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#1
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Hallo!
Heute haben die Ärzte gesagt, dass bei Mama wohl schon ein Darmverschluss vorliegt - ob ein Dünn- oder Dickdarmverschluss, kann man nicht mit Bestimmtheit sagen. Weil Mama aber keine schlimmen Beschwerden hat, geht man von einem Dünndarmverschluss aus - und dieser sei nicht "akut" gefährlich! Mama kann "nur" nichts mehr essen! Es bleibt aber ein "Eiertanz" und wir alle hoffen, das ihr eine OP erspart bleibt. Obwohl ich manchmal auch denke, vielleicht wäre es für sie gnädig, sie würde daraus gar nicht mehr aufwachen .... der Hausarzt meinte heute zu ihr, dass ihr wohl keine 8 Wochen mehr bleiben ... es ist für mich unvorstellbar! Achja ... der Brief ... meinst Du, man kann sooo schreiben: __________________________________________________ __ Sehr geehrte Frau Dr. , bestimmt erinnern Sie sich an meine Mutter, ...., die im Dezember 05 – mit „freier Flüssigkeit“ im Bauchraum - erstmals in der Stadtklinik vorstellig wurde. Sicherlich muss ich Ihnen das Fiasko der „Erstbehandlung“ nicht noch einmal näher erläutern, als man die Diagnose von Herrn Dr. ... anzweifelte. Auch nicht Ihre Äußerungen, im Rahmen von „Studien“ bekomme man lediglich mehr Medikamente bzw. „Stippchen auf dem Darm werden zu 100% von der Chemo erledigt“. Auch dass man in Ihrem Haus eine Darmspiegelung machte und dabei entdeckte Polypen einfach „drin ließ“, veranlasste einige Ihrer Fachkollegen nur noch zu einem Kopfschütteln! Einhellig entsetzt waren alle Ärzte, die Mama NACH Ihnen behandelt haben, dass man in der Stadtklinik ....nach Ende der Chemo-Therapie keine abschließende Untersuchung mehr anbot! Im Gegenteil – Sie persönlich entließen meine Mutter im Mai 06 mit den Worten: „Was wollen Sie noch hier?“ Als meine Mutter nach einem abschließenden MRT fragte, meinten Sie nur: „Sie sind jetzt erst einmal gesund – Sie brauchen in diesem Jahr auch KEIN MRT mehr“ Soll ich Ihnen sagen, wie viele MRTs meine Mutter seither gebraucht hat? Eine weitere großen OP incl. künstlichem Darmausgang bereits im Juli hielten Sie selbstherrlich für „ausgeschlossen“?????! Meine Mutter war so „gesund“, dass sie seither DREI weitere Chemos hat durchstehen müssen. Meinen Sie nicht, man hätte im abschließenden MRT einen Darmtumor von 8 x 9 cm sehen können? Meine Mutter wird leider nur noch wenige Wochen leben! Vielleicht wäre der Krankheitsverlauf auch mit Nachuntersuchung so gewesen. Ganz bestimmt bliebe dann aber nicht das bittere Gefühl zurück, dass man in .... offensichtlich vergessen hat, dass hinter jeder Krankenakte ein Mensch mit Gefühlen, Ängsten und Hoffnungen steht. Im Auftrag der ganzen Familie _______________________________________________ Natürlich ändert es nichts mehr - Mama meinte aber, vielleicht sind sie bei der nächsten Frau dann nicht so selbstherrlich .... Eure Meinung würde mich interessieren - ist der Brief zu polemisch, fehlt irgendetwas??? Würdet ihr etwas weglassen? Kann man überhaupt soo schreiben? Liebe Grüsse Fussel |
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#2
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Hallo Fussel,
ich finde den Brief gut. Das geht jetzt aber schnell bergab ich kanns nicht glauben. Ich muss immerzu daran denken, wie fühlt sich ein Mensch der weiß das er nicht mehr lange zu leben hat, gerade wo er noch so viele liebende Menschen um sich hat. So ein Schicksal wünsche ich Niemandem. Ich hoffe nur das sie keine Schmerzen hat. Schön wäre es wenn sie einfach einschläft und morgens nicht aufwacht und erlöst ist von den ganzen Schmerzen und Leiden. Nur wir die Hinterbliebenen was machen wir????????????? Liebe Grüsse |
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#3
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Liebe Heidi!
Ich bewundere meine Mutter - mir war schon immer bewußt, dass sie eine starke Frau ist ... aber soooo stark hätte ich nicht vermutet. Sie hat keine Angst vorm Tod an sich - nur der Schmerz, uns alle zurückzulassen, macht ihr zu schaffen. Wir hoffen und glauben, dass sie uns auch "danach" noch sehen und begleiten kann. Daran halte ich mich auch fest .... und denke an all die schönen Stunden ... Schöne Grüsse Fussel |
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#4
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Hallo Fussel,
finde den Brief auch sehr gut, würde ihn aber auf jeden Fall auch an die Klinikleitung schicken, damit er nicht im Papierkorb landet. Ich bewundere deine Mutter auch, hat sie doch immer tapfer alles gemeistert, macht sich auch jetzt noch Gedanken um andere Betroffene und versucht durch den Brief, die Ignoranz und Überheblichkeit mancher Ärzte zu durchbrechen. Danke!! Denke oft an euch und wünsche euch viel Kraft, ich bin mir sicher, dass deine Mama auch wenn ihr Körper nicht mehr hier sein sollte, immer bei euch ist und weiter an eurem Leben teilhaben wird. Alles Liebe für dich und ein riesiges Danke und eine Umarumung an deine Mama, Nena
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