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#1
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Liebe Gilda,
meine Mutter wurde von der Palliativ zum sterben am letzten DO nach Hause entlassen. Man sagte ihr und auch uns, erwartende Lebenszeit ca. 1-4 Wochen. Man sollte zwar nichts darauf geben, aber es bleibt einem eben im Kopf. Ich liebe meine Mutter sehr und war in den letzten Jahren immer für sie da, sie ist wie eine beste Freundin für mich. Wenn sie mich brauchte, war ich sofort zur Stelle, habe ihr mit ihrer Krebserkrankung soweit es in meiner Macht stand geholfen, das Leben erträglicher und schöner zu machen. Ich bin verheiratet, habe 2 Kinder und kann alleine aus diesem Grund nicht Tag und Nacht bei ihr sein. Ich habe ganz einfach Angst, die Anzeichen, wenn sie da sein sollten, nicht zu sehen oder evtl.übersehen zu können. Ich möchte Sie einfach nicht in der Stunde des Todes alleine lassen und ihr auch da noch zur Seite stehen. Natürlich werden mir keine Verstorbenen "Rede und Antwort" stehen. Dein Kommentar finde ich echt ........... (das denke ich mir lieber) Aber es gibt genügend Angehörige und Freunde hier in diesem Forum, die mir Antwort geben könnten, da sie das gleiche bereits mitmachen mussten. Ich bat um Hilfe und möchte diese gerne annehmen. Es gibt hier Betroffene, logisch, aber bestimmt auch viele stille Leser, die das gleiche gerne wissen würden. Ich bot an per PN, da es für MICH eine Hilfe derzeit ist und nicht aus Neugierde, weil mir gerade langweilig ist. Hättest Du meinen Thread die letzten 18 Monate verfolgt, dann wüßtest Du über mich und mein Leben und die Liebe zu meiner Mutter Bescheid! @Antje123 Danke für Deinen Beistand und das Du mich verstehst, was in mir vorgeht... Claudia
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Meine liebe Mama (60) >> siehe Profilbild <<: 19.11.2008 Verdacht auf BSDK 27.11.2008 Whipple OP T3N1M0R130.12.2008 Portzugang 19.01.2009 Anfang Chemo 5FU/24Std/7Tage 03.07.2009 Ende der Chemo 08.01.2010 3 fache Wirbelkörperfraktur OP 19.03.2010 Metas in Leber, Lunge und Bauchfell gesichtet 05/2010 Man gab meiner Mum noch eine Lebenserwartung von 1 Woche 08/2010 Wir kämpfen immer noch! ![]() 07.09.2010 Gehofft, gekämpft und doch verloren
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#2
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Liebe Claudia,eine Antwort kann ich dir leider (oder Gott sei Dank ) auch nicht geben.Aber ich wünsche dir und deiner Familie dies alles mit viel Mut zu überstehen.Auch uns steht das End meiner Mutter noch bevor und ich würde mir wünschen es zeitig erkennen zu können!Vielleicht ist es doch noch ein Tabuthema.Anders kann ich es mir kaum erklären!Ich drücke dich ganz fest und wünsche dir alle Kraft der Welt.Antje
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#3
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Liebe Claudia,
ich verstehe Dich vollkommen. Auch ich wäre sehr froh gewesen, wenn ein Arzt gewagt hätte, mir diese Frage zu beantworten. Ich schicke Dir eine pN. Liebe Grüße Angelika Geändert von danja (24.05.2010 um 04:37 Uhr) |
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#4
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Zitat:
@Antje Ja, es gibt Tabus. Und Tabus sind nicht dazu da, dass man sie um jeden Preis bricht. Sie schützen nämlich auch. |
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#5
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Hallo Claudia,
http://christoph-student.homepage.t-...67018832209214 und hier http://www.pflegewiki.de/wiki/Sterbebegleitung kannst du grob umschrieben die Phasen nachlesen, die in dieser Zeit die Betroffenen mehr oder weniger durchlaufen. Manche dieser Phasen sind sehr prägnant, besonders die Veränderung der Sinne. Du erkennst am ehesten das Herunterfahren der Organfunktionen im Ess- und Trinkverhalten. Meistens beginnt es mit den vielen Gelüsten dies oder das noch essen zu wollen. Irgendwann möchte deine Mutter nur noch trinken. Es kann sein, dass die Aszites einsetzt, der Bauch zuerst sich fühlt, dann nach und nach werden die Beine aufquellen. Oft beginnt dabei eine Phase eines starken Schmerzempfindens, der großen Übelkeit und immer wieder Erbrechen, obwohl nichts gegessen wurde. Wenn Ihr deine Mutter zu Hause pflegen wollt, stelle dich auf 24 Stunden rund um die Uhr Pflege ein. Holt euch alle erdenkliche Hilfe, welche euch von außen geboten wird. ***** Es gibt immer wieder diese unsinnige Diskussion, ob man den Sterbeprozeß in die Threads mit einbinden soll. Warum? Der Tod gehört ebenso zu der Krankheit, wie auch die Beiträge, welche das Glück haben diese Krankheit zu überstehen. Wer darüber nicht lesen möchte, und lieber zuwartet, bis die Situation bei ihnen eintritt, braucht den Thread nicht anklicken und lesen. *******
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Jutta _________________________________________ |
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#6
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hi, ich kann deine frage ehrlich verstehen, also bei meiner Mutti war es so sie war auf der Palliativ nur um sich zu erholen und neu eingstellt zu werden, sie musste aber 2 mal eine kleine OP machen mit leichten Narkosen diese haben ihr viel kraft genommen, aber sie waren notwendig.
Ich bin den Tag zu ihr gekommen, und sie sagte das sie heute sterben wird, sie hatte recht. Wir haben davor offen über den tod gesprochen dies war unser Vorteil ich habe sie darum gebeten auf mich zu warten, redet auch offen mit einander. Ihr letzt essen war ein Eis, dies habe ich ihr gegeben. Viel Glück |
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