sein Wunsch ist, so soll man ihn auch lassen. Was ich nur so unfair finde, ist, dass er meiner Schwiegermutter scheinbar nur die halbe Wahrheit erzählt hat, oder es anders zurecht gebogen hat. Jedenfalls glaubt sie nun, er wäre um die Chemo gerade noch so mal eben herum gekommen, der Tumor ist ja jetzt verklebt, so kann er nicht ausbrechen, damit kann man noch 20! Jahre leben. Ich finde das so unfair. 2 - 3 mal in der Woche bringe ich unsere kleine Tochter (9 Monate) zu ihnen, und immer wieder muß ich schlucken, wenn ich sie so glücklich sehe. Oder ist es besser so? Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass wir es nicht ändern können und auch nicht werden. Hat jemand von euch so etwas schon mal erlebt? Kann er mir Erfahrungen mitteilen. Und was ist, wenn die Schmerzen schlimmer werden.? Wie ist das? Was kann ich tun, damit meine Schwiegermutter dann nicht in ein tiefes Loch fällt? Denn das wird sie, da bin ich sicher. Wie können wir dann meinem Schwiegerpapa helfen? Worauf muß man vorbereitet sein. Ich weiß, es ist vermutlich sehr schwer, diese Fragen zu beantworten, aber ich würde mich trotzdem freuen, wenn ihr euch melden würdet. Euch allen, von denen ich auf diesen Seiten gelesen habe wünsche ich alles Gute, viel Hoffnung und Kraft. Unser Trauspruch war/ist: Glaube, Liebe, Hoffnung, diese drei werden bleiben, doch am höchsten steht die Liebe. In diesem Sinne möchte ich mich jetzt verabschieden. Viele liebe Grüße, Christina. |
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