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#1
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Liebe Elke,
vielen Dank für Deine schnelle und ausführliche Antwort. Ich habe natürlich außer kurzen Telefonaten keine umfassenden Informationen, aber es scheint sicher, dass während der 2 Chemorunden sich die Metastasten überall ausbreiteten und meiner Freundin wurde freigestellt in der Klinik zu bleiben oder heim zu gehen, sie hat zu Hause mit Hospizbewegung gewählt und hofft nur "dass es schnell geht". Die zwei Monate scheinen daher nicht argumentierbar, ich wurde von einem befreundeten Arzt auch für das gefürchtete erste Wiedersehen darauf hingewiesen, das wenn sie es anspricht offen zu sein und keine Hoffnungen zu machen. Also geht es um Akzeptanz des unvermeidlichen und wie kann in dieser Zeit noch ein bisserl positives eingebracht werden. Vielen Dank für deine Anregungen, das ist für michs ehr wichtig und ich geh jetzt gleich schauen, was ich mitbringen könnte. Dir wünsche ich viel Kraft in dieser schweren Zeit, mein Vater verstarb 2003 im Alter von 85 Jahren, es machte es mir leichter, dass er nicht lange leiden musste und ein erfülltes langes Leben hatte und dennoch vermisse ich ihn bis heute sehr. Wieviel schwerer ist es für Dich, der Tod gehört zum Leben, sagt man so leicht, bis es einen Nahestehenden trifft. Alles Liebe und Gute Helga |
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#2
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Lieber Christian,
leider hast Du wieder recht, meine Freundin hat sich nicht hinreichend informiert. Sie wurde zuerst zu dem Arzt mit der Testreihe geschickt und war dann so überzeugt, dass sie das geplante gespräch mit dem "Standard"verfahrenarzt aus eigenem gar nicht mehr wollte, wobei ich nicht ausschliessen kann, dass dieser auch den "neuesten stand der Forschung Chemo zuerst" gewählt hätte, da das gespräch halt nicht stattfand. Ich arbeite so stark an dem Stadium der Akzeptanz, dass ich das RTL Video gar nicht sehen will um nicht wieder wütend zu werden, vielleicht kann aber für andere ins Netz gestellt werden, wo diese Sendung zum Anschauen und vorwarnen bestellt werden kann. Lieber Christian - ich lese von Dir schon zum zweiten Mal "danke für das Kompliment" Du machst damit Dein Engagment. deine Energie, deine Hilfe in meinen Augen Dir selbst gegenüber zu klein. Kompliment ist für mich z.B Du hast schöne Augen, etwas woran der Komplimentierte wenig Anteil hat. Du VERDIENST unsere Anerkennung und unseren Dank in höchstem Ausmaß, Du kannst stolz auf Dich sein und es ist schön einen so wertvollen Menschen in Zeiten der Angst und Sorge kennengelernt zu haben. Liebe Grüße Helga |
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#3
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Liebe Helga,
das Magenkarzinom ist eine ungeheuer schwere Krankheit, die nur bei einer klompletten operativen Entfernung die Möglichkeit der Heilung bietet, und auch dann noch immer ein hohes Rezidiv- Risiko je nach Histologie verbleibt. Wenn du die genaue medizinischen Hintergründe nicht kennst, ist es sehr gewagt, hier die behandelnden Ärzte so anzugreifen. Wenn die Krankheit in der kurzen unter Chemotherapie fortgeschritten ist, ist am wahrscheinlischsten, daß bei der Diagnose man ihr zu diesem zeitpunkt keine OP zumuten wollte, von der Sie vielleicht in keinster Weise profitiert hätte. Wenn sich deine Freundin etwas auf ihren allerengsten Kreis zurückgezogen hat,ist das durchaus normal, Sie möchte vielleicht auch gar nicht mit anderen ihre Krankheit, Behandlung, Ärzte etc. diskutieren. Die Frage wie kann ich jemandem in einer solchen Situation eine Freude machen, z.b als Freundin, hat mich auch sehr beschäftigt. Auch wenn jeder Mensch anders ist, kann ich mit etwas Abstand dir nur sagen, was mir auffiel. -bei Freundinnen: zum Thema Besuch auf ein Zeichen warten ( sie hat dich ja eingeladen. Was ich lernen musste ist, daß viele Erkrankten ihre Familie sehr genau impfen, wenn sie keinen Besuch wünschen, Das muß man einfach aktzeptieren, auch wenn es scher fällt. Aber wenn Sie sich auf jemanden warten, setzen Sie schon ein Zeichen. Ich habe mich über jeden Besuch sehr gefreut, weil dies Besuche den Kranken ein Lächeln entlocken Konnten. Ganz schlecht und stillos finde ich unangemeldete Besuche. Und auch wenn deine Freundin sehr krenk ist, ist Sie doch eine Frau. Es gibt viele modische Dinge, die man z.B für Krankenhaus benötigt, die deiner Freundinn sehr nützlich sein können. Eine richtige Freude aber, die könntest du ihr nur mit Ihrer Genesung bereiten. Ansonsten ganz gelassen und natürlich an die Sacher rangehen. Deiner Freundin alles Gute, |
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#4
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Lieber Martin,
vielen Dank für deine ausführliche Antwort - ich habe meine Zeilen nicht als Kritik an den Ärzten empfunden, natürlich mache ich mir Gedanken, wenn immer wieder in dem Forum es heisst, sofort OP, jeder Tag zählt und dann bei einem Tumor 2 ohne Metastasen innerhalb von 3 Monaten nach 2 Chemotherapien das Todesurteil kommt. Alles was ich mit den Zeilen ausdrücken wollte, ist dass ich allen die Erfahrungen habe, danke, sie mit uns zu teilen und zweite Meinung einholen manchmal angebracht ist. Natürlich ist mir bekannt, dass magenkrebs sehr schnell eskalieren kann, deswegen habe ich auch geschrieben, ich bin im Stadium der Akzeptanz und man kann die Zeit nichtzurückdrehen. Selbstverständlich habe ich den Wunsch meiner Freundin auf keinen Besuch akzeptiert, wir haben als sie die Diagnose bekam - damals konnte sie noch ihr kleines Bier trinken, ich glaube es war ihr letztes - ausgemacht, dass sie klar sagt,was sie möchte und ich mich daran halte - das ist selbstverständlich, auch wenn es schwer ist, telefoniert haben wir ja immer kurz. Danke für deine Anregungen und Dir alles Gute! Hega |
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#5
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Hallo Helga,
vielleicht schreibst Du morgen nach dem Besuch und nur wenn Du es unproblematisch in Erfahrung bringen kannst wie der aktuelle Befund ist? (T2 und Chemo vor OP ist ungewöhnlich. So ins blaue hinein könnte ich mir eher vorstellen, daß man T2 revidieren mußte. Ansonsten kann ich Marco auch nur zustimmen.) Alles Gute morgen, KL |
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