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  #1  
Alt 31.03.2009, 15:46
loewi loewi ist offline
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Standard AW: zurück aus dem krankenhaus

huhu,

gestern hatte mein hausarzt mich zur wundversorgung zu einem sehr netten chirurgen geschickt. der meinte ich soll jeden tag nun kommen also heut dagewesen und da war sein kollege da...ein hausgemachtes a...gesicht .
ich bin im moment wahnsinnig gefrustet dass ich nicht wirklich was machen kann (schwimmen oder anderen sport) - geht ja schon ein viertel jahr... und dieses a... meinte "naja das haben sie ja freiwillig machen lassen!" ey hallo geht es denn noch???? ich habe es geschafft ganz ruhig zu sagen:

mir blieb keine andere wahl, weil ich krebs habe!

passt aber zu meinem tageshoroskop

Mit Gefühl handeln
Wenn Sie handeln und sich durchsetzen, tun Sie dies aus der Tiefe Ihrer Gefühle heraus. Im Positiven bedeutet dies eine starke Tat- und Überzeugungskraft, im Negativen Launenhaftigkeit. Heute hat Ihr emotionales Engagement eine besonders kämpferische Komponente. Doch bleiben Sie dabei menschlich und einfühlsam, ohne zuviel nachzugeben.


aber es hat mich viel kraft gekostet...

Geändert von loewi (31.03.2009 um 15:51 Uhr) Grund: was vergessen
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  #2  
Alt 03.04.2009, 13:42
loewi loewi ist offline
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Standard AW: zurück aus dem krankenhaus

Liebe claudia,

ich komme gerade aus dem marienhospital und bin so froh, dass ich mir die zweite meinung eingeholt hab. im grunde hat auch er mir gesagt, dass ich mit der op gute heilungschancen habe (was doch eine etwas andere aussage als in der uni ist) hat aber gesagt, er hat mit der strahlentherapeutin das besprochen und man kann mir eine after-loading therapie vorschlagen, die ich im übrigen auch annehmen werde. nächsten donnerstag habe ich vorgespräch und dann gleich nach der reha, würden sie damit beginnen. es ist jetzt also kein muss sondern ein kann und wenn es hilft ein restrisiko auszuschließen, dann mache ich es.
meine zweite meinung ändert aber jetzt nichts an den positiven erfahrungen in der uniklinik.

wie geht es dir denn heute? ich habe gestern die zusage für die ahb in bad gandersheim bekommen. am 14. gehts schon los

viele liebe grüße

christine
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  #3  
Alt 05.04.2009, 13:56
loewi loewi ist offline
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Standard AW: zurück aus dem krankenhaus

huhu liebe claudia,

wie in den anderen antworten kann ich auch jetzt nur wieder staunend sagen "hallo, wann hab ich das denn geschrieben?" genau das gleiche denke ich auch. als es im januar nach der ausschabung hieß, naja, es besteht ein 30%iges risiko an krebs zu erkranken, man sollte die gebärmutter entfernen...es bestehe übrigens ein minimales risiko (von unter einem prozent ) dass sich was gebildet hat...ey hallo, wer schreit wieder laut hiiiiiiiiiiiiiiier heeeeeeeeeeeer? frau s.!!!! und dann irgendwie eben diese schwammigen aussagen...es ist ja wahrlich nicht böse gemeint, im gegenteil, aber es sind keine aufmunternden worte, wenn im hinterkopf diese bösen fünf buchstaben lauern...und viele die sagen "ey, man, freu dich doch, dass alles so gut ausgegangen ist..." nein, sorry, geht grad gar nicht...ich hab vor anderthalb monaten die schockdiagnose bekommen, die ja die docs auch geschockt hat und nun soll wieder alles in ordnung sein?
sorry, ne absolut nicht. weiß nicht wie es dir ergeht, aber bei mir machen sich so langsam die ersten wechseljahrsveränderungen bemerkbar- dinge mit denen ich absolut nicht klar komme...als da wären: die veränderungen am körper. zuerst ist es mir im gesicht aufgefallen. ich hatte immer ein sehr mädchenhaftes gesicht...und ich bin älter geworden im gesicht in den letzten wochen ...ich habe seit ich raus bin also gute zwei wochen dreieinhalb kilo abgenommen und mein bauch ist insgesamt flacher und fester geworden (was sicherlich nicht nur an den dreieinhalb kilo liegt ) und sehr zu meinem leidwesen wird meine brust kleiner. ein körperteil auf den ich immer sehr stolz war (und bin)...klar für den rücken sicherlich besser, aber diese ganzen umstellungen ... hiiiiiiiiiiiiilffffffffffffffffeeeeeeeeeeeee!
von den stimmungsschwankungen brauchen wir ja mal nicht zu reden: ich fühle mich wie in der pubertät nur andersrum und hin und wieder so hitzewallungen. heute habe ich (so doof es klingt) unterleibschmerzen...wo ja nichts mehr ist. so wie wenn ich meine tage kriegen würde , dann voll unruhig, so hey wann krieg ich sie jetzt wieder, krieg ich sie wieder so krass???? und dann festzustellen: du kriegst sie ja überhaupt nicht mehr... also grad find ich das alles super zum kann mich voll selber nicht ausstehen. eben pubertär
so, nun mal zu dem afterloading. mehr erfahre ich erst am donnerstag, da habe ich das vorgespräch, aber hab gehofft, vielleicht von dir schon etwas erfahren zu können: wird diese kapsel zum beispiel nur einmalig eingesetzt oder immer wieder neu und wie läuft das prozedere überhaupt ab. hast du nebenwirkungen? also bei mir soll es wohl von innen gemacht werden...

claudia, ich schick dir gleich mal ne pm

viele liebe grüße

christine
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  #4  
Alt 06.04.2009, 16:15
loewi loewi ist offline
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Standard AW: zurück aus dem krankenhaus

hab ich schon gelesen schreib dir nacher zurück
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  #5  
Alt 13.04.2009, 13:32
loewi loewi ist offline
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Standard AW: zurück aus dem krankenhaus

heute ist mir vieles bewusst geworden:

ich habe meinen alten körper behalten, auch wenn er mir jetzt noch fremd ist. was sich verändert hat?

- ich habe einiges abgenommen
- mein bauch der immer sehr aufgebläht war ist deutlich zurück gegangen
- mein gesicht hat sich verändert. das kindliche, mädchenhafte ist weg und ich wirke älter oder vielleicht reifer (und ich bekomme PICKEL ... habe nie in meinem leben in der pubertät einen einzigen pickel gehabt)
- meine brust wird kleiner (einerseits schade, andererseits gut - weil weniger rückenaua)
- auch die schamlippen verändern sich
- ach ja, und meine fingernägel wachsen und werden wesentlich fester

ich habe nun mit einem ritual begonnen:
täglich betreibe ich nun eine halbe stunde intensive körperpflege...schön mit füßen baden und nacher pflegen und eincremen. meine ganze haut ist soooo mega trocken geworden, dass ich pro tag eine gefühlte halbe flasche nivea darauf verteile. ich wasche mein gesicht mit einer erfrischenden waschlotion aus joghurt-minz-extrakt.
diese halbe stunde ist ausschließlich für mich! es läuft kein fernseher, keine musik und handy ist auch aus. eine halbe stunde stille in der ich mich mit meinem alten-neuen körper beginne anzufreunden.
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  #6  
Alt 03.05.2009, 18:15
loewi loewi ist offline
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Standard AW: zurück aus dem krankenhaus

schon wieder länger her, dass ich geschrieben habe. bin zur zeit in der reha, die aber (leider) nächste woche dienstag wieder vorbei ist. und seit einigen tagen stellt sich bei mir dieses gefühl ein, dass ich in all den wochen nie verspürt habe: WUT! auf alles mögliche.

ich habe vor 13 jahren in der 16. ssw ein kind verloren, auf sehr tragische weise und ich hatte dieses kind, einen kleinen jungen, in meiner hand...er hat gelebt, geatmet, sein herz hat geschlagen und er hat gekämpft...mein sohn, aron habe ich ihn genannt, ist mir aus meinem körper "gerissen" worden, von dem menschen dem ich am meisten vertraut habe...meinem vater.
ich werde mein kind nie vergessen und manches mal zerreißt die liebe zu ihm und der damit verbundene schmerz mich beinahe.

und nun diese scheiß beschissene verfuckte krankheit, die es mir nie mehr möglich macht selber ein kind auszutragen, meinem kind einen namen geben
ich könnte ehrlich. als ich meinen sohn verlor habe ich mich nicht wehren können und es wurde mir keine wahl gelassen. und nun...hatte ich erst recht keine wahl wegen diesem verfluchten krebs!
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  #7  
Alt 03.05.2009, 23:41
Benutzerbild von nikita1
nikita1 nikita1 ist offline
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Standard AW: zurück aus dem krankenhaus

Liebe loewi,
entschuldige, wenn ich dir zu nahe trete, aber wie kann man denn ein Kind verlieren (sprich Abtreibung) ... und es dann noch lebend in der Hand halten ?
Zudem " vom - von dir abgöttisch geliebten Vater - aus dem Leib gerissen" ? (das abgöttisch habe ich in einem anderen Thread von dir gelesen)
Das ist alles sehr kryptisch geschrieben.

Es ist sehr traumatisch, wenn man ein Kind verliert, wie auch immer und bei dir scheint ja noch mehr dranzuhängen, was diese Schwangerschaft betrifft, jedenfalls reime ich mir das so zusammen.
Du bist doch in Behandlung, kannst du dort all deine Traumata und Probleme nicht ansprechen ?
Geht es deiner Mam besser, die hat doch Brustkrebs ?
Und steht dir deine Schwester bei oder Freunde ?
__________________
Liebe Grüße
Nikita


Tapferkeit ist die Fähigkeit, von der eigenen Furcht keine Notiz zu nehmen.
George Patton
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