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#1
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Hallo Vavi,
mensch, mir fehlen die Worte und doch kann ich alle Deine Gedanken nachvollziehen. Die Angst, dass unsere Papas einfach nicht mehr da sind, ist schrecklich. Wir weinen auch viel, auch vor Papa - aber auch mit ihm. Bei uns ist es ja (noch) so, dass, wenn wir es nicht wüßten, alles normal wäre. Ihm tut sein Bein weh von den Knochenmetastasen aber noch nicht soo sehr, dass er Schmerzmittel will. Manchmal spürt er gar nix. Am Montag bekommt er die 2. Chemo und nächste Woche den Port. Ich kann Dich soo gut verstehen... aber leider können wir nicht mehr tun, als für sie da zu sein, das ist schon viel wert - auch wenn es oft uns nicht genug ist... Ich wünsche Euch allen, ganz, ganz viel Kraft für den nächsten Chemo-Zyklus und drücke Euch ganz fest die Daumen. Ganz liebe Grüße, Myri |
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#2
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Ach liebe Vavi, es tut mir so leid zu hören, was ihr heute durchmachen musstet! Ich kann dich so gut verstehen und deine Gedanken nachvollziehen. Wir waren (oder sind) ja selbst in fast der gleichen Situation! Meinem Papa wurde ja vor zwei Wochen gesagt, dass keine Therapieform mehr etwas bringen würde.
Ich war in dem Moment sowas von geschockt, dass ich nicht mal weinen konnte. Als ob es mich gar nichts angehen würde, erst als ich alleine war begann ich zu schreien und zu weinen - und es tat gut alles rauszulassen! Dass diese blöde Krankheit schon sehr fortgeschritten ist, das wissen wir! Dass unsere Väter nicht sehr alt werden, das wissen wir auch. Aber es weiß auch kein Anderer wann er schlussendlich gehen muss, auch bei uns "Jungen und Gesunden" nicht! Ihr müsst das jetzt alles mal verdauen, das dauert! Gut, dass dein Papa den 3. Chemozyklus noch macht, gut, dass er die Hoffnung nicht aufgibt, das ist sehr wichtig finde ich! Auch mein Papa gibt trotzdem die Hoffnung nicht auf, nämlich die Hoffnung noch eine "halbwegs" gut Lebenszeit zu haben! Und ich denke dein Papa ist genauso ein Kämpfer wie meiner! Sie müssen irgendwann mal gehen, ja, vielleicht kann man sagen, sie haben jetzt so eine Art "Stempel" auf ihnen, aber das muss nicht morgen sein, nicht übermorgen und auch nicht in einem Jahr. Man weiß es nicht, auch Ärzte können es nicht wirklich sagen, weil jeder Mensch anders ist. Darum bitte niemals die Hoffnung aufgeben, macht das beste aus der Situation und denkt nicht ans Sterben sondern ans Leben! Es ist schwer, ich weiß! Mir geht es auch nicht immer gut. Es gibt Tage, das geht es gar nicht. Ich fühle mich außerdem schon seit längerer zeit ein wenig kränklich aber das ist weil ich zu wenig für mich mache denke ich. Ich werd es jetzt auch wieder in Angriff nehmen mich um mich auch wieder ein wenig zu kümmern und mir gutes zu tun! Du musst auch auf dich schaun, das ist ganz ganz wichtig! Genießt die Zeit wo es deinem Paps noch "halbwegs" gut geht, keiner weiß wann diese Zeit vorbei ist, auch wir Gesunden nicht. Das ist mein Trost! Lass dich drücken, du bist nicht alleine! |
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#3
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Hallo Vavi,
mein Papa bekommt am Montag erst zum 2.Mal die Chemo. Heute war der Termin zur Besprechung für die Bestrahlung. Es wird dann entschieden, ob das parallel laufen kann oder die Chemo ausgesetzt werden soll für die Zeit der Bestrahlung. Ich bin da allerdings nicht dafür, ich finde, dass die Chemo vorrangig ist. Denn noch hat er nicht die Riesen-Schmerzen im Bein, er hält es gut aus meinte er. Obwohl er inzwischen Novalgin-Tropfen zu Hause hat, er will sie noch nicht nehmen... das muß er entscheiden, ich kann ihm nicht überall "reinreden". Aber die Chemo aussetzen finde ich gar nicht gut. Dein Papa ist auch ein Kämpfer, er will die nächste Chemo - die Hoffnung nicht aufgeben, das ist ganz wichtig und ich muß mir das auch immer wieder sagen. Ich bin wie Gina auch am kränkeln, ich bin in solchen Situationen wenn Streß oder sonstiges auf mich einprasselt ganz schnell anfällig für alles mögliche an Krankheiten. ![]() Ich muß auch noch an mich denken lernen... gar nicht so einfach aber sonst klappen wir auch noch zusammen ![]() Fühl Dich ![]() Liebe Grüße, Myri |
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#4
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Huhu...
ich danke euch ,für die netten Worte!!!Ja seit dem ich hier im Forum bin,merke ich immer mehr das ich damit nicht alleine bin... Der Arzt heißt es nicht für gut das Papa noch einen Kurs machen will...Aber man kann ja nicht "nein" sagen!!!Er darf einfach kein Infekt bekommen,das Blutbild ist so schlecht schon mal gar keine Lungenentzündung .Ich war auch 14 Tage am kränkeln,heute wo ich zur Arbeit bin,dachte meine Chefin gar nicht mehr daran mich wieder zusehen,wir haben heute geredet und ich werde dann wohl erstmal auf halbtags gehen...sie dachte ich mache die Ausbildung nicht weiter...Aber was bringt mir dass?Davon wird mein Papa auch nicht mehr Gesund,wir wissen es noch nicht so lange,aber irgendwie ist es schon schon so weit fortgeschritten Der Arzt hat ja gefragt wie die Verhältnisse bei uns sind,da meinte Papa er wohnt bei mir...Da meinte er es sei sehr schwierig die pflege von eines so Kranken Menschen zuhause zu bewerkstelligen.Da ich in der Ausbildung bin,hat er halt das Hospiz angesprochen .Dort wird einem sehr viel abgenommen.Man bekommt Unterstützung und man kann die zeit mit Papa NUR mit Papa genießen,da die Pflege zuhause nicht die ganze Zeit am Tage in Anspruch genommen wird,lieber die die es beruflich machen.Er hat 24std. Betreuung und Ärzte zur Sicherheit .So können wir uns auf ihn konzentrieren und noch schöne Dinge in Erinnerung behalten. Ich wiederum habe das Gefühl ihn abzuschieben.Aber bis dahin hoffe ich haben wir noch etwas...zwar nicht viel aber es wird nicht morgen sein... Wir warten jetzt die Woche ab,aber er soll am besten schon heute ins KH,aber Papa will erst Montag,er hat aber versprochen wenn es ihm noch schlechter geht sofort einen KW zurufen...Damit war der Arzt einverstanden. Leider müssen wir da durch ![]() Lg |
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#5
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...ich muss es nochmal schreiben, liebe Vavi, du machst das ganz toll.
LG Carmen
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Mein Schatz: 10/2012 Diagnose Pankreaskarzinom mit Metastasen am 23.02.2013, in meinen Armen eingeschlafen ![]() ![]() Hier kann man unseren Weg nachlesen (Achtung, sehr lang) http://www.krebs-kompass.org/showthread.php?t=57813 |
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#6
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Danke Carmen es ist immer wieder gut so etwas zuhören/lesen...
das gibt einen noch viel mehr Kraft
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Mein Papa war durch und durch ein Kämpfer,leider ging er am 22.03.2013 ins Licht.Papa wir vermissen dich und sind stolz auf dich.Du bist der beste.Ich liebe dich.Wir sehen uns irgendwann wieder ![]() Wir müssen lernen,ohne dich zu leben. Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt uns, mit dem Unbegreiflichen zu leben. Was bleibt,sind die schönen Erinnerungen. |
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#7
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Liebe Vavi,
bin hier selbst als Tochter unterwegs. Mein Papa hat auch Lungenkrebs und eine Knochenmetastase am Wirbel. (Nieraucher, immer gesund gelebt - umso unfairer und überraschender war das Ganze) Damals sagte man uns auch was von 3-6 Monaten. Als die Chemo dann lief, dachte ich auch, dass das eintreffen wird. Er hatte so abgenommen, war so schwach. Ich studiere Medizin - wusste also auch immer was das alles ganz genau bedeutet. Ich hab damals versucht nie den Gedanken zuzulassen, dass dieser Krebs ihn mir jetzt wegnimmt. War damit nicht immer erfolgreich und ich weiß, dass es das schlimmste und hilfloseste Gefühl ist, seinen Papa, seinen Helden dort so liegen zu sehen. Die ganze Leichtigkeit, Lebensfreude ist einem komplett genommen. Heute - 2 Jahre später - ist er wieder ganz der Alte mit etwas Narbengewebe im Körper. Punkt. Ich will dir nur sagen, dass du nicht allein bist und dass es auch bei dieser Krankheit kleine Wunder gibt. Heute waren wir erst wieder beim Ct. Beim Ärztegespräch berichtetet er uns, dass er auf der Onkologie einen Patienten hatte, der es 11 verdammte Jahre geschafft hat mit Lungenkrebs im Stadium 4 zu leben. Das Wichtigste ist, dass du für ihn mitkämpfst. Wenn er einen 3. Chemozyklus will, kriegt er den auch. Und ganz egal wie sehr euch die Ärzte entmutigen - denkt immer, dass genau diese Chemo jetzt das Monster besiegt. Ich wünsche euch von Herzen alles Gute und viel Kraft auf all euren Wegen! Luisa |
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