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#1
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Hallo, meine Lieben,
danke für Eure guten Wünsche und lieben Zeilen! Das gestrige MRT habe ich hinter mir. Dank der k.o.-Tropfen habe ich es mal wieder ohne größere Klaustrophobie-Anfälle überstanden. Ich setze mir übrigens immer eine Schlafbinde auf die Augen, damit ich, falls ich die Augen doch mal öffne, nicht sehen kann, wie eng es in dieser schrecklichen Röhre ist. Jetzt fehlt noch das Befundgespräch. Leider wurde es von morgen auf den kommenden Montag verschoben, so dass ich mich über das WE noch mit den Ängsten herumplagen muss. Aber auch die Zeit wird herumgehen. Ansonsten kann ich berichten, dass es der armen Frau, die es während meiner letzten Chemo so arg erwischt hat, wieder besser geht. Ich bekomme zwar keine konkreten Auskünfte, da ich keine Angehörige bin, aber man sagte mir, dass sie sich auf dem Weg der Besserung befände. Welch ein Glück! Zur Zeit beuteln mich die Nebenwirkungen der letzten Chemo ziemlich arg: Schwäche, Schmerzen und Übelkeit sind mal wieder sehr ausgeprägt, aber dank Novalgin, MCP und Cortison haut es mich nicht völlig um. Und wenn das Ergebnis am Montag dann gut ist, nehme ich alles in gern in Kauf!!! Jetzt freue ich mich auf das WE mit meiner Familie. Meine 15-jährige Tochter ist seit einer Woche von ihren Reisen wieder zurück, und sie macht mir zur Zeit so viel Freude. Die anstrengenden pubertären Zickereien werden weniger und manchmal sehe ich schon die erwachsene Pia, die sie einmal sein wird, vor mir. Dann danke ich jedesmal Gott dafür, dass ich sie so lange begleiten durfte und hoffentlich noch lange bei ihr sein darf! Ich wünsche all denen, denen es zur Zeit nicht gut geht, ein möglichst schmerzarmes WE mit wenig Nebenwirkungen! Allen anderen sende ich ebenfalls liebe Grüße und ein gutes WE mit schönen Momenten. Heike |
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#2
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Liebe Heike,
ich wünsche Dir von Herzen ein WE, dass Dich ablenkt im Kreis Deiner Familie, das ohne Schmerzen verläuft und dann nächste Woche nur gute Nachrichten. Es macht immer traurig, wenn man liest, es geht jemandem nicht so gut. Alles Liebe Susanne |
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#3
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Hallo, meine Lieben,
so, heute war nun das Befundgespräch. Und ich weiß eigentlich gar nicht, ob ich mich freuen soll, oder nicht: Der Zustand der Metas ist unverändert: Sie haben sich während der 6 Chemo-Zyklen nicht um einen mm verkleinert - aber auch nicht vergrößert. Da ich in den letzten Minuten, bevor ich zur Ärztin reingerufen wurde, fast wieder eine Panikattacke bekam ( ich war plötzlich felsenfest davon überzeugt, dass sie mir sehr schlechte Nachrichten mitteilen würde), war ich bei der Aussage "alles ist unverändert" zunächst einmal für einen Moment total erleichtert. Dann jedoch wurde mir klar, dass die Chemos, die ich seit Januar erhalten habe, ja nichts bewirkt haben und ich wurde recht still. Nach vier Jahren kann ich im Gesicht meiner Onkologin recht gut lesen und ich meine, sie auch ganz gut zu kennen. Sie wirkte sehr verhalten, was meinen Eindruck, dass das Ergebnis nicht so toll ist, noch bestärkte. Ich fragte sie, ob wir jetzt nicht operieren könnten. Dies verneinte sie. Ich kann es natürlich nicht ganz genau wiedergeben, aber der Grund dagegen lautete ungefähr so: "Wenn man sich schon so häufig wie Sie schweren Operationen unterziehen musste, sollte von einer weiteren OP abgesehen werden, da jeder dieser schweren Eingriffe eine große Belastung für den Körper bedeutet. Außerdem müssen wir uns bei Ihnen darüber im Klaren sein, dass sich in Ihrem Körper Metastasen befinden, die wir bei der Bildgebung noch gar nicht sehen können. Selbst wenn wir die zur Zeit erkennbaren Metastasen erfolgreich herausoperieren können, was auch fraglich ist, da sie sich sehr tief im Bauchraum an äußerst ungünstigen Stellen befinden, werden die jetzt noch nicht erkennbaren Metastasen weiterwachsen, so dass die OP dann letztendlich keine Verbesserung gebracht hätte. Dann befragte ich sie nach der Möglichkeit der Bestrahlung. Sie versprach mir, die Bilder einem Strahlenfachmann vorzulegen. Jedoch sagte sie mir, dass es wegen der Lage der Metas wahrscheinlich auch nicht in Frage käme, da man wichtige Organe in Mitleidenschaft ziehen würde. Eine Meta liegt wohl retroperitoneal auf der Wirbelsäule, eine andere sehr nah am Darm. Beide Stellen seien wohl für Bestrahlung nicht gerade prädestiniert. Die anderen beiden sind in irgendwelchen Lymphgefäßen und somit auch nicht geeignet für Bestrahlung. Trotzdem fragt sie bei einem Experten nach und wird mich anrufen. Meine Frage, ob wir die Chemo dann fortsetzen würden, wollte sie mir noch nicht beantworten, da zunächst mal die Bestrahlungsfrage geklärt werden soll. Dennoch ließ sie durchblicken, dass sie der Meinung sei, dass ich mich erstmal erholen müsse, da die Chemo mich sehr viel Kraft gekostet habe ( ich bekomme nun seit 29 Monaten eine Chemo nach der anderen mit immer verschiedenen Wirkstoffen). Sie würde für eine Erhaltungschemo mit Ixoten plädieren. Nun habe ich aber schon einmal Ixoten bekommen und in dem Vierteljahr sind meine Metas regelrecht explodiert, also bin ich von der Idee nicht so begeistert. Irgendwie bin ich kurz davor, wieder in das tiefe Loch zu fallen. Ich sage mir immer: Ist doch gar nicht so schlecht, immerhin sind die Metas nicht gewachsen, also hat die Chemo doch etwas bewirkt. Aber andererseits bin ich total verunsichert. Wie seht Ihr das??? Bin sehr gespannt auf eure Antworten und brauche eure Meinung unbedingt, um einen klaren Kopf zu bekommen. Für heute erstmal liebe Grüße an euch eine sehr verunsicherte Heike |
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#4
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Liebe Heike,
an deiner Stelle wäre ich wohl auch erst mal erleichtert! Sicher wäre es erfreulicher, wenn die Metas verkleinert, oder gar verschwunden wären. Aber sie sind zumindest in Ihre Schranken verwiesen worden. Somit hat die Chemo bestimmt etwas gebracht. Deine Ärztin ist doch auch recht engagiert, wie ich finde, wenn sie mit Ihren Fachkollegen nach einer weiteren passenden Option für dich suchen. Und derweil solltest du dich wie vorgeschlagen erst mal etwas erholen. Kannst du vielleicht auch eine Reha machen? Vielleicht auch mit psychologischer Betreuung, dass du nicht in ein so tiefes Loch fällst? Deine Seele muss doch auch gepflegt werden! Liebe Grüße, Marie |
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#5
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Liebe Heike,
ich kann dir sehr gut nachfühlen, wie du dich fühlst, wenn nach diesen langandauernden zermürbenden Chemotherapien am Ende das Statement Metas unverändert kommt. Einerseits fühlst du dich erleichtert, andererseits fragst du dich hat sich die Quälerei eigentlich gelohnt. Ja, das hat sie. Sie hat dir geholfen Zeit zu gewinnen. Zeit in der die Forschung weitergegangen ist, so dass heute deutlich mehr Therapieoptionen zur Verfügung stehen, als noch vor ein paar Jahren. Unter diesem Link findest du den Bericht über ein Symposiom zum Thema gynäkologische Onkologie, in dem ein neues Medikament vorgestellt wird. Es soll eine deutlich höhere Ansprechrate für Rezidive des Ovarialca aufweisen. http://www.krebskompass.de/forum/sho...=36390&page=26 Ich wünsche dir viel Glück. flipaldis |
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#6
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Liebe Heike
![]() Ich möchte mich den Worten Deiner WZ Besucher anschließen. Du hast einen Stillstand erreicht. Klar man möchte mehr, weil man sich durch so viele Chemos quält. Man hofft auf Verkleinerung, am liebsten möchten man sie gar nicht mehr haben. Du hast einen Stillstand und sie sind nicht weiter gewachsen. Gönn Deinem Körper ein wenig Ruhe, auch Deiner Seele und tank neue Kraft auf. Es gibt noch Möglichkeiten für Dich. Fripaldis hat Dir eine aufgezeigt. Laß Dir jetzt ein wenig Zeit und erhole Dich und dann gehst Du mit neuer Kraft heran. Ich denk an Dich und ![]() Dich ganz lieb.Denke immer an Dein WZ wärend meiner Chemo. Geschenkte Zeit. Das sind so wahre Worte. Alles Liebe von Deiner Anne
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#7
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Liebe Flipaldis,
ich wollte deinen Link über den neuen Medikament aufmachen, lande aber immer bei-" Bin neu hier, will Munterm........" Mache ich was falsch? Obwohl ich zu Zeit nach meiner 2 Chemotherapie Beschwerdenfrei bin, interesiert mich sehr, ob man was neues gegen unsere Krankheit hat. |
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