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#1
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Wir haben nun einen zweiten Befund eingeholt. Auf den ersten Blick wurde der bestehende Befund bestätigt. Frau Dr. Gönner der Uniklinik Mainz hat sich sehr viel Zeit für uns genommen. Leider konnte sie uns keine Hoffnung machen.
Wir stellten viele Fragen, auch zu alternativen bzw. ergänzenden Behandlungsmöglichkeiten. Sie riet uns, die Gesellschaft für biologische Krebsabwehr zu kontatkieren und gab Hinweise darauf, dass einige naturheilkundliche Behandlungen nun von der Schulmedizin (und sogar von den Krankenkassen, siehe Misteltherapie) als sinnvoll angesehen werden. Interessant für eine Ärztin, die "mitten" in einer schulmedizinischen Einrichtung wie der Uni Mainz tätig ist. Übrigens im Gegensatz zum Onkologen in DA, der alternative Behandlungen nicht ablehnt, aber sich kategorisch "ausklinkt". Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen und konsequent anwenden. Ich denke durchaus, dass wir Einfluss auf den Krankheitsverlauf nehmen können. Ich habe heute Kontakt zu einer Psychoterapeuthin aufgenommen. Ich habe Angst, abzudrehen. Alles hängt an mir. Unsere wirtschaftliche Grundlage, die Versorgung meiner Frau, wenn es schwer wird, die Kinder, meine Trauer... es ist wirklich schwer, dem Ganzen noch etwas Positives abzugewinnen und dies auch an andere weiterzugeben. Wir hatten ein langes Gespräch mit meinem Vater. Er ist sehr rational, was mich gut ergänzt - ich neige dazu, hemmungslos zu heulen. Er sagte meiner Frau, dass es nun erst recht ihre Aufgabe ist, die Zukunft zu gestalten. Die der Kinder. Liebe und Zuversicht vermitteln, Weichen stellen. Ihre Zukunft wird sich noch oft massiv verändern, wie auch unsere - darauf wird meine Frau vielleicht keinen Einfluss mehr haben können. Doch Liebe und Zuversicht - die Grundlage für alles weitere. Die Zukunft gestalten - eine Aufgabe und ein Ziel. Etwas positives, sogar in dieser Lage. Das zu schreiben tut mir gut. Danke für eure Gedanken. Es ist wichtig, nicht alleine in Gedanken zu sein. Keiner unserer Freunde ist bisher mit dieser Krankheit konfrontiert worden und kann wirklich mitfühlen und echte Ratschläge geben. Freitag geht die Chemo los. Ich bete, dass meine Frau sie gut verträgt. Bei 10 Prozent der Patienten kommt es offenbar zu einem starken Rückgang, bei 60 Prozent zu einem Stillstand von mindestens einem Jahr. Hoffen wir. Ich werde weiter schreiben. |
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#2
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Lieber Jochen,
habe neulich schon mal Diene Zeilen gelesen und wußte dann gar nicht was ich schreiben sollte...Eure Geschichte ist so schön und sooo traurig dass ich schon weider mit den Tränen kämpfe...wie sehr tut ihr mir leid.....Deine Frau ist doch noch so jung..... und Eure kleinen Kinder..... Wie schwer muß das alles für Dich sein, bei allen Sorgen udn Ängsten doch immer noch der "Starke" sein zu müssen und nicht im Kummer zu ertinken....eigntlich kann ich Dir wenig Trost schreiben, vielleicht nur soviel die Prognose für meine Ma war nciht länger als 4-5 Monate jetzt sind es immerhin schon 8 und es geht ihr eigentlich immer noch ganz gut.....trotzdem der Tumor gewachsen ist und sich neue Metastasen gebildet haben.....vielleicht habt ihr ja doch noch mehr Zeit, als es Dir jetzt gerade erscheinen mag....es gibt doch immer wieder Wunder.....aber warte nicht darauf mache weiter so erkundige Dich nach neuen Studien (meine Ma ist in einer Studie mit Hyperthermie+gemzar+Cisplatin), neuen Medikamenten und komm nutze das Forum um Dir Deinen Kummer von der Seele zu schreiben....Freunde sind diesem Thema meist nicht so sehr gewachsen...ich habe auch aufgehört mich über lapidare Wünsche wie " das wird schon wieder ..." zu ärgern und sehe es inzwischen eher als Hilflosigkeit an........... Die Infos, die Du Dir zur biologischen Krebsabwehr schicken lasssen kannst, sind wirklich sehr interssant.....meine Ma geht auch begleitend zu einer Heilpraktikerin... Mehr als Dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit zu wünschen kann ich leider nicht für Euch tun.......... Euch alles erdenklich Liebe Inez |
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#3
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Hallo Jochen
Im Dez. 04 wurde bei meinem damals 15 jährigen Sohn die Diagnose : undifferenziertes neuroendokrines Pankreasschwanzkarzinom G3 mit Metastasenleber gestellt .Op geht nicht . Tumor zu groß . Es folgten 4 Chemoblöcke , der Tumor wurde kleiner , 21.03.05 Op Linksresektion Milz fehlt und wieder 4 Chemoblöcke . Therapieende July 05 Man hat ihm damals nur noch 3 Monate gegeben . Heute geht es ihm gut und er geht seit 1 Jahr wieder zu Schule . Die Kontrollen sind alle 6 Wochen Sono , alle 3 Monate MRT oder CT und Thorxröntgen , obwohl er schon 1 Jahr aus der Therapie ist wird es eine Zeit lang so bleiben . Wir leben von einem Termin zum nächsten . Ich wünsche dir und deiner Familie ganz viel Kraft . Die werdet ihr brauchen . Lieben Gruß Christiane |
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#4
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Hallo Jochen,
es tut mir sehr leid dich auch hier zu begrüßen dürfen. Ich hoffe, dass diese Chemotherapie gut bei deiner Frau anschlägt. Mir hat Gemzitabine plus Oxilaplatin geholfen. Da bei mir leider nur palliative Maßnahmen sind, suche ich natürlich nach anderen Heilungswegen, die mich endgültig heilen können. Nach meinen Recherchen ist es sehr wichtig die Ernährung umzustellen. Ich mache zur Zeit eine Krebs-Diät, die mir auch gut hilft. Suche in Google nach TKTL1 -Enzym. Jeden Tag Atemübungen machen. Diese Übungen sind auch für gesunde Menschen auch gut. Ich kann dir gerne lieber per E-Mail über meine Erfahrungen schreiben. Da über alternative Methoden hier die Meinungen sehr auseinander gehen, will ich nicht irgendwelche Diskussionen auslösen. Alles Gute sarna@gmx.li |
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#5
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Liebe Katharina,
ich beobachte das Forum jetzt schon seit Dezember 2001, damals waren meine Diagnosestellung und OP. Es war damals nicht viel anders, eher sind die Sichtweisen noch strikter geworden und ich bin es müde, mit Argumenten gegen etwas anzukämpfen, das ohne (statistisch nachprüfbare) Argumente akzeptiert wird. (Ich bin äußerst misstrauisch gegenüber Studien geworden, seitdem ich Statistik mache.) Meist bringen andere Leute Einwände, denen ich zustimme, aber wenn ich dann die Antworten darauf sehe, vergeht mir einfach die Lust, weil das Klima mir nicht offen genug ist. Liebe Sarna, ich hoffe, dass du weiter so mutig deinen unkonventionellen Weg gehst, ich werd dir dazu noch etwas schreiben, deine letzte email ist ja noch unbeantwortet .Liebe ruthra, Oxaliplatin ist ein Trivialname für ein chemische Verbindung. Genauso wie Cisplatin, Carboplatin, Satraplatin, Lobaplatin und Nedaplatin (die letzten drei sind noch in der Entwicklung). Du kannst natürlich auch [[(1R,2R-1,2-Cyclohexandiamin-N,N'][oxalato(2-)-O,O]platin(II)] dazu sagen, aber das macht kein Mensch, nicht mal in irgendwelchen Fachartikeln habe ich das gefunden. Also Oxaliplatin bezeichnet schon den Wirkstoff, nicht ein Medikament: http://www.desano.com/images/product/oxaliplatin.gif Wann kommt Petra denn aus dem Urlaub zurück? LG an alle! |
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