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#1
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Hallo.
Es wird immer wieder Momente geben, in denen man nicht kämpfen mag und das Gefühl hat, niemand aus dem Umfeld versteht einen so richtig oder man mag niemanden "belasten".In der Reha erzählte mir eine Frau, sie hätte in so einer schweren Phase eine Woche lang täglich bei der Telefonseelsorge angerufen um mit einer neutralen Person zu reden oder einfach nur zu erzählen. Ihr habe das sehr geholfen. Die Nummer steht in der Tageszeitung oder über die Auskunft. Ich habe das im Hinterkopf behalten.Und sollten mal wieder schwere Zeiten kommen , werde ich es auch ausprobieren, zumal man dort rund um die Uhr anrufen kann. Vielleicht ist es ja auch was für Dich. Alles Liebe |
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#2
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Hallo Eleve,
lass Dich auch von mir mal ganz fest drücken Ich bin auch zeitweise ganz schon "down" gewesen. Habe das dann natürlich bei meinem Psycho-Therapeuten (dessen Hilfe ich anfangs auch nur sehr zweifelnd in Anspruch genommen habe...) angesprochen. Der sagte mir dann - wie ich finde - was ganz Wichtiges: "In unserer Situation, in jungen Jahren eine Krebsdiagnose zu kriegen, Chemo's durchzustehen, Kinder und Familie zu haben, etc. ist es wohl völlig normal, erst mal so richtig neben sich zu stehen, den Boden unter den Füßen zu verlieren, das Leben so nicht leben zu können oder zu wollen." Jeder, der mit so einer Diagnose locker und cool umgehen würde, ist wohl die Riesenausnahme!! Aber aus diesem Tief kommt man wieder raus, glaube mir. Das geht zwar leider nicht von heute auf morgen, aber doch schneller als man denkt (bei mir war's jedenfalls so). Ich gehe in diesen Phasen gerne raus in die Natur, setze mich unter meinen Lieblings-Kraft-Baum und bitte alle meine Schutzengel um Hilfe. Und ich finde, die sind ganz schön auf Zack, weil mir's danach echt vieeeel besser geht. Also ich rate dir, jede Hilfe in Anspruch zu nehmen, die sich einem anbietet, ob Psycho-Onkel, Schutzengel, Freunde, das Forum, ..., Du gehörst auch zu den lebenshungrigen Kämpferinnen, das merkt man an deinen Beiträgen hier im Forum und wie du dich damit auseindersetzt. Du schaffst das und nochmal ganz fest DRÜCK reblaus Geändert von reblaus18 (04.11.2007 um 20:18 Uhr) |
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#3
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Hallo Eleve
![]() was du zur Zeit erlebst, hab ich auch durchgemacht - mit allen Höhen und Tiefen... Nimm diese Gefühle an, lass dich fallen , erzwinge nichts. Es ist völlig normal, dass die Seele leidet, dass man alles in Frage stellt, dass familiäres und berufliches Gequacker im derzeitigen Ausahmezustand ganz schön an den ohnehin verletzten Nerven zerren. Glaub mir, du musst keine Superpowerfrau spielen , ist absolut nicht notwendig. Mach , wozu du Lust hast, kapsel dich eine Weile ab, wende dich Dingen zu, die dich ablenken, die dir guttun - und mit der Zeit, du wirst sehen, kommt die Hoffnung + Alltag wieder zurueck. Dann kannst du auch die Menschen in deiner Umgebung wieder anlächeln
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#4
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Hallo,
habt vielen Dank für Eure lieben Antworten! Ich glaube, ich mußte einfach zum ersten Mal seit der Diagnose richtig heftig weinen und zu mir sagen: Ich habe Angst, Angst, Angst. Diese Chemo macht mir riesig Angst. Winterzeit... Hier husten ständig alle Kinder und im letzten Winter hatten wir bis weit ins Frühjahr ständig Mittelohrentzündung, beginnende Lungenentzündung, Scharlach, Streptokokken, usw, ich hatte den Kids ein Antibiotikum nach dem nächsten gefüttert, kaum war eins gesund hustete das Nächste. Wie soll das gehen? Heute fühle ich mich körperlich ziemlich gut (zumindest seit dem Nachmittag), tatsächlich sind aber die Leukos auf 1000 gesunken und ich durfte mit Mundschutz vom Blutbild nach Hause... Morgen gehts wieder zum Pieksen. Ich krieg keine Luft mit dem doofen Mundschutz. Nützt er wirklich was? Babys Rotznäschen hab ich sowieso über den ganzen Pulli, der 4jährige hustet ununterbrochen... Ich selbst hab ja schon seit dem 1. Tag der Chemo ne Schniefnase und Husten bekommen. Zum Glück bisher kein Fieber. Wie macht man das mit kleinen Kindern, Infektionszeit und Chemo??? Ich bin ja wirklich dankbar, daß ich mich in der ersten Runde bisher gut fühle, aber dieses Blutbild immer... Der Hb-Wert geht auch deutlich gegen 11, wie soll das alles klappen??? Ängstliche Grüße, Eleve |
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#5
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Hallo Eleve,
mal ganz pragmatisch ausgedrückt - es wird bei dir genauso klappen wie bei uns anderen allen auch mit Höhen und Tiefen. Hast du deine Ängste mittlerweile deinen Ärzten, deiner Psychologin mitgeteilt? Lässt du dir von einer Haushaltshilfe, Oma, Opa oder sonst jemandem bei der Kinderbetreuung helfen? Ich weiß du stehst vor einem Berg, der so hoch ist, dass man meint ihn nicht zu bewältigen. Niedrige Leukos bekommt man in Griff, Infekte von Chemo-Patienten ebenfalls. Sind deine Kinder erkrankt, kannst du diesen Viren nicht ausweichen, das weiß jeder Arzt, vermeide aber andere zusätzliche Infektionsquellen. Liebe Eleve, ich nehm dich jetzt mal in den Arm, drück dich ganz doll, hake dich ein, helf dir ein Stück den Berg hoch und geb dir aber auch den kleinen Tritt in den Hintern - Deine Ärzte haben dir hundertprozentig gesagt, falls du noch Fragen hast oder sonst etwas ist, sollst du dich melden. Tu es! Alles Liebe Micha65
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Nimm Dir Zeit für die Freude und das Lachen, die Liebe und das Glück, Entspannung und Begeisterung. Nimm Dir Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. (unbekannt) |
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