Erfahrungsaustausch, Teil 2
Hallo Lemona,
Du sprichst mir mit Deiner Einstellung aus der Seele! Genau wie Du habe ich bei meiner Entscheidung, ob Total-OP oder nicht, auch gedacht. Ich bin zwar schon 41, habe aber vor 2 Jahren ja noch ein Kind bekommen. Wir haben auch mit der Kinderplanung offiziell abgeschlossen, aber psychisch ist es ein riesengroßer Unterschied, ob man nicht mehr WILL oder nicht mehr KANN. Dazu kommt, dass ich eigentlich gern noch ein Geschwisterkind für den Kleinen gewollt hätte, wir uns aber aus reinen Vernunftgründen dagegen entschieden haben. Ich kann aber auch diejenigen verstehen, die keine Wahl hatten, weil der Krebs eben keine andere Therapie als die Total-OP zuließ. Für diese Frauen ist es sicherlich auch nicht immer leicht gewesen, sich in einem relativ jungen Alter ohne Reproduktionsorgane und plötzlich in den Wechseljahren wiederzufinden, aber es gab schließlich keine Alternative, die wir glücklicherweise haben oder hatten. Schon darüber können wie froh sein, denke ich. Ob man sich dann mit einer Krebsdiagnose tatsächlich für ein weiteres Kind entscheidet, ist eine andere Sache und hängt sicherlich davon ab, wie wohl man sich fühlt und ob man gesundheitlich dauerhaft in der Lage ist, die erneute Belastung Kleinkind zu tragen. Ich wünsche Dir hierfür von Herzen einen "freien Kopf". Liebe Grüße
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