![]() |
|
|
|
|
#1
|
|||
|
|||
|
Hallo Stefan,
du sprichst mir aus der Seele.Ich empfinde das auch als "Leichenfledderei" obwohl meine Mutter noch nicht mal tot ist. Ich habe die Mutter meines Freundes gefragt ob sie den Kleiderschrank haben möchte,da ihrer bald auseinanderfällt.Aber ich hatte so ein schlechtes Gefühl dabei,das kann man sich gar nicht vorstellen. Mein Sohn meinte gestern,den Kleinkram können wir ja auf dem Flohmarkt verkaufen.Er hat ja Recht,aber trotzdem bleibt ein übles Gefühl. Im Hinterkopf hat man halt doch noch den Gedanken "was ist wenn sie doch wieder nach Hause kann" ,obwohl das eine Wahrscheinlichkeit von 1:1000 ist. Ich werde das entsorgen was wirklich weg kann (Einmachgläser,alte Klamotten und Bettwäsche,Gedöns halt) und das wichtige werde ich noch eine Weile aufbewaren. LG Tala
__________________
http://www.youtube.com/watch?v=Vbwxz_bma2E |
|
#2
|
||||
|
||||
|
Hallo Tala,
ich kann den Gedanken "Leichenfledderei" (grauseliges Wort in diesem Zusammenhang) nicht so ganz nachvollziehen. Warum betrachtest Du das ganze nicht als Umzug Deiner Mutter? Sie bezieht ein neues Zuhause, das Pflegeheim, und hat dort andere Möbel und andere Bedürfnisse. Bei jedem Umzug wird teilweise entrümpelt. Mir hat auch bei jedem Stück, dass ich weggeben mußte das Herz wehgetan, ich kann Dich sehr gut verstehen. Aber ich habe versucht, meine Gedanken in positive Richtungen zu lenken, denn es ist nun mal nicht zu ändern Und wichtige Dinge mit Erinnerungsfaktor bleiben doch sicherlich in der Familie. Ich wünsch Dir weiterhin viel Kraft, Cora Geändert von Cora (14.01.2009 um 11:14 Uhr) |
|
#3
|
|||
|
|||
|
Hallo ,
ja du hast schon recht,aber weil ich eben weiß dass sie nicht mehr in ihre Wohnung zurückkehren wird ist es vielleicht so ein seltsames und blödes Gefühl.Ich weiß nicht. Vorhin war ich im Pflegeheim und habe jetzt wenigstens das Gefühl dass sie gut aufgehoben ist.Ihren Pfleger kenne ich sogar vom "Gassi gehen" (Hundebesitzer kennen sich ja meistens) und er ist ein ganz lieber Mensch.Ich wusste nicht dass er da arbeitet.Ich hatte nämlich Angst mich vielleicht für das falsche Heim entschieden zu haben.Man hört ja so viel... Heute kommen ihre beiden Schwestern aus NRW.Meine Mutter hatte auch ihnen nicht gesagt wie es wirklich um sie steht und ich hatte mich gewundert dass sie sich nicht blicken lassen um sie nochmal zu sehen.Aber ich habe sie aufgeklärt,und sofort haben sie Zugtickets gekauft. Ich hoffe,das gibt ihr nochmal ein bißchen Auftrieb. Weiß vielleicht jemand wie das mit Kündigungsfristen ist wenn jemand ins Pflegeheim zieht?Gibt es da Sonderregelungen oder ist das wie bei einem normalen Um- bzw. Auszug? LG Tala
__________________
http://www.youtube.com/watch?v=Vbwxz_bma2E |
|
#4
|
||||
|
||||
|
Zitat:
ich kann es gut nachvollziehen, dass Dir dies alles jetzt sehr schwer fällt. Es wird Dir nach dem Tod Deiner Mutter jedoch kaum leichter fallen. Wie Cora schon schrieb: Du hilfst damit Deiner Mutter JETZT bei ihrem Umzug ins Heim, indem Du die Wohnung auflöst, und nicht beim Sterben. Es gibt keine Sonderkündigungsfristen, nicht mal mit/nach dem Tod eines Mieters. Bereite für Deine Mutter das Kündigungsschreiben - ein Zweizeiler reicht aus - vor, lass' sie unterschreiben und reiche es beim Vermieter bzw. bei der Hausverwaltung ein. Damit hilfst Du Dir, ihr und es ist fair gegenüber dem Vermieter! Pauschal würde ich eine Kündigungsfrist von drei Monaten vermuten - es könnte aber auch eine andere Frist sein, bitte informiere Dich - so dass Du auch genügend Zeit hast, die Wohnung zu räumen. Frag' doch mal bei Eurem Sozialamt nach, ob es bei Euch so was wie ein Sozialkaufhaus gibt, die Dir die großen Möbel abnehmen (und abholen), um sie dann billig / kostenlos an sozial schwache Mitmenschen abgeben. Vielleicht kannst Du mit denen vereinbaren, dass sie nicht mehr verwertbare Möbel für Dich bzw. Deine Mutter dabei mit aus der Wohnung räumen, so dass Du für diesen Tag - so bitter das alles auch ist - gleich den Sperrmüll organisieren kannst. So kann viel erledigt werden, ohne dass Du selbst enorm viel machen musst. Ich weiß, das ist alles sehr schwer, aber Deine Mutter vertraut Dir. Was Deinen Freund betrifft: Mach' die Probe auf's Exempel und lass' ihn nicht aus der Pflicht, Dir zu helfen. Ich bin sicher, er wird Dir helfen. Falls nicht... Ich wünsche Dir alles Gute und Deiner Mutter eine schmerzfreie Zeit Dirk |
|
#5
|
|||
|
|||
|
Gestern nachmittag war ich wieder bei meiner Mutter.Sie isst nichts mehr und trinkt auch kaum was.
Ich denke dass es jetzt nicht mehr allzu lange dauern wird... Ich weiß gar nicht wie ich damit umgehen soll.Mein Leben muss ja weitergehen.Ich muss für meine Kinder da sein,den Haushalt machen ect. Aber immer habe ich im Hinterkopf:Meine Mutter wird nie wieder zu besuch kommen,nie wieder mit mir zum einkaufen gehen (haben wir einmal die Woche gemeinsam gemacht),ich werde nie wieder am Muttertag mit ihr essen gehen und wenn ich heirate (mein Freund hat mir am Neujahrstag einen Antrag gemacht) wird sie nicht dabei sein.Ich ahbe mir ein gebrauchtes Cabrio gekauft,das war immer mein Traum.Ich wäre so gerne mit ihr im Sommer damit an den Bodensee gefahren. Wie geht ihr mit diesem Wissen um?Man kann ja nicht den ganzen Tag heulen. Ganz schlimm ist es immer wenn jemand zu mir sagt "Kopf hoch,ich weiß dass es schlimm für dich ist" und mich dann auch noch drückt oder so.Dann öffnen sich alle Schleusen bei mir.Dabei meinen es die anderen ja nur gut,aber ich kann das nur schlecht ertragen. LG Tala
__________________
http://www.youtube.com/watch?v=Vbwxz_bma2E |
|
#6
|
||||
|
||||
|
Hallo Tala!
Meine Mutter ist am 31.12.letzten Jahres an Schildrüsenkrebs gestorben. In den letzten 3,5 Jahren hatte sie eigentlich nur mich,Schwester und Verwandte wohnen ziemlich weit weg. Und in diesen 3,5 Jahren haben wir ganz viel gemeinsam gemacht.Wir sind zum Frisör gefahren,mit den Hunden spazieren gegangen,haben gemeinsam gegrillt,waren einkaufen usw. Als es am 30.12. so schlimm mit meiner Mama war,dass sie auch nichts mehr essen und trinken konnte,habe ich so geweint und auch gedacht,dass diese ganzen Dinge alle ein letztes Mal waren...Ich dachte,dass das alles ein Traum ist. Nun war ich gestern bei dem besagten Frisör,zum ersten Mal ohne meine Mutter .Ich musste mich sehr zusammenreissen,um da auf dem Stuhl nicht loszuweinen( sah auch demensprechend komisch aus).Es ist sehr sehr schwer,aber ich versuche,mich dem zu stellen,weil ich Angst habe,spaeter alle Situationen,die mich an meine Mutter erinnern,zu meiden. Ich habe viel mit ihr gekuschelt,habe ihren Geruch eingeatmet,ihre Haut gefühlt ,auch,als schon weit weg war.Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für diese schwere Zeit! Liebe Grüsse von Brigitte. |
|
#7
|
|||
|
|||
|
Hallo Gitti,
das tut mir sehr leid dass du deine Mutter verloren hast. Wahrscheinlich ist es gut wie du es machst.Sie konfrontieren mit den Dingen die man gemeinsam gemacht hat. Heute kann ich meine Muter nicht mal besuchen weil ich so furchtbar erkältet bin.Bei jedem Telefonklingeln zucke ich zusammen,habe Angst dass es das Pflegeheim mit schlechten Nachrichten ist.Obwohl ich ja weiß dass es bald soweit sein wird. LG Tala
__________________
http://www.youtube.com/watch?v=Vbwxz_bma2E |
![]() |
| Lesezeichen |
| Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1) | |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|