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#1
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Liebe Sabine !
Herzlich willkommen, auch wenn der Anlass ein ein sehr bescheidener ist. Du bist hier im EK-Forum genau richtig, denn es gibt hier einige Frauen, die auch Eileiterkrebs haben. Ich gehöre auch dazu. Ich bin 2002 erkrankt (FIGO IA) und habe nur 4x Carboplatin und Taxol bekommen. (Das ist auch der "Goldstandard") 2007 hatte ich mein Rezidiv mit ausgeprägter Peritonealcarcinose. Wenn Du mehr zu Deiner Diagnose und Deinem Primärtumor (z.B. FIGO) schreiben würdest, könnte man darauf näher eingehen. Wenn Du noch Fragen hast, stell sie einfach. Dass Du im Moment physisch und psychisch noch nicht fit bist, ist aber auch völlig normal. Deine Diagnose ist ja gerademal 7 Monate her. Liebe Grüße Heike |
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#2
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Hallo Heike,
danke, daß Du Dich für meine Probleme interessierst. Bei Dir läuft es ja auch nicht so optimal, wenn Du nach der Erstdiagnose wieder ein Rezitiv hast. Man hofft ja eigentlich, daß nach der OP und Chemo dann alles vorbei ist, aber ich muß halt auch immerzu daran denken. In meiner Familie väterlicherseits gibt es sehr gehäuft Krebserkrankungen aller Typen, was mir auch noch Angst macht. Erst Anfang dieses Jahres hat ein Verwandter Selbstmord begangen - Diagnose Magenkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Bei mir wurde der Tumor bei einer Untersuchung wegen Wechseljahresbeschwerden eher zufällig entdeckt. Er war am linken Eileiter und schon 7x4cm groß. Lt. der Ärzte hatte er aber noch nicht gestreut (FIGO 1c) Grad 2. Mir geht es körperlich eigentlich ganz gut, bis auf die ständige Erschöpfung, wenn ich mal ein Stück laufe oder im Haushalt was mache. Der Narbenbruch stört mich natürlich auch. Mein Arzt hat mir empfohlen, daß ich zu einem richtigen Psychater (Arzt) gehe,damit ich einen Weg aus meiner ständigen Angst finde und nicht dadurch noch kränker werde. Das werde ich wohl auch machen. Und wie geht es bei Dir mit der Behandlung weiter und wie geht es Dir jetzt? Ich habe schon gedacht, ich finde niemanden, der auch Erfahrungen mit Eileiterkrebs hat, weil er doch so selten ist. Umso mehr freue ich mich, daß wir uns darüber austauschen können. Alles Gute Sabine |
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#3
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Hallo Sabine !
Gib doch in der Suchfunktion "Eileiterkrebs" ein, dann findest Dun bestimmt noch 3-4 Frauen. Mit FIGO IC hast Du doch eine gute Ausgangsbasis. Mein Rezidiv kam auch erst nach 5 1/2 Jahren. Es nutzt ja auch gar nichts, sich die Zeit damit zu vermiesen, wenn man daran denkt, was alles noch passieren kann... Deine Niedergeschlagenheit kann auch durchaus noch mit der Chemo zusammenhängen. Du hast sicherlich schon etwas vom Fatiguesyndrom gehört. Eine beliebte Nebenerscheinung bei Tumoren und Chemo. Die Idee einen Psychiater zu konsultieren und eventuell vorübergehend den Zustand mit Medikamenten zu verbessern,ist doch gar nicht so schlecht. Arbeitest Du schon wieder ? Wenn nicht, lass es ruhig angehen. Um Krebs und seine Therapie zu "verdauen", braucht es einige Zeit, wobei es durchaus einige taffe Frauen (z.B. Heiderose ) gibt, die die Kraft haben, auch während der Chemo zu arbeiten. Das funktioniert aber nur, wenn man sich seine Zeit und seine Kraft selber einteilen kann. Liebe Grüße Heike |
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#4
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Hallo Heike,
ich habe leider noch niemanden weiter gefunden, der Eileiterkrebs hat. Na ja, vielleicht klappt es ja noch mal. Ich würde halt gerne wissen, wie es bei anderen Patientinnen nach OP/Chemo weiterging. Es ist jetzt nach der AHB sehr ruhig geworden. Ich muß ja erst Anfang Juli zur Nachsorgeuntersuchung. Ich kann mir zur Zeit aber auch nicht vorstellen, wieder zu arbeiten. Ich bin immer gleich schlapp und schwindelig, wenn ich mal ein Stück spazierenlaufe oder mich im Haushalt betätige. Ich habe bis zur Krankheit in einer Firma in der Produktion gearbeitet. Die Arbeit war mehrschichtig und körperlich sehr anstrengend. Außerdem muß man dort ständig mit hochgiftigen krebserzeugenden Stoffen umgehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dort wieder weiterzuarbeiten. Dieser Kummer macht mich seelisch auch noch zusätzlich fix und fertig. Na ja, eigentlich muß man ja froh sein, daß der Krebs in diesem Stadium erkannt und beseitigt wurde. Das ist ja erst einmal das allerwichtigste. Viele Grüße Sabine Geändert von Sabine412 (19.03.2010 um 20:27 Uhr) |
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#5
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Hallo Sabine,
ich bin nicht an Eileiterkrebs erkrankt, sondern wie die meisten hier an Eierstockkrebs. Ich hoffe es finden sich hier noch ein paar Frauen mit Eileiterkrebs zum Austausch. Möchte Dir aber auch einkleines Kraftpaket schicken. Bei dir ist ja noch alles recht frisch. Gib Dir, Deinem Körper, Deiner Seele Zeit sich von allem zu erholen (und diese Schlappheit kenne ich und viele andere hier auch; Fatigue wurde ja schon angesprochen). Und das sollte jetzt erst mal anstehen, nicht schon wieder an die Arbeit denken, wenn es noch gar nicht dran ist. Was du zu deiner Arbeit geschrieben hast: Wenn es wieder soweit ist, dass du eine "Beschäftigung" aufnehmen kannst, muss es doch nicht der alte Job sein. Ich bin auch nicht wieder in meinen alten Beruf zurückgekehrt. Wusste erst gar nicht wo und wie ich anfangen sollte mich neu zu orientieren. Es gibt aber von Seiten der Rentenversicherung oder dem Arbeitsamt Möglichkeiten eine berufliche Rehabilitation zu machen. Entweder eine langsame Wiedereingliederung in den alten Beruf oder eine Umschulung/Qualifizierung in einen anderen Beruf. Ich habe zunächst an einer Oorientierungsmaßnahme teilgenommen und bin nun in einer 6monatigen Trainingsmaßnahme zur Vorbereitung auf eine Umschulung.Ich bekomme während der ganzen Zeit Übergangsgeld. In dieser Trainingsmaßnahme bin ich zusammen mit "Gleichgesinnten", das tut sehr gut sich mit anderen auszutauschen, die einen ähnlichen Weg gehen müssen. Liebe Sabine, wie gesagt ist ja erstmal das Gesund werden am wichtigsten. Aber vielleicht kann es dich ja bisschen beruhigen, dass du dir bei deinem Job erstmal nicht so sehr den Kopf zerbrechen musst. Wenn es soweit ist gibt es Lösungen, Möglichkeiten, Alternativen. Nachdem ich die letzten Jahre so vieles durchstehen und aushalten musste, merke ich jetzt auch oft, dass ich daraus Kraft gewinnen kann. Vieles sehe ich jetzt nicht mehr so eng oder perfektionistisch, was viel (Leistungs-)Druck nehmen kann. Ich erwarte einfach nicht mehr so viel von mir. Weist wie ich das meine? Aber das hat auch alles Zeit gebraucht. Als ich nach der Erkrankung ziemlich schnell wieder loslegen wollte, gabs auch viele viele Tränen, wenn das alles noch nicht so wollte. Ich wünsche dir viel viel Kraft! Liebe Grüße, Juli |
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#6
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Ich liebe DICH wahnsinnig mein ENGEL! In ewiger, inniger Liebe DEINE Mutti www.lukas-benedikt.de Geändert von maja-s04 (20.02.2013 um 23:15 Uhr) |
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#7
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Hallo Juli 95!
Ich möchte mich bei Dir ganz herzlich für Deine Ratschläge bedanken. Du hast mir viel Mut für die Zukunft zugesprochen, es tut mir sehr gut, daß ich mich mit Euch allen austauschen kann. Ich glaube, Du hast Recht, daß ich mich jetzt erst einmal auf meine Genesung konzentrieren muß, ehe ich wieder an Arbeit denke. Aber da ich schon einen Anruf von der Krankenkasse bekommen habe, daß ich bald zum medizinischen Dienst muß, da bekommt man halt Panik. Aber ich kann ja begründen, daß es mir nicht so gut geht. Für Dich alles Gute für die Zukunft! Vielen Dank und viele Grüße Sabine Hallo Maja, es freut mich für Dich, daß Du schon mehrere Jahre nach der OP ohne Rezidiv bist. Ich hoffe, daß es mir auch so ergehen wird. Ich wünsche es mir ganz sehr, daß ich den Krebs besiegen kann. Mir geht es noch nicht so gut, körperlich und seelisch, aber ich habe die Hoffnung, daß die Zukunft besser wird. Alles Gute für Dich! Sabine |
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