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Alt 09.11.2005, 21:55
Laura5555 Laura5555 ist offline
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Registriert seit: 01.11.2005
Beiträge: 56
Standard AW: ich weiß nicht mehr weiter

Hallo Andrea,
ich nehme jetzt seit ein paar TAgen Johanniskraut und werde jetzt mal ein paar Wochen abwarten, ob es hilft. Was für eine Spritze hast Du denn genau bekommen und hatte sie Nebenwirkungen?

Wie ist die Untersuchung deiner Mama verlaufen? Ich hoffe, daß alles gut verlief und nichts gefunden wurde. Es ist so schrecklich, wenn diese Angst zum täglichen Begleiter wird und man einfach nicht mehr in der Lage ist, mal einen einzigen TAg so unbeschwert zu sein, wie vor der Diagnose. Ich habe auch ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern, um Gegensatz zu einigen Freunden, die schon seit Jahren nicht mehr zu Hause wohnen und ihre Eltern nur noch zwei Mal im Jahr sehen oder sich ständig nur mit ihnen streiten und deshalb den Kontakt sehr einschränken. Das könnte ich mir für mich überhaupt nicht vorstellen, daß ich mal keinen Kontakt mit meinen Eltern haben wollte. Obwohl ich jetzt schon "so alt" bin, frage ich sie noch ständig um Rat oder möchte einfach nur wissen, was sie von bestimmten Entscheidungen halten. Manche können das irgendwie gar nicht verstehen und sagen dann immer, es interessiere sie nicht mehr, was ihre Eltern sagen, schließlich seien sie langsam alt genug, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Und dieses Aufschrecken bei jedem Husten und jedem Kopfschmerz wird wohl auch nicht mehr vergehen. Ich werde mich jetzt mal erkundigen, ob es hier in der Nähe eine Selbsthilfegruppe gibt, denn ich merke immer mehr, daß sich Freundinnen, auch wenn sie sich Mühe geben, nicht 100 %ig in meine Lage hineinversetzen können. Ich würde so gerne wissen, wie ich meinen Alltag einigermaßen schaffen kann, ohne ständig an diese Angst zu denken, damit ich mich nicht mehr so einsam mit dieser Situation fühle und auch wieder ein bißchen am "normalen" Leben teilnehmen kann. Manchmal muß ich meine Mutter nur ansehen und ich könnte auf der Stelle losheulen, weil mich plötzlich so eine Panik überkommt. Dann muß ich mich vor ihr wieder zusammenreißen, damit sie nicht meinetwegen weint und bin stark für sie, damit sie sich nicht noch mehr Sorgen machen muß. Es gibt Momente, in denen ich mich schon gar nicht mehr an mein Leben vor dem Krebs erinnern kann, und dann fühle ich mich immer total abgeschottet vom Rest der Welt. Aber ich bin wirklich froh, daß es dieses Forum gibt. Freu mich, von Dir zu hören.

Liebe Grüße,
Laura.
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