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#1
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Hallo,
irgendwie weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll. Es tut mir Leid dass deine Mutti verstorben ist. Meine Mutti hatte auch BSDK und hat den Kampf leider auch verloren. Es ging einfach alles so schnell. Ich möchte es einfach mal mitteilen, vielleicht kann ich ja jemandem helfen. Die Diagnose kam im Feb.2010 Und dann ging alles ziemlich schnell, die Chemo fing an. Die ersten 3 Chemos hat sie gut verkraftet, aber dann kam die fünfte... An Herrentag ist Sie dann ins Krankenhaus eingeliefert worden, Sie konnte einfach nichts mehr bei sich behalten. Auch im Krankenhaus ging es rapide Berg ab Dann kam die Entscheidung: Chemo ist nicht mehr möglich, operieren sowieso nicht. So kam dann die künstliche Ernährung mit dazu. Es war einfach nur schlimm einen geliebten Menschen so leiden zu sehen. Ich hatte noch ein paar schöne Stunden mit ihr, ich hab sie in den Rollstuhl gesetzt und bin mit ihr raus gefahren ...- einfach den Moment genossen-... Nachdem die Ärtze dann noch einen "Stend" in der Speiseröhre gelegt haben durft sie wieder nach Hause. Es war der 16. Juni 2010 als sie entlassen wurde. Aber sie sah einfach nicht mehr aus wie meine Mutti.... sie war so dünn, die Augen so weit aufgerissen. Am nächsten Tag dann abends wollte sie die Tabletten nicht mehr nehmen, Sie konnte kaum noch sprechen, so kraftlos war sie ...- unfassbar- So hab ich beschlossen bei meiner Mutti zu bleiben, direkt am Bett um ihr die hand zu halten. Ich habe ihr noch viel schönes aus der Vergangenheit erzählt, die ich zusammen mit meiner Mutti erlebte. dann merkte ich dass sie unruhig wurde - ich wusste mir nicht zu helfen und rief meinen Vater- wir waren beide ratlos- Ich habe dann nur meine Schwiegermutter angerufen ( sie ist Krankenschwester), und sie kam gleich lang. Ja ... Mutti war gerade dabei zu sterben ( so schlimm sich das auch anhört) ich nahm Ihre Hand und hab Sie einfach nur gestreichelt, und immer , ja immer wieder gesagt " Du bist nicht allein , ich bin da" Auch meine Geschwister kamen sofort. Und meine Mutti ist erst eingeschlafen, als alle Kinder im Haus waren. ich möchte damit nur sagen dass es "schön " war, einfach dabei zu sein, sodass meine Mutti keine Angst haben musste. ich würde es immer wieder tun. Diese Zeit ist einfach ein ganz intimer Moment. Leider verlief die Krankheit zu schnell, ich kann nur jedem sagen genießt die Zeit die Ihr noch habt mit euren kranken Angehörigen. Katja |
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#2
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Liebe Katja,
es tut mir auch so unendlich leid, dass Deine Mutter den Kampf verloren hat. Ich sitze da und alles kommt wieder hoch... es tut immer noch so weh!!! Wir hatten zwar länger Zeit, um uns zu verabschieden, aber ich weiß nicht, was besser ist. Jemanden lange leiden zu sehen ist auch nicht gut. Ich hätte ihr gerne viele Schmerzen erspart. Wir sind nur froh, dass wir ihren letzten Wunsch (noch mal ein Treffen mit ihren Geschwistern an ihrem Geburtsort) erfüllen konnten. Traurige Grüße Swanny
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Meine Mutti: Pankreaskopfkarzinom - festgestellt Anfang April 2009 - OP am 17.04.2009 (PPPD) - eingeschlafen am 05.03.2010 |
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#3
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Hallo Swanny,
ich weiß auch nicht was das richtige ist. Ich denke schlimm ist einen Menschen leiden zu sehen und nicht helfen zu können ... so war es doch gut, das alles so schnell ging aber sie hatte noch so viele wünsche, sie wollte doch noch unbedingt mal nach mallorca - klingt total banal- aber ich konnte ihr den wunsch nicht erfüllen - selbst meine kinder kann sie nicht mehr sehen , meine hochzeit ... einfach alles ... ich bin doch erst 25- da darf mann doch noch nicht seine mutter verlieren oder????? sie ist nur 57 jahre gworden ich vermisst sie so sehr... und ich habe angst vor der beerdigung ich hab sowas noch nie miterlebt ich kann dich so gut verstehen |
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#4
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Ach Mensch, ich bin auch so eine die ihre Mutti verloren hat. vor genau 6 Monaten. Wenn ich das alles lese, dann kommt alles wieder hoch. Heute geht es mir sowieso echt schleht, da kommt deine Geschichte gerade recht um noch mehr zu heulen.
Ja es ist alles so schlimm. Fürchte dich nicht vor der Beerdigung. Ich saß da und hab mich immer gefragt wieso ich denn in der ersten Reihe sitzen soll. Ich hab das alles wie in einem Film mitbekommen. Es war alles so unreal!!!! Du schaffst es schon. Denk die Zeit über einfach an die anderen aus dem Forum, es gibt hier einige Namen die dir immer wieder begegnen. Das ist für micht etwas beruhigendes. Du bist nicht alleine, guck mal, ich sitz doch auch hier vor dem PC und heule (deshalb die schlechte Rechtschreibung), Schlaf schön, traume von deiner Mama, am Anfang wird sie dich recht häufig in deinen Traumen besuchen..... genieße es. Leider wird es mit der Zeit weniger. Ich bete abends immer das meine Mama heute Nacht zu mir kommt. Gute Nacht! uta
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#5
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Hallo Kati,
57 Jahre ist wirklich noch jung. Meine Mutter durfte immerhin 80 werden und ihre Enkel und zwei Urenkel sehen. Ich kann es aber jetzt kaum fassen und bin selbst nur ein paar Jahre jünger wie Deine verstorbene Mutter. Es ist immer schlimm, aber mit 25 seine Mutter zu verlieren, ist grausam! Fühl Dich mal gedrückt! Ich würde so gerne noch vieles mit meiner Mutter erleben/nachholen. Kann allen nur raten, das Leben zu genießen, solange es möglich ist. Swanny ... halte Dir jeden Tag dreißig Minuten für deine Sorgen frei... und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (Abraham Lincoln)
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Meine Mutti: Pankreaskopfkarzinom - festgestellt Anfang April 2009 - OP am 17.04.2009 (PPPD) - eingeschlafen am 05.03.2010 |
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