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#1
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Hallo zusammen,
setze mich mal eben an den Stammtisch um zu berichten. Ich war gestern zum MRT und habe erfahren dass sich bezüglich meiner MS Krankheit keine neuen Entzündungsherde gebildet haben. ![]()
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Jeder Tag ist der Anfang des Lebens. Jedes Leben der Anfang der Ewigkeit. (Rainer Maria Rilke) |
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#2
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Hallo @ all
Ich geselle mich mal mit zu euch wenn ich darf Ich bin eine betroffene Tochter Mein Papa (56) verstarb am 14.5.2010 an Bsdk - 2 wochen vor der geburt seines 5.Enkelkindes - ich war da kurz vor der Geburt Mittlerweile haben wir im August die Beerdigung im stillen Familienkreis und mit vielen Freunden hinter uns bringen können und mir fällt es nach wie vor sehr schwer loszulassen. Mein Papa war die einzigste Bindung noch denn der Kontakt zu M.... brach ich vor Jahren schon ab das hat sehr viele Gründe auf die ich nicht näher eingehen möchte im Moment. Mein Papa war das wichtigste in meinem Leben Er war immer da wenns mir schlecht ging auch wenn uns 500 km trennten - mir fehlen die tgl Telefonate - er war noch so jung - warum?? Das was erledigt werden musste wurde erledigt auch von sehr lieben Freunden die immer zu ihm standen vorallem grad in dieser schlimmen Zeit - 10 Wochen nach der Diagnose hat er uns für immer verlassen und ich denke als sei es gestern gewesen als der Anruf kam Es fällt mir so schwer - wie seit ihr damit umgegangen - ich finde hier in der Region leider auch keine Selbsthilfegruppe - gibt es noch andere Möglichkeiten ? Wünsche euch noch einen schönen Tag
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Liebe Grüße von 17.6.1954 - 14.05.2010 - Für immer verloren - aber nie vergessen und zutiefst im Herzen wirst du sein - MY DADDY ![]() Ich danke dir von Herzen für die schöne Zeit die wir zusammen verbringen durften .33 liebevolle Jahre lang warst du immer für mich da - nun wirst du für immer einen Platz in meinem Herzen haben |
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#3
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Guten Morgen Bremensie,
da machen wir doch ein Fass auf! Freut mich für dich ![]() Guten Morgen Kathy, tut mir leid. Mein Mitgefühl für deinen Vater und dich. Tja, wie gehen wir damit um? Gute Frage. Dafür gibt es kein Rezept. Die meisten Menschen machen sich vor einem solchen Schlag nur sehr wenig Gedanken über den Tod (mich eingeschlossen). OK, viele Menschen sterben in unserem Umfeld. Der Lauf des Lebens halt. Doch dann erwischt es uns zum ersten Mal ganz dicht: ein geliebter Mensch ist gestorben. Trauer, Tränen, Verzweiflung, man versteht die Welt nicht mehr, fühlt sich allein gelassen, leer, entwurzelt. Man wünscht sich die glückliche Zeit zurück. Möchte den Verstorbenen festhalten. Kann ihn nicht loslassen. Loslassen ist ein harter Schnitt. Eben hielt man noch die warme Hand, jetzt ist sie weg. Ich denke, loslassen ist ein langsamer Prozess. Das geht nicht von einer Sekunde auf die andere. Stell dir vor, deine beste Freundin war zu Besuch bei dir und ihr verabschiedet euch. Ihr umarmt euch herzlich, du spürst ihre Wärme, du freust dich, das sie da war und gibst ihr das Gefühl, immer wieder herzlich willkommen zu sein. Dann löst ihr die Umarmung, deine Hände sind immer noch auf ihrer Schulter. Ihr lacht und redet vom nächsten Besuch. Deine Hand gleitet an ihrem Arm herunter während ihr redet. Sie erreicht ihre Hand, ein letzter, langer Händedruck und dann erst kommt der eigentliche Abschied: "Tschüss. Bis zum nächsten Mal. Ich wäre gerne noch geblieben. Schade, dass ich schon gehen muss. Wir sehen uns wieder!" Es gibt dieses nächste Mal. Auch mit deinem Vater. Du wirst ihn immer wieder treffen in deinem Herzen. Lass dir Zeit und hab Geduld mit dir. Lauf nicht weg sondern weine, wenn dir danach zumute ist und lache auch mal, wenn du es wieder kannst. ![]() Alles Liebe Helmut
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Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
http://www.krebs-kompass.org/howthread.php?t=31376 http://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=48070 Die von mir im Krebs-Kompass verfassten Texte dürfen auf anderen Homepages und in anderen Foren ohne meine ausdrückliche Zustimmung weder verwendet noch veröffentlicht werden. Auch nicht auszugsweise. |
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#4
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Danke dir Helmut , deine Worte haben mich sehr berührt
Lachen tu ich desöfteren das liegt aber auch an dem jüngsten Kind hier was ja 2 wochen nach dem Tode von Papa zur Welt kam , er hat es sich so sehr gewünscht den kleinen noch kennenzulernen. Das macht mich halt sehr traurig ich weiß das mein Papa es jetzt sehr gut hat aber damit umzugehen fällt mir verdammt schwer Auch wenn uns sehr viele km trennten und ich als es ihm dann richtig schlecht ging nicht die Hand halten konnte , das tut mir verdammt weh ich rede jeden abend mit ihm und versuche es zu verstehen Der Schmerz wird immer bleiben und im Herzen werde ich ihn zutiefst lieben
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Liebe Grüße von 17.6.1954 - 14.05.2010 - Für immer verloren - aber nie vergessen und zutiefst im Herzen wirst du sein - MY DADDY ![]() Ich danke dir von Herzen für die schöne Zeit die wir zusammen verbringen durften .33 liebevolle Jahre lang warst du immer für mich da - nun wirst du für immer einen Platz in meinem Herzen haben |
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#5
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Liebe Bremsine, na das sind doch nach all den schlechten endlich mal wieder gute Neuigkeiten. Ich hoffe sehr, dass es so bleibt.
Liebe Kathy, vielleicht hilft dir der Austausch hier. Es kann sehr befreiend wirken, seine Gefühle zu formulieren, egal wie „schräg“ sie auch manchmal zu sein scheinen. Lieber Helmut, herzlichen Dank für deine lieben Zeilen zum Regenbogentag. Ich hoffe sehr, dass meine Lieben dies genauso sehen wie du. Loslassen, was bedeutet das? Vielleicht bedeutet es einfach, anders weiterleben zu können. Und das ist unendlich schwer, vor allem dann, wenn das, was man vor dem Tag X gelebt hat, genau das war, was man sein Leben lang wollte, was einen bedingungslos glücklich gemacht hat. In irgendeinem der zahlreichen Bücher, die ich in den letzten 6 Jahren gelesen habe, stand: Es ist etwas anderes mit einem Toten zu leben, als mit einem Lebenden. Man muss für den Toten einen neuen Platz im Leben finden. Der Kopf hat gleich verstanden, dass genau das der Punkt ist, aber mein Herz hat rebelliert. Auf der einen Seite war es nach dem Tag X ein Riesenglück relativ schnell einen lieben Menschen an meiner Seite zu haben. Die andere Seite ist die, dass in meinem Leben die Trauer um meinen geliebten Mann noch soviel Platz eingenommen hat, dass ich mich eigentlich noch gar nicht auf das Leben einlassen konnte. Schwere Zeiten hat mein jetziger Partner aushalten müssen. Immer wieder Tage tiefer Traurigkeit, die unser Leben betrübte. Er hätte es verdient, dass ich aus Freude darüber, dass es ihn für mich gibt, Samba auf dem Tisch getanzt hätte, aber ich hatte den Platz für Claus noch nicht gefunden, der schön und richtig ist, im Gleichklang mit uns und nicht in Traurigkeit gegen das Jetzt und hier. 6 endlose Jahre. 6 Jahre festhalten an etwas, wovon der Kopf wusste, das in dieser Form ist vorbei, unwiederbringlich. 6 Jahre bis ich endlich spüren konnte, was der Kopf schon wusste, aber das Herz nicht zuließ: Lediglich ein Teil war vorbei, unwiederbringlich weg, dieser Teil war Claus Körper. Sein Lachen, seine Gedanken seine Seele, seine Art zu lieben, das alles ist noch da. Wird niemals weg sein. Kreta! 6 Jahre hielt ich unsere Insel unter Verschluss. Wollte niemals wieder hin. Dort waren wir so bedingungslos glücklich, bloß keine Veränderung der Erinnerung. Nie wieder. Das geht nur Claus und mich etwas an. Loslassen…. Was bin ich glücklich für diese Woche, in der ich mit Steffen die Reise gewagt habe. Ich hatte Angst davor, was wohl passieren würde. Tja, die Vorstellung bremst einen manchmal aus. Wir landeten und das Gefühl nach Hause zu kommen war wieder da. Natürlich blinzelte ich das ein oder andere Tränchen weg. Aber es war Wohlfühlen von der ersten Sekunde an. Ich zeigte meinem lieben Gefährten Orte, von denen ich zwar schon erzählt hatte, aber jetzt sah er sie, spürte den Zauber und auf einmal merkte ich etwas ganz besonderes: Claus wurde erstmals wieder richtig lebendig. Es war als würde er flüstern: Endlich, wo warst du denn so lange. Hier, genau hier ist mein Himmel…. Loslassen, nicht vom Verstorbenen, aber vielleicht endlich von der Trauer, die das Leben bestimmt, die es weniger lebenswert macht. Die Trauer, die den geliebten Menschen reduziert auf die letzten Wochen, Monate. Die ihn fesselt in sein Sterben. Mir fehlt aber nicht Claus Sterben, nicht sein Tod, ich vermisse sein Leben. Und so werde ich ab jetzt wieder sein Leben hochhalten, seine Gedanken, seine Vorlieben, glücklich, dass er gute Tage mit mir geteilt hat. Ich werde sein Leben so gut wie möglich weiterleben, werde seine Liebe so gut wie möglich weitergeben. Es hat sehr lange gedauert, es hat viel Porzellan gekostet, um diesen Befreiungsschlag für mich wirklich umzusetzen. Es brauchte eine bewusste Reise in die Vergangenheit, um endlich wieder das Leben und die Zukunft sehen zu können. Ich werde Claus immer wieder in seinem Himmel besuchen, werde ihm immer wieder so nah sein wollen, dort, wo wir schon immer das Leben gespürt haben. Ja Bruni, links geht’s zum Meer, gesagt habe ich es doch immer, warum habe ich ihn nie dort gesucht? Loslassen von der Trauer, loslassen auch von den Symbolen der Traurigkeit. 6 Jahre trug ich das gelbe Band, das Solidaritätssymbol „Livestrong“. Eine besondere Stelle am lybischen Meer, ein ganz besonderer Stein. Ein gelbes Armband um diesen Stein gewickelt und ganz bewusst aufs Meer geworfen. Lange habe ich noch da gestanden und dem Stein nachgesehen. Livestrong, gute Reise Traurigkeit. LG Andrea
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Που να 'σαι τώρα που κρυώνω και φοβάμαι και δεν επέστρεψες |
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#6
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Hallo zusammen
![]() am 24.11. geht es los in die Reha nach wilhelmshaven für 4 Wochen. Also bin ich auch in der Adventszeit in der Rehaklinik. ![]() . Ich mir vorgenommen dort mein Zimmer ein wenig advent-Weihnachtlich zu schmücken. Trägt zu meinem Wohlfühlfaktor bei. Mein Trauertier kann derweil auf meine Wohnung aufpassen. Schicke schon mal allen Stammtischlern Adventliche Grüße.Erika
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Jeder Tag ist der Anfang des Lebens. Jedes Leben der Anfang der Ewigkeit. (Rainer Maria Rilke) |
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#7
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Andrea M bist du auch noch da?
Meine Gedanken sind zu dir gewandert. Weihnachtszeit, wie ist es? Wirst du Plätzchen backen? Hattest du nicht im letzten Jahr (mein Gott, ist es tatsächlich schon wieder ein Jahr her?) angekündigt, dass du backen wolltest? Anemone? Hin und wieder auch noch mal hier, stimmts Ich hoffe, dass die dunkle Jahreszeit euch nicht wieder zu tief ins Loch zieht, und wenn doch, dass es nicht zu lange dauert. Ich schicke allen liebe Grüße und lasst euch nicht ärgern! Andrea
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Που να 'σαι τώρα που κρυώνω και φοβάμαι και δεν επέστρεψες |
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