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#1
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Hallo Ihr Lieben,
nachdem Helmut genau das Gegenteil meiner Überzeugung beschrieben hat, habe ich noch meine Frau um Ihre Meinung gebeten. Die Antwort kam kurz und knackig: Erst den Camino und dann, wenn noch nötig eine OP. Diese Antwort ist also eine Bestätigung meiner Überzeugung. Ich habs zwar nicht ganz so krass ausgedrückt aber es ist die gleiche Aussage. Aber ganz wichtig ist, da sind wir uns glaube ich, alle einig: Die Entscheidung trifft allein die Mutter von enim. Wir wünsche ihr die für sie, richtige Entscheidung. Diese Entscheidung wird, davon bin ich überzeugt, mit Gottes Hilfe getroffen werden. Es wird auch die, für enims Mutter, richtige sein. Wer uns kennt, Helmut, weiß, dass wir eigentlich immer die gleiche Meinung vertreten haben (hier im KK), aber heute weiche ich davon ab, aus Überzeugung. Auch wenn ich Deinen Beitrag, insbesondere aber Deine christlichen Passagen, sehr gut nachvollziehen kann. Meine Erfahrung mit fast der gleichen Stelle an der der Krebs ist, haben mir geholfen, meine Empfehlung zu geben. Jetzt noch zur medizinischen Versorgung: Unsere gesetzlichen Krankenkassen sind verpflichtet in jedem Fall die notwendige medizinische Versorgung zu bezahlen. Auch einen Krankenrücktransport, wenn medizinisch notwendig. Ein Rücktransport ist in diesem Fall sicherlich nicht notwendig, denn die spanischen Ärzte sind sehr gut ausgebildet - auch das weiß ich aus eigener Erfahrung. (Sie kann ja die Diagnose ihres Arztes zur Sicherheit mitnehmen.) Ich hoffe, mit dieser Ergänzung meines Beitrages von heute morgen, meine Überzeugung noch deutlicher gemacht zu haben. Ein gutes Wochenende Euch Allen, und alles Liebe Wolfgang PS. Man kann den Weg auch ein zweites Mal (nach dem Krebs z.B.) gehen. Es gibt ihn mit verschiedenen Strecken - dicht an der Küste oder mehr im Land.
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Die im Krebs-Kompass von mir verfassten Texte dürfen auf anderen Homepages und in anderen Foren ohne meine Zustimmung nicht verwendet oder veröffentlicht werden. Das gilt auch für Auszüge aus meinen Texten. Hilfe für Kehlkopfoperierte gibt es auch unter: Bundesverband der Kehlkopflosen und Kehlkopfoperierten e. V. www.kehlkopfoperiert-bv.de Geändert von wolfgang46 (04.08.2012 um 18:40 Uhr) Grund: Formatierung und Satzkorrekturen |
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#2
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Erst mal möchte ich mich für die vielen ausführlichen Antworten bedanken, die auch noch so schnell kamen!
Vielleicht noch einmal zur Klarstellung: Meine Mutter ist nicht religiös, möchte den Camino aber gehen, um alleine eine Herausforderung bzw. ein Abenteuer zu meistern. Mit Gott etc. hat das nichts zu tun. Alle eure Beiträge haben mir zu denken gegeben, sowohl die, die mich eher bestätigten, als auch die anderen. Eine Herangehensweise kann ich jedoch nicht nachvollziehen (die kam wohl von Wolfgangs Frau): Zitat:
Für mich wäre das beste Szenario noch, dass der Tumor nur ganz langsam oder vielleicht gar nicht weiter wächst und es zu keiner Metastasenansiedlung kommt. Worst case: Tumor wächst stärker und Metastasen in den naheliegenden Lymphknoten, der Lunge und wer weiß noch wo. Wie es da mit den Wahrscheinlichkeiten aussieht, kann vermutlich keiner sagen... Geändert von enim (04.08.2012 um 19:32 Uhr) |
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#3
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Hallo Wolfgang,
das wir verschiedener Meinung sind kommt ja eher selten vor , aber das:Zitat von wolfgang46: Die Antwort kam kurz und knackig: Erst den Camino und dann, wenn noch nötig eine OP. kann ich überhaupt nicht nachvollziehen und auch nicht die Zeit die jetzt für die Krebsbekämpfung "vergeudet" wird. Sorry, hört sich vielleicht hart an, aber so sehe ich das. 6 Wochen sind einfach zu lange. Dass man im Notfall nach Hause geflogen wird, ist doch gar nicht relevant, dass der Tumor so schnell wächst dass sie keine Luft mehr bekommen könnte, ist ja gar nicht das Thema. Aber der Tumor könnte, um nicht zu sagen wird, dann nicht mehr so leicht zu behandeln sein wie jetzt. Er wird in den 6 Wochen sein Wachstum nicht mal einfach so anhalten. Aber in einer Sache sind wir uns hier ja Alle einig, das letzte Wort hat Enims Mutter. Ich hoffe die Ärzte können sie überreden JETZT mit der Therapie anzufangen und später den Weg zu gehen. Lieber Wolfgang, trotzdem natürlich einen herzlichen Gruß von mir ![]() Hallo Hemut, ich sehe das komplett ganz genauso. Lieben Gruß ![]() Hallo Enim, Zitat: Das wirkt auf mich geradezu absurd. Entweder stößt hier mein Krebsverständnis an Grenzen oder es kollidieren Weltanschauungen. Geht mir genauso Zitat: Wie es da mit den Wahrscheinlichkeiten aussieht, kann vermutlich keiner sagen... Nein, kann keiner, aber wenn sie schon das Glück hat dass der Tumor so früh entdeckt wurde, das ist ja leider auch nicht immer so, soll sie ihr Glück beim Schopf packen, dem Krebs in den Hintern treten und danach frei und stark den Weg gehen. Ist meine Meinung. Lieben Gruß an Alle Wangi
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#4
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Hallo Wangi,
das wir unterschielicher Meinung sind, hat ja nichts damit zu tun, dass wir uns mögen. Da habe ich überhaupt keine Bedenken, da wird sich auch so schnell nichts ändern. Es gibt eine chinesische Weisheit: "Wer lange krank ist, wird selbst zum Arzt!" Das bedeutet für uns, dass wir mitlerweile über unsere Krankheit soviel Wissen und Erfahrung gesammelt haben, dass wir unsere eigene Situation oft besser einordnen können, wie unsere Ärzte. Unsere Informationen helfen dem Arzt uns zu helfen. Ich habe in meinen Beiträgen meine Erfahrung mit meinem Krebs dargestellt und mit den Informationen von enim verglichen. Krebs an gleicher Stelle, nur andere Körperseite; Alter seiner Mutter ist auch mit meinem Alter vergleichbar. Vom Beginn meiner Erkrankung bis zur OP waren es ca. 12 Monate da am Beginn der Krebs noch nicht gleich erkannt worden war. Nach Aussage meiner damaligen Ärzte und der Aussage eines befreundeten Arztes der in der Krebsforschung arbeitet, habe ich meine Aussage, dass der Krebs bei höherem Alter des Betroffenen langsamer wächst als bei jungen Menschen, getroffen. (Dieses soll statistisch belegt sein.) Wenn dann derjenige auch noch dagegen ankämpft, wird der Körpereigene Widerstand gegen den Krebs gestärkt. Auch dieses Wissen habe ich von meinen Ärzten. Bei mir hat die Misteltherapie geholfen nach der Bestrahlung das Immunsystem wieder stark zu machen. Das sind die Gründe mit denen ich meine und die Meinung meiner Frau stütze. Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, dass enims Mutter gut daran tut, ihren Jakobsweg zu gehen. Ob sie nun durch Gott oder durch sich selbst die Kraft gegen den Krebs findet, ist mir egal. Das Ergebnis zählt. Vielleicht findet sie auf diesem Weg sogar zu Gott. Ich wünsche ihr, dass sie schnell wieder gesund und krebsfrei wird. Ganz lieben Gruß Dein Wolfgang @ enim vielleicht hilft Dir meine jetzt ausführlichere Beschreibung, meine Empfehlung besser zu verstehen. Auch Dir einen lieben Gruß Bitte grüße auch Deine Mutter von uns und wünsche ihr alles Gute. Von mir darfst Du ihr sehr gerne eine gute Pilgerreise wünschen. Vielleicht berichtet sie hier danach, wie es ihr ergangen ist. Noch einmal alles Liebe Wolfgang PS. Meine Krebsgeschichte hat mich auch wieder näher an den Glauben geführt.
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