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Alt 03.06.2006, 12:56
HolgerS HolgerS ist offline
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Registriert seit: 25.11.2005
Beiträge: 313
Standard AW: bsdk im anfangsstadium/whipple/chemo was nun?

Vielleicht kannst Du Deine Mutter so aufmuntern:

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist so mit die schlimmste Krebsdiagnose, da man diese Mistkrankheit in den meisten Fällen nur sehr spät erkennen kann und man bislang den Tumor noch nicht so richtig bzgl. der Bekämpfung anpacken konnte. Als die einzige (bis auf einzelne Wunder) Heilungsmöglichkeit wird die sogenannte Whipple-Operation (die wurde bei Deiner Mutter gemacht) angesehen. Leider kommen nur sehr wenige Patienten überhaupt diese Chance. So hoffen wir ("Meine Mutter hat es getroffen") momentan als einen Erfolg der aktuellen Chemotherapie darauf, dass anschließend operiert werden kann. Deine Mutter sollte daher die Operation als "Glück" sehen. Sie hat als eine der wenigen diese Chance erhalten. Natürlich ist sie insgesamt auch eine der wenigen, die überhaupt diese Krankheit haben. Aber das lässt sich nun ja nicht mehr ändern und der Blick nach vorne ist umso wichtiger. Sie sollte eine andere Einstellung zur durchgeführten Operation bekommen. Es soll jetzt nicht zynisch klingen: aber es ist ein Geschenk, dass überhaupt operiert werden konnte. Damit hat sie es zwar noch nicht gepackt, doch sie ist dem Ziel "weitere viele schöne Lebensjahre" einen großen Schritt näher. Die Schmerzen und Komplikationen bzw. Probleme nach der Operation sind sicher nicht schön. Doch die andere Sichtweise erleichtern sie vielleicht. Umarme sie und sag ihr von allen Betroffenen und Angehörigen aus diesem Forum: sie hat dem Mistkerl ordentlich eins auf die gegeben und ist schon viele Meter weiter, als viele hier in diesem Forum. Allerdings sollte sie diese Chance nicht leichtfertig vergeben: in einer Studie (den Link findest Du irgendwo hier im Forum) wurde klar herausgefunden, dass eine Chemotherapie nach der OP unbedingt angebracht ist. Übrigens verliert man nicht bei jeder Chemo Haare etc. Natürlich ist sie anstrengend. Unserer Mutter sieht man übrigens die Krankheit und die Chemotherapie äußerlich überhaupt nicht an. Ich würde sie machen!


Ich wünsche Deiner Mutter und Dir viel Glück und Kraft: ihr schafft das.

Holger

Geändert von HolgerS (03.06.2006 um 12:59 Uhr)
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