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#1
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Hallo zusammen,
ich will Euch von gestern berichten. Gestern wurde mein Vater wieder stationär auf der Onkologie aufgenommen, um nochmals weitere Untersuchungen machen zu lassen. Ich bin echt wütend. Wir haben gestern meinen Vater um 11:00 Uhr ins KH gebracht. Weder mein Vater noch wir Töchter hatten die Möglichkeit persönlich mit einem Arzt über die letzten Tumorboardergebnisse zu sprechen. Mein Vater wurde nur kurz telefonisch über die Ergebnisse informiert. Wir haben also gestern gleich auf der Station gefragt, ob wir mit dem Arzt reden können. War eigentlich kein Thema, aber wird wurden immer wieder vertröstet... erst hieß es 14:00 Uhr, dann war um 15:00 Uhr immer noch kein Arzt in Sicht. Wir haben ständig das Personal gefragt, hieß immer ja, ja, er kommt. Dann war es 16:00 Uhr und immer noch niemand da. Tja, irgendwann um halb 5 habe ich ihn zufällig auf dem Gang getroffen und er wollte schon in den Aufzug steigen... habe ihn noch schnell abgepasst und er hat sich endlich Zeit für uns genommen. D.h. meine Schwester und ich haben erst allein mit ihm gesprochen. Er meinte, er hätte meinen Vater ja persönlich noch nicht kennengelernt, aber er meinte, als er zum ersten Mal die Bilder gesehen hat, hat er Schlimmes geahnt, weil der verdammte Krebs schon so groß wäre... nach wie vor ist noch nicht 100% sicher, ob der doch Metastasen hat und daher bekommt mein Vater heute die PET. Ich habe natürlich gefragt, warum sie mir erst erzählt haben, dass die Organe frei wären... er meinte dann, dass erst auf dem 3. Blick das "Etwas" in der Nebenniere aufgefallen wäre. Jetzt bin ich schon richtig hibbelig. Morgen erfahren wir dann die Ergebnisse. Der Arzt meinte auch, dass es für diese Krebsarzt sehr untypisch wäre in der Nebenniere zu metastieren. Aber alles ist eben möglich... Er meinte ebenso, dass wenn es tatsächlich doch eine Metastase ist, dann würden sie auch nicht mehr operieren. Im Anschluss haben wir kurz mit meinem Vater gesprochen. Der Arzt hat ihm alles nochmals kurz erklärt, aber eher so wischiwaschi. Na ja, meine Schwester hat dann meinen Vater gefragt, ob er es verstanden hätte was das bedeutet. Wir waren eigentlich immer der Meinung, dass mein Vater weiß, wenn es Metastasen gibt, dass es dann keine Heilung mehr gibt.... irgendwie wollte er es wohl nicht wahr haben, oder er hat tatsächlich noch an Heilung geglaubt, aber man ihm deutlich angesehen wie geschockt er war. Dann bin ich wieder in Tränen ausgebrochen und mein Vater hat auch geweint (er weint nie). Ich finde es aber gut, dass er auch mal Gefühle zeigt und nicht immer versucht so stark zu sein. Na ja, auf jeden Fall macht meine Schwester sich jetzt total die Vorwürfe, dass wir ihm es gesagt haben und nicht noch die weiteren Untersuchungsergebnisse abgewartet haben... ich denke aber trotzdem, dass es gut so war. Wir möchte offen und ehrlich mit der ganzen Sache umgehen, aber wollen natürlich nicht, dass er seinen Mut zum Kämpfen verliert. Ach, liebe Leser, liebe Selbstbetroffene.... wieso wirft der dort droben sooo große Steine auf uns ab? |
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#2
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Zitat:
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Mein Mohle - Diagnose von SPK Krebs am 3.6.2014 Seither ist nichts mehr , wie es vorher war . ![]() Du weißt erst wie stark du bist , bis stark sein die einzige Option ist , die dir noch bleibt !
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#3
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Hallo jazz
Das tut mir sehr leid für euch Ich wünsche euch viel Kraft !!! Lg |
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#4
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Liebe Jazz,
ich wünsche Dir viel Kraft für die schwer Zeit. LG Dirk |
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#5
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Vielen Dank.
Heute habe ich mit dem Arzt telefoniert und mich getraut zu fragen wie lange er meinem Vater noch gibt: 1/2 Jahr, vielleicht 1, wenn es gut läuft. Aber ich versuche so gut wie möglich positiv zu denken und den Statistiken zu trotzen! Wünsch Euch was! Traurige Grüße! Geändert von gitti2002 (14.04.2016 um 23:32 Uhr) Grund: NB |
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#6
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Hallo zusammen,
heute hatte meine Schwester einen Termin in Heidelberg beim NTC, um eine 2. Meinung einzuholen. Leider kann Heidelberg auch nicht mehr viel helfen. Sie würden die gleichen Therapieansätze machen wie das Klinikum in dem mein Vater gerade behandelt wird. D.h. man bestrahlt das Gehirn und am Montag geht die palliative Chemo los. Auch habe ich bei der Uniklinik Köln erkundet. Leider mit dem selben Ergebnis. Wir müssen jetzt einfach lernen, dass es wirklich zu Ende geht und wir noch viel Zeit mit meinem Papa verbringen.... Was mich ein wenig positiv stimmt ist, dass mein Vater derzeit noch einen recht guten Allgemeinzustand hat. Er fühlt sich recht wohl, hat kaum Schmerzen und kann auch recht gut essen. Wir versuchen ihn auch echt zu mästen :-) So hat er sogar 1,5 Kilo wieder zugenommen... ich hoffe sooooo sehr, sein Zustand lange so anhält und er keine Schmerzen hat. Akzeptieren kann ich leider noch nicht. Mich quälen soooo viele Fragen und ich tagtäglich laufen mir Tränen übers Gesicht. Zum Glück habe ich super nette Kollegen, die sehr, sehr verständnisvoll sind und mich versuchen zu unterstützen... |
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#7
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Ach liebe Jasmin,
das tut mir sehr leid für euch. Aber du hast recht, auch wenn du es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht akzeptieren kannst - genießt die Zeit, die ihr noch habt. Ihr habt alles getan - und tut es immer noch - was geht. Seid füreinander da. Und wenn du dich hier ausheulen willst, du bist immer willkommen, auch wenn der Anlass kein schöner ist.
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Mein Papa - Speiseröhrenkrebs 07/2015 - 11/2015 -> aktuell krebsfrei :-) |
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