![]() |
|
|
#1
|
|||
|
|||
|
Hallo Zusammen,
ich war im Januar betroffen mit einem Seminom ohne Metastasen. Ich bin somit in Nachsorgeschema 3A und demnächst steht mein 6-Monats-Termin an. Laut Arzt soll ich ein MRT des Abdomen machen lassen. Laut Nachsorgeschema stünde aber auch ein Röntgen des Thorax an. Mein Arzt sagt, dies sei unnötig, da die Verbreitung immer über den Bauchraum erfolgt und ich lieber auf die Strahlung verzichten soll. Was meint ihr? Reicht MRT des Abdomen tatsächlich aus? Viele Grüße Michael |
|
#2
|
|||
|
|||
|
Ich würde drauf bestehen, die Leitlinien wurden nicht von irgendwelchen Scharlatanen entwickelt, außerdem reden wir hier über ein einfaches Röntgen und kein CT ! Da kann man die Strahlung eher in Vergessenheit raten.
LG Pierre |
|
#3
|
|||
|
|||
|
Der Verzicht auf das Röntgen-Thorax gerade bei der Nachsorge vom Seminom wird wohl in der Tat gerade auch beim Update der Leitlinien diskutiert. Das hat man mir auch in einer Uniklinik dieses Jahr gesagt.
Hintergrund ist, dass es zuerst im Abdomen streut und es keine "Etage" überspringt. Außerdem würde man auf dem Röntgen-Thorax wohl erst sehr spät sehen, wenn es bereits groß ist. Daher hat es Röntgen wohl keinen wirklichen Nutzen beim Seminom... Der Vorschlag wurde auch schon mal veröffentlicht und ist in der Zusammenfassung hier nachzulesen: https://www.springermedizin.de/semin...pdate/51467600 |
|
#4
|
|||
|
|||
|
Servus,
sehe es aber dennoch - zmdst. bei mir- als Vorteil an, dass ich nun mehrere Thorax Aufnahmen habe. Nach drei Jahren wird bei mir auf das MRT Abdomen gemäß Leitlinie verzichtet, Thorax wird aber noch geröngt. Da sind Vergleichsbilder im Verlauf sicherlich nicht schlecht... Grüße |
|
#5
|
|||
|
|||
|
Hallo auch von mir,
es gibt ja schon ein paar sinnvolle/ aussagekräftige Meinungen. Ich verweise aber der Vollständigkeit halber nochmal auf die insbesondere für deinen Fall ("unter Überwachung" - "active surveillance") einschlägige Passage in den Leitlinien (S. 147, Langversion 02/2020): "Des Weiteren werden eine Kontrolle der Serumtumormarker, eine Röntgenbildgebung des Thorax sowie eine Schnittbildgebung des Abdomens und Beckens empfohlen. Der Stellenwert der Thoraxröntgenuntersuchung ist insbesondere im Stadium I nicht abschließend gesichert. Diese Untersuchung wird daher aktuell und nicht zuletzt auch wegen der damit verbundenen radiogenen Belastung zunehmend in Frage gestellt [DeLa-Pena et al. 2017]." Denke mal darauf bezieht sich dein Doc (m/w/d).. ![]() Vermutlich kommt es auf dich als Mensch an - neigst du lieber zu Vorsicht bzw. gehst (gerade bei dieser "Sache"?) lieber auf "Nummer sicher", oder siehst du es nicht so eng? Ich persönlich würde wohl trotz des (sehr guten?) Stadiums lieber einmal zu viel Röntgen/ Bildgebung durchführen, auch wenn medizinisch evtl. nicht wirklich notwendig..Strahlung sollte gerade beim Röntgen minimal sein..selbst CT würde ich lieber einmal zu viel machen (gerade am Anfang)... Gute Besserung bzw. hoffe, es bleibt bei der Überwachung. MfG |
![]() |
| Lesezeichen |
| Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1) | |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|