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#1
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Liebe Edda,
es tut mir sehr leid, dass Ihr so ein schweres Schicksal zu tragen hattet und Du nun ohne Deinen lieben Franz leben musst. Ich kenne das Gefühl, dass man glaubt, dass es gerade die lieben Menschen so schwer und so häufig trifft. Manchmal denke ich, dass man dieses große Glück, einen Teil seines Lebens mit so besonderen Menschen teilen zu dürfen, damit bezahlt, dass die Zeit viel zu kurz ist. Aber das ist natürlich nicht so - es erscheint uns nur so. Mein Vater war auch ein Mensch, der jedem Tier und jedem Menschen behilflich gewesen ist. Wenn er eine kleine Raupe auf der Straße gesehen hat, hat er sie auf die andere Seite getragen, damit sie nicht überfahren wird. Und nun ist er nicht mehr bei uns. Es tut unendlich weh. Liebe Edda, wir können sehr glücklich darüber sein, dass wir Menschen wie Deinen Franz und meinen Vater an unserer Seite hatten. Mehr dürfen wir leider nicht mehr verlangen..... Ich wünsche Dir alles, alles Gute. |
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#2
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Hallo Ihr lieben drei trauernden Menschen!
Laßt Euch auch von mir mal ganz fest drücken.......mir fehlen die Worte! Man kennt sich hier nicht und ist sich dennoch so unsagbar nah. Ich mußte wieder weinen, als die Geschichte mit der Raupe las. Mein Franz fuhr viel mit dem Rad, er rettete jede Nacktschnecke, die bei Regen ja gerne zermatscht auf den Wegen liegen. Mit der Hand nahm er sie vorsichtig und trug sie ins Gras. Ich machte es ihm später auch nach, schob sie aber mit einem Stock aufseite. Im Mai 2012 ist mein lieber Vater gestorben. Ja, er ist alt geworden, 88 Jahre. Aber meine Mutter ist völlig am Boden zerstört, sie weint und weint und weint. Mein lieber Franz hat sie damals emotional gestützt, sie sagte immer , der Franz ist meine große Stütze. Ich mußte damals meine "Trauer unterbrechen", da das AML-Rezidiv bei Franz sechs Wochen nach dem Tod meines Vater diagnistiert wurde. Nun ist auch er tot. Ach das Leben ist grausam. Wie soll ich je wieder lachen können, wie soll ich je wieder lieben können? Hätte da ein schlechtes Gewissen meinem Franz gegenüber. Er war so ein lustiger Mensch, immer ruhig, immer geduldig, immer verständnisvoll. Er ertrug mich "Zicke" (manchmal Zicke) mit einer Engelsgeduld. Er war etwas Besonderes!!Meiner Mutter habe ich geraten, sich dringend auch hier anzumelden!! Die beiden kannten sich schon als Kinder, also 80 Jahre, sie hätten am 27.12. 12 6o Jährigen Hochzeitstag gehabt. Ich habe meiner Mutter, als unserer beider Welt noch o.k. war, den PC erklärt von A bis Z, sie kaufte sich mit 80 ihr ersten Notebook, sie hat das so toll gelernt. Seid ganz herzlich gegrüßt!!!UND DANKE FÜRS ZUHÖREN! Edda |
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#3
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Liebe Ilonka!
Dein Dieter ist 2010 von Dir gegangen, darf ich mal fragen , wie Du Dich fühlst? Die Trauer hört ja nicht auf, klar, aber wird sie irgendwann mal weniger? Kommt der Zeitpunkt, an dem sich nicht mehr das ganze Handeln, Denken und Fühlen um den lieben Verstorbenen dreht? Kehrt wieder eine gewisse Normalität in den Alltag zurück? Wie verhalten sich die Mitmeschen? Stell Dir vor, ich werde jetzt!! (10.1.13 Todestag) schon gefragt, ob es mir wieder gutginge. Fassungslos , traurig und offen gesagt auch aggressiv reagiere ich auf so dumme Fragen! Ganz , ganz liebe Grüße Edda |
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#4
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Liebe Edda,
in deinem ganzen restlichen Leben wird es nicht einen Tag geben, an dem du nicht an Deinen Mann denken wirst. Aber : Du wirst Dich abfinden. Weil es eine Tatsache ist, die durch noch so viele Tränen nicht aus der Welt zu schaffen ist. Er war zu krank zum weiterleben. Aber Du, Du wirst weiterleben...weiterleben in dem Bewusstsein, wie froh Du sein kannst, einen so besonderen Menschen an Deiner Seite gehabt zu haben. Liebe Edda, ich umarme Dich auch ganz herzlich.... und Du darfst hier immer wenn Du willst auf ein offenes Ohr hoffen.
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Mein Ehemann Georg+36jährig+1988(NHL) Mein Liebster Joachim+42jährig+1997 (kleinzell. Bronchial Ca.) Ich : 2002 DCIS re.Mamma, operiert, bestrahlt, AHT Meine Schwester Heike +2011(Bronchialca) Unsere Mama +2013(operiertes Glioblastom, Nierenversagen bei Temodal Therapie) Meine Schwester Sandra(45),TN mamma Ca.metastasiert, +21.11.2015 |
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#5
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Liebe Edda,
lass uns zukünftig die Schnecken und Raupen dieser Welt retten ![]() ![]() !!!!!!
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#6
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Liebe Hope,
ja . wir werden alle Raupen und Schnecken retten!! Es ist das erste Mal nach dem Tod meines geliebten Franzes, dass ich wieder lächeln konnte! Dafür danke ich Dir und auch all den Raupen und Schnecken auf dieser Erde.... Liebe Grüße Edda |
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#7
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Das ist sehr, sehr schön!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ganz liebe Grüße |
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#8
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Hallo, Ihr lieben Trauernden,
seit mein Franz nicht mehr bei mir ist, beschäftigt mich immer mehr die Frage, ob es denn wirklich ein Wiedersehen gibt? Ist das Leben nach dem Tod existent oder ist es nur eine Hoffnung jener, die Angst vor dem Sterben haben? Ist es eine Phantasie , die uns so stark gefangennimmt, dass das Gehirn sich weigert, anders zu denken? Ist es ein massives Wunschdenken? Wer liefert Beweise? Es gibt kein reales Beispiel, wie auch. Sterbende, die reanimiert wurden, sahen ja das Licht, das berühmte Licht, Verwandte, die verstorben sind, da wäre das Wiedersehen . Aber da gehen die Meinungen auseinander. Viele meinen, dass das Gehirn überfunktioniert. Der Tod war ein Tabu-Thema für mich, hatte schon fast thanatophobe Ängste, die mich ein lebenlang begleiteten. Ich möchte wissen, ob es ein Danach gibt! Ich möchte meinen Franz wiedersehen. Ich vermisse Dich, so sehr!! Liebe Grüße Edda |
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