![]() |
|
|
|
|
#1
|
||||
|
||||
|
hallo ihr lieben,
heute nachmittag hat sie wieder fast nur geschlafen,aber wurde immer zwischendurch mal wach,aber sie kann kaum reden,sie ist so schwach. Die Wunde am Popo macht ihr zu schaffen,aber da kann ich ihr nicht helfen,da die Schwestern die wunde versorgen. Heute war der Arzt da und hat nochmal punktiert um ihr diese grauenhafte Atmennot zu nehmen. Er hat diesmal sogar was "rausbekommen". Der Bauch ist nun einiges weicher aber nicht wirklich viel weniger. Aber er sagte auch das es evtl. schon in 2 Tagen wieder nachgelaufen ist :-( Zumindest bekommt sie jetzt wieder besser Luft. heute bin ich auch mal etwas früher nachhause,ich mußte einfach mal was zuhause tun. Die Wohnung sieht aus als hätten hier 25.000 Bomben eingeschlagen *seufz* aber das gröbste habe ich jetzt behoben ;-) Und nun kommt wieder eine endlos lange Nacht mit der Angst was wohl morgen ist.... @floel Liebe Grüße Sabrina |
|
#2
|
|||
|
|||
|
Liebe Sabrina, ich habe heute schon mehrmals Anlauf genommen, Dir zu schreiben, aber mir, die ich eigentlich damit mein Geld verdiene, fehlen momentan die Worte, mit denen ich Dir helfen könnte. Zumindest kann ich Dir, wie die anderen auch, das Gefühl vermitteln, dass wir an Dich denken und Dir die Hand zum Trost drücken. Wie schön, dass Dir ein Lächeln Deiner Mama bleiben wird, genau das soll fester Bestandteil Deiner Erinnerung sein.
Das mit dem Chaos in Deiner Wohnung kann ich voll verstehen, mein Mann ist nun schon sieben Wochen tot, aber Ordnung ist noch immer nicht in mein Leben eingetreten. Noch nie war ich so unorganisiert, fange eine Tätigkeit an und lasse alles liegen, um etwas anderes zu machen....Das ist scheinbar der emotionale Ausnahmezustand. Wie schön, dass Du ein Kind um Dich hast, mein Sohn lebt am anderen Ende der Welt, so lange er hier war, ging bei mir alles einigermaßen geordnet zu, aber seit ich allein bin.... Also, liebe Sabrina, Du musst Dich über nichts wundern, sei froh, dass Du so reagieren kannst, wie Du es im Moment tust, denn das ist ein Zeichen besonderer innerer Verbundenheit zu Deiner Mama. Ich glaube und hoffe, dass sie bald erlöst sein wird, vielleicht ist ihr Lächeln ein Zeichen der Vorfreude? Wir alle hier sind in Gedanken bei Dir. Deine Kristina
|
|
#3
|
|||
|
|||
|
Hallo Sabrina,
ich habe seit längerem den Thread gelesen und finde es toll, wie Du für Deine Mama da bist. Für jemanden, der den Tod sowie die damit verbundenen Leiden vor Augen hat, ist Nähe sehr wichtig. Ich bin selbst betroffen und habe eine Leberzirrhose im Anfangs- bzw. mittleren Stadium mit sukzessive zunehmenden Beschwerden. Die Ärzte meinen, es wäre nicht so schlimm (da ich untypische Beschwerden habe und noch gute Blutwerte), meine Frau glaubt daher auch, daß es nicht so ernst ist. Aber leider wird es sehr langsam immer unangenehmer. Da meine Frau arbeitet und ich auch (noch) und wir 2 Kinder haben (7 +9), versuche ich, alles richtig zu organisieren, so daß die Familie halbwegs normal weiterleben kann, auch wenn ich langsam immer kränker werde. Für Tipps, auf was ich achten muss und wie ich mit meiner Familie diesbzgl. umgehen soll, wäre ich dankbar. Liebe Grüsse Friedrich |
|
#4
|
|||
|
|||
|
lieber friedrich..
hab dein beitrag mehrmal gelesen und mir echt gedanken gemacht wie man dir antworten kann.denn normalerweise sind es wir die angehörigen von den kranken oder sterbenden die hilfe und tips brauchen wie man mit kranken oder sterbenden liebsten menschen umgehen soll. hab nun zurück gedacht an die zeiten mit meinem papa von diagnose bis zum tod und mir überlegt wie er mit uns umgegangen ist und ob ich es anders haben wollte.und muss sagen das ich sehr zufrieden war so wie es bei uns abgelaufen ist.also mein vater war sozusagen der leitende,ok am anfang da hatten wir noch hoffnung und haben versucht papa zu trösten das es bestimmt heilbar ist und so,als es klar war da geht nix mehr,game over wie ich es genannt habe haben wir nach seine musik getanzt. wenn er über sein tod und beerdigung reden wollte haben wir zugehört und mitgeredet,wollte er über beschwerden reden haben wir zugehört und dies oder jenes gemacht um es ihm leichter zu machen,wollte er mal so tuen als ob er kein krebs hat,hatte gute laune und hat scherze gemacht haben wir mitgelacht.wenn ich zu lange bei ihm war hat er schon hin und wieder gesagt ich soll nach hause gehen und mich um meine kinder kümmern.mein vater war dem entsprechend auch ehrlich naja ich denke das seine schmerzen manchmal stärker waren als er zugeben wollte um uns zu schonen aber ok wir haben es uns nicht anmerken lassen das wir was anders denken.ich bin sehr dankbar meinem vater das er uns geleitet hat und uns damit sehr geholfen hat mit ihm richtig umzugehen. ich wurde sagen genisse die zeit wo es dir gut bzw.besser geht mit deine familie aber zwinge dich zu nix,sei ehrlich mit denen und wenn es dir mal schlecht geht oder du ruhe brauchst oder über den tod reden willst dann setze halt zeichen und sie werden es verstehen.ich denke sie werden dann auch erleichtert und dir dankbar sein. es ist eben eine echt harte sache wo beide seiten hilflose opfer sind,wo einer gehen muss und weiss es und die anderen können nur "zugucken".beide seiten müssen ein gemeinsames weg finden wie sie damit fertig werden und umgehen werden. ich wünsche dir noch sehr viele schöne tage mit deine familie und viel kraft. lg anna |
|
#5
|
|||
|
|||
|
liebe sabrina...
wieder 3 tage um ohne ein zeichen von dir.ich weiss das deine gedanken mit was anders beschäftig sind als uns am laufenden zu halten. ich hoffe nur das es dir gut geht.ich weiss das du dich meldest sobald es geht.schick dir so viel kraft wie du es nötig hast. dich ganz dollanna |
|
#6
|
|||
|
|||
|
liebe anna,
danke für deine antwort. ja, ich weiss, leute wie ich sind normalerweise nicht in solchen foren. wir sind im moment in der phase, in der ich merke, daß es immer schlechter wird, meine frau aber nichts von einer tödlichen krankheit hören möchte. das liegt wohl am prinzip hoffnung und daran, daß die ärzte das anfangs alles ganz locker genommen haben. und ich muss ihr das jetzt irgendwie beibringen, auch damit wir sinnvoll planen können, damit nicht die ganzen familie gegen die wand fährt. aber meine frau will es einfach nicht wahrhaben... lg friedrich |
|
#7
|
|||
|
|||
|
Hallo Friedrich.
Ich bin, nein ich war Angehörige. Mein Kopf wußte sehr wohl ab einem bestimmten Zeitpunkt, das es dem Ende zugeht, das keine Hilfe mehr möglich ist, aber das Herz hofft immer weiter. Ich habe mich geweigert, es zu akzeptieren und damit anzunehmen. Ich habe erst 3 Tage vor seinem Tod akzeptieren können, das es vorbei ist, obwohl ich mich im Vorfeld um alles mögliche gekümmert habe wie Patientenverfügung, Anträge, Krankenkasse, Ärzte und Behandlung usw. Versuche weiter mit deiner Frau zu sprechen, damit ihr so einiges planen könnt. Wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit und noch viel gemeinsame Zeit. petra Hallo Sabrina, fühl dich einfach inden Arm genommen, ich weiß, wie schwer das alles ist. petra |
![]() |
| Lesezeichen |
| Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1) | |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|