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#1
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Hallo Chrissi,
ich habe hier bisher nur still mitgelesen und finde es sehr schlimm, was deine Freundin durchmachen muss. Ich kenne das teilweise aus meiner Familie und weiß, wie sehr das auch Angehörige und Freunde belastet. Ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll. Das Siegelringkarzinom ist ja wirklich sehr aggressiv und der Keim hört sich auch nicht gut an. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass die Ärzte das in den Griff bekommen und ihr beim nächsten Staging gute Nachrichten erhaltet! Liebe Grüße Lia90 |
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#2
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Hallo Lia,
vielen Dank für Deine Antwort !! Kennst Du Dich ein bischen aus mit Magenkrebs bzw. Siegelringkarzinom? Darf ich fragen, wer bei Dir Krebs hat oder möchtest Du das nicht schreiben? Ich habe gerade ein Päckchen zum Geburtstag für meine Freundin abgeschickt mit einer silbernen Kette, in der Hoffnung, dass es ihr Glück bringt ! Ich glaube, der Keim an sich ist nicht so schlimm sagte meine Freundin. Gesunden Menschen tut der gar nichts, bei ihr war er nur minimal festzustellen aber sie mußte dadurch halt leider die Hyperthermie absagen :-(. Montag hat sie den letzten Chemozyklus, wenn die Leukozyten stimmen, dann mal gucken ! LG Chrissi |
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#3
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Hallo Chrissi,
ja, ich kenne mich damit leider aus. Meine Schwiegermutter bekam vor 3 Jahren die Diagnose Siegelringkarzinom im Magen. Leider steht es derzeit nicht gut um sie. Ihre Geschichte ist also leider nicht sehr ermutigend, wenn du das also nicht lesen willst, lass den folgenden Teil lieber aus und lies erst nach der Linie unten weiter. Sie hatte damals ebenfalls Chemo, dann OP und danach nochmals Chemo (wobei sie die bei ihr gemacht haben, obwohl die erste nicht angesprochen hat - umsonst, weil die zweite dann aufgrund der starken Nebenwirkungen abgebrochen werden musste). 1,5 Jahre darauf hatte sie dann leider ein Rezidiv, das aber vollständig entfernt werden konnte. Nun ein Jahr danach sagen die Ärzte, dass der ganze Darm inkl. Bauchfell so aussieht als wäre er befallen. Sie gilt nun als austherapiert, weil sie zu schwach für jegliche Behandlung ist (hat auch nur noch 42 kg). Wir haben die Hoffnung trotzdem noch nicht ganz aufgegeben, auch wenn das für viele albern klingt. Die Ärzte sagen aber selbst, dass es kein Krebs sein muss, der Verdacht aber aufgrund ihrer Krankengeschichte schon sehr nahe liegt. Eine Bauchspiegelung zur 100%igen Abklärung hat meine Schwiegermutter abgelehnt, weil das körperlich zu belastend für sie wäre. Ich weiß, dass das jetzt nicht sehr positiv klingt. Wir dachten auch bis vor wenigen Monaten nicht, dass diese Krebsart tatsächlich so aggressiv ist, obwohl uns das jeder sagte. Ich finde, man sollte in so einem Fall nicht vollständig verdrängen, dass es tatsächlich schlecht ausgehen kann. Trotzdem, finde ich, sollte man sich aber auch nie entmutigen lassen, denn es gibt immer wieder Fälle, die sogar Metastasen besiegen. Die Statistiken sagen ja doch für den Einzelfall nicht wirklich etwas aus. __________________ Super, dass der Keim nicht so schlimm ist - hat sich wohl schlimmer angehört als es ist. Ich hoffe, dass sie den ganz schnell komplett los wird und dann vielleicht doch noch fit genug für die Hyperthermie ist. Ich drück euch ganz fest die Daumen ![]() Lg Lia90 |
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#4
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Hallo Lia,
lieben Dank für Deine ehrliche Antwort und die Möglichkeit, zu wählen, ob ich es lesen möchte ;-). Ja, man sollte sich nichts vormachen aber die Hoffnung nie ganz aufgeben. Es klingt ja wirklich ähnlich mit Deiner Schwiegermutter. Bei meiner Freundin hat die erste Chemo auch nicht angeschlagen, sie wollten erst keine zweite Chemo machen, haben sich aber - vielleicht aufgrund ihres relativ jungen Alters - dann doch dazu entschieden. Diese ist auch wahninnig aggressiv und meine Freundin ist ziemlich am Ende. Montag ist, wenn die Leukos stimmen, der letzte Zyklus. Hat Deine Schwiegermutter jemanden, der sich um sie kümmert (außer Euch). Ich meine Ehemann oder so? Wohnt sie bei Euch in der Nähe? Ich würde mich freuen, wenn wir uns weiter austauschen könnten.... LG Chrissi |
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#5
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Hallo Chrissi,
Das mit der Chemo kenne ich, meine Schwiegermutter war da auch total am Ende, weil die so heftig war. Sie sagt heute, dass sie nicht mehr so schnell eine Chemo machen würde, weil sie in ihrem Fall ja eh nicht geholfen hat und nur anstrengend war. Wann wisst ihr, ob die Lekos stimmen? Und wie sieht es mit der Hyperthermie aus - die Möglichkeit, die zu machen, wenn der Keim weg ist, besteht noch, oder? Meine Schwiegermutter ist verheiratet und Mitte 50, also auch noch relativ jung. Sie hat auch alle ihre Kinder in der Nähe und ich wohne mit ihrem Sohn sogar im selben Haus. Es ist also immer jemand da. Auch eine Freundin kommt fast täglich zu Besuch, eine der wenigen, die nicht aus Angst, wie sie mit der Diagnose umgehen soll, das Weite gesucht hat. Ich finde es toll, dass auch du so für deine Freundin da bist - das ist leider nicht selbstverständlich.LG Lia90 |
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#6
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Hallo Lia,
heute wollten ein paar Freundinnen zu ihr kommen, weil sie heute Geburtstag hat. Da aber die Leukos derzeit nur bei 1500 liegen, sagte ihr der Arzt, es wäre zu riskant, Besuch zu empfangen, wg evtl Ansteckung. Evtl wird die Chemo Montag um ein paar Tage verschoben. Hyperthermie kann sie machen, sobald der Keim weg ist und sie es körperlich schafft. Aber frühestens nach dem letzten Chemoblock. Dass Deine Schwieger nicht alleine ist, ist schön. Ich kann das absolut nicht verstehen, dass sich Leute abwenden..... Es ist das Einzige, was ich für sie tun kann, einfach da sein, was ja leider aufgrund der Entfernung sehr schwer ist :-(. Wie geht Dein Mann damit um? Könnt Ihr über die Situation reden? Meine Schwiegermutter ist letztes Jahr an Krebs gestorben, Männer gehen manchmal ja etwas anders damit um. LG Chrissi |
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#7
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Hallo Chrissi,
oje, das ist schade! Vielleicht kann sie ja bald nachfeiern. Was sagen die Ärzte heute zur Chemo? Wird sie gemacht? Ja, ich verstehe das auch nicht. Ich kann die Angst, wie man mit der betroffenen Person umgehen soll nach so einer Diagnose, vollkommen nachvollziehen, weil ich selbst immer wieder an meine Grenzen gelange und am liebsten vor all dem hier davonlaufen würde, weil die Überforderung teilweise so gross ist. Aber sich deswegen von wichtigen Menschen abwenden, finde ich schrecklich egoistisch. Das tut mir Leid, Chrissi! Es ist schrecklich, wieviele Menschen diese Krankheit trifft... Mein Partner spricht wenig darüber, zeigt seine Gefühle kaum, aber ab und an sprudelt es dann doch aus ihm heraus und meistens kenne ich es ihm auch so an, wenn es ihm schlecht geht.. Das Schwierigste ist, dass ich erst vor Kurzem zu ihm gezogen bin und daher hier noch niemanden kenne, meine Sorgen und Ängste also auch nur telefonisch oder hier im Forum mit jmd. teilen kann und kaum Möglichkeiten habe zwischendurch abzuschalten und der Situation kurz zu entfliehen, um Kraft zu tanken. Wenn dann wieder schlechtere Krankheitsphasen auftreten und ich meinen Partner leiden sehe, ist das ganz besonders schlimm, weil ich weiss, dass ich ihm nicht helfen kann und ich zugleich irgendwie selbst meine Gefühle in den Griff bekommen muss, damit ich stark für ihn sein kann. War es bei dir mit deinem Partner teilweise auch so schwierig? LG Lia90 |
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#8
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Liebe Chrissi,
es tut mir so leid zu lesen, dass es bei euch nicht gut geht. Es liest sich alles so furchtbar. Aber sie kämpft so tapfer. Und sie hat in dir eine tolle Freundin … das ist so viel wert. Die Kette ist eine wundervolle Idee zum Geburtstag. Sicher hat sie Tränen verursacht. Konnte die Chemo heute gemacht werden? |
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