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#1
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Hallo, ein gutes neues Jahr wünsch ich allen.
Unser Start begann heute mit der ersten Chemo meines Vaters. Er bekommt Cisplatin, Folinsäure, 1x wöchentlich 6 wochen, 2 Zyklen. Kennt sich jemand mit dieser Chemoart aus? Das war wirklich eine total lange Sitzung-wir waren darüber gar nicht aufgeklärt worden. Als wir die Praxis verließen, war mein Vater total munter und ehrlich erstaunt über die vielen Krebspatienten. Ich hatte das Gefühl, er wäre erleichtert darüber...... "Ich bin nicht der Einzige, den es erwischt hat". Obwohl mein Vater alles sehr gut wegsteckt, gut drauf ist und sehr positiv denkt. Und.... Er schläft und schnarcht nachts wie ein kleines Baby (lt. Mutter) und das ist für mich wirklich ein gutes Zeichen. Der 2. CT-Bericht über Ober-oder Unterbauch (ich weiß nicht mehr so recht) ist jetzt auch angekommen. Alles okay-z.Zt. sind keine anderen Organe angegriffen-"nur" die Leber hat Metas. Mein Vater war total erleichtert- und sein Standardspruch"Alles wieder im Anfangsstadium bei mir-ich hab aber wieder Glück". Ich glaub es so langsam auch. Er sieht gut aus, ißt sehr sehr gut und hat sich nach der ganzen Krankenhausgeschichte super gut erholt. Kann mir jemand sagen, ob bei der Cisplatin-Chemo mit starken Nebenwirkungen zu rechnen ist? Können wir noch irgendetwas zum Aufbau oder Stärkung verabreichen? Ich hab nun schon vieles über die Misteltherapie gelesen. Aber ich habe auch gehört, dass die nicht bei jeder Chemo eingesetzt werden soll. So, das erst einmal wieder fürs erste...... Euch alles Liebe wünscht Nina |
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#2
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Liebe Nina,
dir und deiner Familie auch ein gutes neues Jahr. Auf deine Fragen zu Cisplatin und zur Misteltherapie findest du einiges in dem Kapitel "Behandlung von Lebermetastasen". (Mein Mann bekam Cisplatin, Erle`s Mann erhielt ebenso Cisplatin und ich glaube Kerstins Mutter auch ?). Michaele, Kerstin, ich und Erle schreiben in diesem thread seit Sommer 2005 relativ regelmäßig. Du kannst da also einiges nachlesen, um eine Vorstellung von möglichen Verläufen zu erhalten. Lies unsere Berichte dort nach ! Auch was die Mistel betrifft, habe ich erst dieser Tage die Erfahrungen meines Mannes damit geschildert. Auch das ist gut, trotz Chemo, weil die Mistel das Immunsystem stärkt. Sie ist deshalb aber nicht stärker als die Chemo ! Die Chemo vernichtet trotzdem, was sie vernichten kann. Dein Vater wird wahrscheinlich eine Woche nach der Chemo für ein paar Tage sehr müde sein. Das verändert sich dann aber wieder, sobald das Gift vom Körper soweit wie möglich wieder ausgeschieden ist. Lass dich nicht entmutigen von irgendwelchen Prognosen. Der Optimismus deines Vaters ist ein ganz wichtiges Indiz, dass er nicht so schnell aufgeben wird. Und bei aller Fremdbestimmung, die man durch diese Krankheit erlebt, der Patient selbst hat durchaus auch Einfluss - nur: (und das finde ich wichtig!!!: Wir Angehörige haben darauf wiederum nur wenig Einfluss. Ich wünsche euch viel Erfolg mit der Therapie ! Doro |
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#3
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Hallo Nina,
ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute und viel, viel Kraft in dieser schlimmen Zeit. Ich kenne Dich und Deinen Vater nicht. Auch weiß ich nichts über seine Transportfähigkeit. Deshalb möchte ich mich im Voraus für meinen Vorschlag entschuldigen, wenn er zu unrealistisch ist. Auch möchte ich Euch, weiß Gott nicht in einen Ärztemarathon treiben, jedoch fiel mir immer wieder die Unzufriedenheit mit den bereits konsultierten Ärzten auf. Was sagst Du zu einer ärztlichen Zweitmeinung - kein seriöser Mediziner wehrt sich dagegen, im Gegenteil, er wird sich darüber freuen, ggf. seine Meinung bestätigt zu sehen oder auch andere Aspekte bedenken zu müssen. Ich empfehle auf jeden Fall, vorher die Krankenkasse/Versicherung zu befragen, um keine böse Überraschung zu erleben. Ich habe gelesen, Ihr wohnt in Ostfriesland - die Onkologie der Uniklinik Hamburg hat einen guten Ruf. Klar es wird nicht einfach, die Anfahrt, die Wartezeit - also einen Tag könnt Ihr bestimmt abschreiben. Evtl. kommt nichts neues raus - und außer Spesen nichts gewesen. Aber .... vielleicht haben die Leute dort diiiiieee einschlagende Idee und sind nett und freundlich. u. U. musst Du erst Deinen Vater überzeugen, den Aufwand zu treiben - das kann recht schwer sein, wenn er mit dem momentanen Arzt zufrieden ist, aber Du kannst positiv argumentieren (s.o. Zweitmeinung ...) Wie immer Ihr auch entscheidet - viel Erfolg ! Gruß Markus |
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#4
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Hallo Markus,
eine zweite Meinung haben wir uns aus Oldenburg geholt. Dort wurde er im Juli erfolgreich nach der Whipple-Methode operiert und wir fühlten uns dort sehr wohl und gut aufgehoben. Ich habe alle Unterlagen dort per Fax hingeschickt und tatsächlich rief einige Tage später ein Arzt an. Dieser bestätigte nur die Entscheidung einer Chemotherapie. Die erste Chemo hat mein Vater letzte Woche gehabt. Soweit ist alles gut gelaufen. Den Arzt haben wir weder gesehen noch gesprochen. Dort ging es zu wie auf dem Bahnhof. Nach dieser unvorbereiteten Sitzung (wir wurden gar nicht infomiert, dass ein halber Tag dabei drauf geht) war mein Vater schockiert über die vielen krebskranken Patienten. Ich glaube, dieses hat ihn total "beruhigt". Ich habe nicht alleine dieses Schicksal, es hat nicht nur mich getroffen!!!! Klingt doof, ich weiß! Wir müssen jetzt einfach hoffen, dass die Chemo anschlägt und nicht ganz so extreme Nebenwirkungen auftauchen. Und beten!!!! Aber mein Vater hält sich tapfer, sieht gut aus und werkelt immer noch. Nur mit dem Trinken wars gestern nicht so gut.....es war ihm etwas übel und konnte keinen Schluck runter bekommen..... Haltet alle die Ohren "steif" und gebt der fiesen krankheit "Paroli". Alles Liebe Marina |
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