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  #1  
Alt 05.11.2008, 16:24
Mancuso Mancuso ist offline
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Beiträge: 21
Standard Mutter mit Lungenkrebs...

Hallo zusammen,
bin durch google auf dieses Forum hier gestoßen. Hab mich erstmal ein wenig durchgelesen um mir ein wenig Mut zu machen, was die folgende Zeit angeht.

Erstmal zu mir: Bin 22 Jahre alt und momentan in der Ausbildung. Lebe alleine bei meiner Mutter und stehe -wie man so schön sagt- voll im Leben. Aber das haut mich nun voll aus der Bahn. Angst um meine Mum...

Meiner Mutter ging es die letzten Monate ziemlich schlecht. Sie hatte Bauchschmerzen und konnte kaum mehr richtig gehen. Nun habe ich es nach langem Kampf endlich geschafft, dass sie ins Krankenhaus gefahren ist. Ich ging von einem Infekt o.ä. aus.
Bei der ersten Untersuchung am Montag wurden Metastasen an der Leber festgestellt. Ein erster Schock... nun wurde gestern anhand einer Gewebeprobe der Lunge ein Tumor festgestellt. Anscheinend auch das Pol für die restlichen Metastasen.
Am kommenden Dienstag soll nun ein Scan der Knochen durchgeführt werden um zu schauen, ob auch dort Ablagerungen zu sehen sind. Das würde auch den hohen Calciumspiegel erklären.
Laut dem Arzt kommt eine OP aber momentan oder gar nicht in Frage.

Wenn ich ins Krankenhaus fahre, dann bekomme ich immer Angst. Meie Ma liegt vollkommen apathisch im Bett, kann kaum reden und das denken scheint ihr auch schwer zu fallen. Ich frag mich nun, warum das so ist. Sie raucht die letzten Tage nicht mehr und bekommt Infusionen, weil ihr Calcium-Spiegel so verdammt hoch ist. Wird es daran liegen, dass sie so neben sich steht? Oder ist sie vom Krebs schon so geschwächt, dass sich das Immunsystem abschaltet und sie keine Energie mehr hat? Ich bin momentan wirklich total verzweifelt...

Ich habe auch schon viel über Krebspatienten hier im Forum gelesen, die den schier ausweglosen Kampf gewonnen haben. Ich würde mich da nur zu gerne einreihen. Nur brauche ich Hilfe. Ich weiß nicht, wie ich mich richtig verhalten soll, was ich machen soll oder wie ich sie bestärken kann. Sie hat momentan nur mich. Freunde und Verwandte wissen noch nichts von der Diagnose.

Ich habe bestimmt noch die Hälfte aller Fragen vergessen, die mir vorhin in den Sinn kamen. Bitte entschuldigt das. Bin im Moment nicht wirklich bei Sinnen. Werde mich auf jeden Fall noch mit weiteren Fragen an euch wenden, sofern das in Ordnung geht.

Liebe Grüße

PS: Finde es wirklich beachtlich, wie hier miteinander umgegangen wird und wie geholfen wird. Dafür erstmal ein großes Kompliment!
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  #2  
Alt 05.11.2008, 17:04
Benutzerbild von annika33
annika33 annika33 ist offline
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Beiträge: 1.796
Standard AW: Mutter mit Lungenkrebs...

Hallo Mancuso,

hier bist Du gut aufgehoben. Hier wirst Du Zuspruch, Trost, Rat, Hilfestellungen bei medizinischen Fragen und noch viel viel mehr bekommen.

Es tut mir leid, dass auch Deine Mutter mit dieser Erkrankung konfrontiert wurde. Gerade zu Beginn der Diagnose sitzt der Schock so tief in allen Gliedern und die Angst und Ungewissheit zehrt sehr an dem eh sehr dünnen Nervenkostüm.

Bezüglich der Fragen auf den derzeitigen Zustand Deiner Mutter, wird das ganz sicher der behandelnde Arzt am besten beantworten können. Vielleicht hast Du ja die Möglichkeit ein persönliches Gespräch mit ihm zu führen. Vorstellen kann ich mir, dass natürlich auch die seelische Verfassung durch eine solche Diagnose arg in Mitleidenschaft gezogen wird. Vielleicht daher auch ein wenig diese Teilnahmslosigkeit Deiner Mama.

Zitat:
Ich weiß nicht, wie ich mich richtig verhalten soll, was ich machen soll oder wie ich sie bestärken kann. Sie hat momentan nur mich. Freunde und Verwandte wissen noch nichts von der Diagnose.
Das ist ja auch schwierig. Sei einfach für sie da und bestärke sie darin, dass die Ärzte alles in ihrer Macht stehende unternehmen werden. Wenn sie traurig ist, dann lass sie weinen und tröste sie. Und wenn ihr nach aufmunternden Worten ist, dann gib ihr die. Dasein ist derzeit das, was am wichtigsten für sie ist, und da Du ja der ihr nahestehendste Mensch bist, wirst Du ganz bestimmt intuitiv das Richtige tun .

Habt ihr Infos vorliegen, um welche Krebsart es sich genau handelt? Davon abhängig ist ja auch darauffolgende Therapie. Sofern das nicht so ist (wovon ich jetzt erstmal ausgehe) musst Du Dich noch ein wenig in Geduld üben, denn erst wenn der Krebstyp bestimmt ist, wird auch die weitere Vorgehensweise festgelegt. Das zehrt natürlich sehr an den Nerven und ängstigt. Vielleicht können wir hier dazu beitragen, dass die Zeit bis zum endgültigen Ergebnis nicht allzu schwer und lang für Dich wird.

Ich freue mich, dass Du den Weg hierher gefunden hast.

Lass den Kopf nicht hängen!

Liebe Grüße

Annika
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  #3  
Alt 05.11.2008, 17:55
Mancuso Mancuso ist offline
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Registriert seit: 05.11.2008
Beiträge: 21
Standard AW: Mutter mit Lungenkrebs...

Erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort!

Also über die Krebsart habe ich noch keine genauen Infos. Ich weiß halt nur, dass an (in?) der Leber Metastasen sind, dass sie einen wohl inoperablen Tumor in der Lunge gefunden haben und evtl. die Knochen angegriffen wurden.
Wenn ich da weitere Einstufungen kenne, werd ich sie bestimmt mitteilen.

Was mir momentan nur so Angst macht, das ist ihr Verhalten. Von dem Tumor in der Lunge weiß sie aufgrund ihres Zustandes noch nichts. Das wollen die Ärzte ihr später mitteilen.
Mich würde nur sehr interessieren ob jmd mit einem Kalziumüberschuss schon Erfahrungen gemacht hat. Sie bekommt momentan Infusionen mit einem mir unbekannten Inhalt. Ich denke mal, dass es was sein wird, um den Calciumwert zu senken. Die Frage ist nur, ob es normal ist, dass sie so "kaputt" ist. Ich war noch nie wirklich als Patient im Krankenhaus und kann die Strapatzen nicht beurteilen.

Im Moment denke ich halt, dass ihr Verhalten aufgrund des Rauchentzugs, der Krankenhausumgebung, evtl. Medikamente und dieser Infusion kommt. Nur genau weiß ich es nicht. Laut der Ärzte sollte sich ihr Zustand dadurch schon bessern. Ich bin nur ein sehr ungeduldiger Mensch, wenn es darum geht. Ich sehe keinen kleinen Forschritte bzw nehme sie wohl nicht wahr. Das werde ich wohl lernen müssen... Wie gesagt, wäre schön wenn schonmal jmd Erfahrungen zu Infusionen im Bezug zu dem Thema hatte.


Was ich außerdem noch Fragen wollte: Ich lese immer sehr viel über alternative bzw zusätzliche Behandlungsmethoden. Einmal um evtl. Nebenwirkungen der kommenden Behandlung zu lindern und um evtl auch eine Heilung bzw. Besserung zu erwirken. Kann mir da jmd vllt Links oder Erfahrungsberichte zu geben? (Tut mir Leid, wenn das schon oft gefragt wurde)

Vielen dank erstmal!
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  #4  
Alt 05.11.2008, 18:32
Benutzerbild von annika33
annika33 annika33 ist offline
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Standard AW: Mutter mit Lungenkrebs...

Hallo,

ich nochmal...

Zitat:
Welche Beschwerden verursacht ein Calciumüberschuss?
Beschwerden treten erst ab Calciumspiegeln von 11-12 mg/dl auf. Die Zeichen sind sehr unspezifisch (d.h., sie können bei vielen Erkrankungen auftreten): Müdigkeit, Schwächegefühl, Verwirrtheit, Depression, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, gesteigerte Trinkmenge, vermehrtes Harnlassen, Verlangsamung des Herzrhythmus. Bei Spiegeln über 13 mg/dl kann es zu Verkalkungen in Nieren, Haut, Blutgefäßen, Lungen, Herz und Magen kommen.
Magengeschwüre, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Gallensteine, Nierensteine sind weitere mögliche Folgen eines langdauernden erhöhten Spiegels.
Spiegel über 15 mg/dl sind ein medizinischer Notfall. Koma und Herzstillstand können eintreten.
Quelle http://www.med4you.at/laborbefunde/l...ef_calcium.htm


Weitere Verlinkung zu dem Thema:
http://flexikon.doccheck.com/Hyperkalz%C3%A4mie

Aber jetzt keine voreiligen Schlüsse ziehen. Wir sind ja Medi-Laien und am besten ist eben, Du sprichst mit dem behandelnden Arzt.

Jedenfalls könnten die Symptome Deiner Mama mit dem Kalziumüberschuss zusammenhängen.

Schaue evtl. später nochmal rein. Ich weiß...diese Warterei zermürbt einen und man will sich so viel wie möglich informieren - aber mach Dich nicht verrückt und vor allem...nie aufhören zu hoffen - man wird alles Menschenmögliche für Deine Mama tun.

Liebe Grüße

Annika
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  #5  
Alt 05.11.2008, 20:17
misspiggy70 misspiggy70 ist offline
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Standard AW: Mutter mit Lungenkrebs...

Hallo Manusco...

Es tut mir wirklich sehr leid von Eurem Schicksal zu lesen und ich wünsche Euch viel Kraft und Geduld, diese Situation durchzuhalten.

Du fragtest nach zusätzlichen, alternativen Heilmethoden...

Schau mal bei ...

http://www.biokrebs-heidelberg.de/

... dort habe ich umfangreiche Beratung und tolle Tips erhalten.
Wichtig ist allerdings, dass man das wirklich nur als zusätzliche Behandlungsmethoden sehen sollte. In erster Linie sollte die Schulmedizin richtungsweisend sein.

Kann es vielleicht sein, dass die Ärzte Deiner Mutter Beruhigungsmittel gegeben haben und sie daher so " Teilnahmslos " ist ???

Ich drücke Euch ganz dolle die Daumen, dass alles gut wird !

LG, Susanne.
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  #6  
Alt 05.11.2008, 20:50
Mancuso Mancuso ist offline
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Standard AW: Mutter mit Lungenkrebs...

Es kann natürlich sein, dass sie Beruhigungspillen bekommt. Weiß ich leider nicht genau, da der Arzt nur selten anzutreffen ist. Muss halt auch noch arbeiten Genau das ist es auch, was einfach momentan nicht passt. Während sie im Krankenhaus liegt bin ich am arbeiten. Natürlich kann ich momentan nicht viel für sie tun. Ich fühle mich einfach so nutzlos...

War eben auch schon wieder bei ihr. Meine Freundin und ich fanden, dass sie schon besser aussah. Sie konnte eigenständig eine Flasche öffnen und trinken. Auch sonst sah sie besser aus. Aber sie hatte immernoch diese "wirren" Gedanken. Natürlich wird das nicht von einem auf den anderen Tag verschwinden, nur habe ich Angst, dass es daran liegt, dass die Krankheit schon so weit fortgeschritten ist. Wenn ich doch nur den Arzt mal antreffen würde...
Teilweise hat sie sogar gelacht und sich über ihre Zimmernachbarn geärgert Das war schon ganz schön mit anzusehen. Sie würde gerne mal mit mir alleine reden, aber das geht ja nicht. Liegen in einem 3er/4er Zimmer.

Am Ende hat sie uns nach ca einer halben Stunde gebete zu gehen. Natürlich male ich mir dadurch schon wieder das Schlimmste aus. Hat sie sich abgeschrieben? Will sie nur noch alleine sein? Vermutlich ist das alles nur Schwarzmalerei und sie braucht einfach Ruhe um schlafen zu können. Obwohl sie das ja eh den ganzen Tag macht. Aber auch das wird wohl normal sein.. hoffe ich zumindest.

Soweit erstmal wieder was von mir. Werde nun täglich vorbeischauen und das Forum hier wohl mehr oder weniger als Tagebuch "missbrauchen".

Vielen Dank erstmal an alle!
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  #7  
Alt 26.11.2008, 00:09
Mancuso Mancuso ist offline
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Standard AW: Mutter mit Lungenkrebs...

Hallo ihr Lieben!

Nach ca. 2 Wochen melde ich mich auch mal wieder. Brauchte ein wenig Abstand, musste einige Dinge klar bekommen. Sieht nun wie folgt aus:

Erst Chemo ist Samstag 3 Wochen her. Zuerst kaum Nebenwirkungen zu sehen. Ihr ging es gut. So gut, dass sie am letzten Mittwoch nach hause durfte. War alles wunderbar. Ich hatte Urlaub, konnte mich um sie kümmern. Ihr ging es recht gut. Natürlich hatte sie Schmerzen, aber sie konnte sich bewegen.
Nach einigen Tagen wurde es schlechter. Samstag musste ich wieder arbeiten. Meine Freundin war zum Glück den Tag über da und hat sich liebevoll um sie gekümmert. Gab keinen Grund zur Sorge.
Gegen Ende vom WE hat sich ihr Zustand verschlechter. Sie hat so gut wie nix mehr gegessen. Getrunken auch nur, wenn sie sich überhaupt aufrichten konnte. Der Gang zur Toilette fiel ihr schwer. Bis er dann unmöglich war. Seit Sonntag nutzt sie also das Sofa als WC. Ich versuchte mich trotzdem so gut es ging um sie zu kümmern. Decken gewechselt, trinken gegeben, essen gemacht... aber ich bin kein ausgebildeter Pfleger. Weiß teilweise nicht, wie ich mich am besten verhalten. Wie auch immer.
Gestern wurde es mir zu bunt. Da ich die komplette Woche arbeiten muss, wollte ich sie wieder ins Krankenhaus bringen. Sie kann keine 10 Stunden alleine daheim bleiben. Für sie war das ok. Sie wollte nicht zurück. Ich war erst einverstanden, wollte es testen, wie es läuft.
Heute dann der Schock: Am morgen hab ich ihr gesagt, dass ich zur Arbeit fahre. Sie wusste nicht, wo sie ist. Hat gefragt, ob ich sie noch nach hause fahre. Doch sie war hier. Dann hab ich ihr alles erklärt und bin los. Habe X-Mal angerufen, als ich auf Arbeit war. Keine Antwort. Ich war ziemlich in Sorge. Als ich dann nach hause kam, saß sie zum Glück auf dem Sofa. Doch ihr Zustand war schlimm. Sie dachte, dass ich für sie arbeiten war etc etc. Kurz gesagt, war sie mit den Gedanken nicht da. Vielleicht hat sie was geträumt o.ä. Ich wollte sofort den Arzt rufen, da sie auch nichts mehr getrunken hat. Sie konnte selbst kein Glas mehr halten. Das war eine Qual. Sie hat gezittert. Konnte das Wasser nicht zum Mund führen. Es war noch einiges mehr, will es aber nicht noch aufzählen. Am Ende habe ich dann doch eigenständing entschieden, dass es besser ist, wenn sie ins K-Haus gebracht wird. Also die 112 angerufen. Die netten Sanis kamen auch kurz danach. Nun ist sie wieder im Krankenhaus....

Bin momentan verzweifelt. Auf der einen Seite denke ich schon, dass ich richtig gehandelt habe. Ihr Zustand war zu schlecht, als dass sie alleine zu hause bleiben konnte. Auch mit meiner Hilfe wäre wenig gegangen. Auf der anderen Seite habe ich das Gefühl sie hintergangne zu haben. Sie wollte nicht weg. Und trotzdem habe ich die 112 gerufen. Vielleicht wusste sie aufgrund ihrer Aparheit den Zustand nicht einzuordnen. Meiner Meinung nach war es sehr schlimm. Ich hoffe sie wird mir morgen nicht böse sein, wenn ich zu ihr fahre. Soviel erstmal dazu.

Dann mal eine Frage: Meine Mutter hatte besonders da Schmerzen, wo Metastasen sind. Besonders der Rücken und das Becken haben weg getan. Außerdem hat sie Gelbsucht, was ja von der Leber kommt. Ich würde daraus schließen, dass sie Chemo wirkt. Die arbeitet grad in den Arealen, wo die Metastasen sind. Das bilde ich mir zumindest ein... kann das jmd bestätigen? Sind Nebenwirkungen solcher Art ein gutes Zeichen?

Sorry, erst melde ich mich nicht und dann dieser Roman. Bin momentan mit den Gedanken woanders. Hoffe ich habe einigermaßen verständlich geschrieben.

Wünsche euch allen nun eine erholsame Nacht, träumt was feines!

Liebe Grüße aus Bremen.
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  #8  
Alt 26.11.2008, 11:24
Mancuso Mancuso ist offline
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Standard AW: Mutter mit Lungenkrebs...

Morgen,

bekam gestern Nacht noch einen Anruf aus dem Krankenhaus. Von der Ärtzin, die sie aufgenommen hat. Sie hat mir gesagt, dass es möglicherweise alles sehr schnell gehen kann. Ich habe am ganzen Körper gezittert. Erstmal dann schlafen gegangen.

Heute morgen war ich nun kurz bei ihr. Sie ist natürlich noch nicht wieder auf dem Damm. Wie denn auch, hat das letzte mal ca. 5 Tage gedauert, bis sie wieder normal war. Umgehauen hat mich aber, dass sie nun auch Sauerstoff durch die Nase bekommt. Hatte sie das letzte mal nicht...
Der Arzt, welcher sie sonst auch behandelt hat, hat kurz mit mir geredet. Er sagte, dass das genau das gleiche wäre, wie zu ihrer ersten Einlieferung. Untersuchen nun weiter. Sollte nichts anderes dabei rauskommen, so wird man wohl die Chemo doch fortsetzten können.

Sie hat für zu hause einige Medikamente bekommen. Ob da Antibiotika gegen Gelbsucht dabei war, weiß ich leider nicht. Habe nur dafür gesorgt, dass sie alles nimmt. Nicht aber was.

Ich denke momentan kann ich nur warten und hoffen, dass sich ihr Zustand wieder bessert. Sollte ja in den nächsten Tagen passieren.
Sollte sich was neues ergeben, dann meld ich mich wieder.

Möchte mich nochmal bedanken, dass ihr hier meine Gedanken, Ängste und alles andere posten kann!!!
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  #9  
Alt 29.11.2008, 14:56
Mancuso Mancuso ist offline
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Standard AW: Mutter mit Lungenkrebs...

Hey!

Also die Ärtzin, die sie in der Notaufnahme behandelt hat meinte zu mir, dass sie u.U. schnell sterben könnte. Allerdings kannte sie meine Mutter nicht. Sie wusste nicht, wie ihr Zustand bei der ersten Einlieferung war. Da war er fast identisch.

Konnte gestern nun mit dem Arzt reden. Der Zustand sei nicht so dramatisch, wie es schien. Puh....!
Ihr Zustand war so schlecht, weil sie wenig bis gar nichts getrunken hatte und wenig gegessen hat. Außerdem hat sie teilweise ihre Medikamente nicht nehmen können. Da spielte viel eine Rolle. Was mich gefreut hat, dass der Arzt auch ein wenig optimistisch war. Er hat gesagt, dass es auch sein kann, dass die Chemo wirkt und die Metastasen oder der Tumor momentan stark bekämpft und zerstört wird. Das ist eine Möglichkeit Ob es nun so ist, wissen wir erst in ein paar Wochen.

Momentan befindet sich meine Mutter auf dem Weg der Besserung. Sie ist wieder ansprechbar, hat aber immernoch unklare Gedanken. Sie ist ziemlich verwirrt und versteht das alles nicht. Aber das soll wohl normal sein. So war es das letzte Mal auch. Die nächsten Chemo, welche für Montag angesetzt war, wird aber erstmal verschoben. Um nichts zu riskieren.

Sieht also momentan wieder etwas heller aus. Ich sehe Licht am Tunnel

Möchte mich gerne nochmals bei euch bedanken. Für die vielen netten Antworten und Hilfestellungen. Das macht es alles um einiges leichter!

Viele Grüße
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  #10  
Alt 30.11.2008, 15:12
Bremensie Bremensie ist offline
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Standard AW: Mutter mit Lungenkrebs...

Hallo Fabio,
habe gerade in deinem Thrad gelesen. Ich hoffe mit deiner Mutter geht es immer weiter berg auf. Sie wird dir bestimmt nicht böse sein dass du sie ins Krakenhaus hast einweisen lassen wenn sie auch von den Ärzten hört dass es gar nicht mehr anders ging. In welchem Krankenhaus in Bremen liegt sie sie denn? Mein Lebensgefährte lag im Krankenhaus Ost auf der Lungenabteilung.
Schicke dir und deiner Mutti ein ganz großes Kraftpaket.
Liebe Grüße von Erika
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  #11  
Alt 30.11.2008, 21:57
Mancuso Mancuso ist offline
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Standard AW: Mutter mit Lungenkrebs...

Hey!

@ Diana: Vielen Dank für den Zuspruch. So langsam denke ich auch, dass die Entscheidung richtig war. Meine Mutter ist mir nicht böse. Zumindest zeigt sie nix.

@ Erika: Meine Mum liegt im Diako-Gröpelingen. Da wollte sie damals unbedingt hin. Mittlerweile bin ich auch zufrieden, war in den ersten Tagen aber nicht so. Kann man das Ost empfehlen?

War heute zwei Mal bei meiner Mutter. Beim ersten Mal allerdings nur ziemlich kurz, weil dann noch anderer Besuch kam und sie so viele Leute bestimmt stressen würde, dachte ich. Ihr ging es vom Allgemeinzustand eigentlich ganz gut. Hat Mittags was gegessen und auch was getrunken. Allerdings scheint sie Schmerzen im Brustbereich zu haben, wenn sie aufstoßen muss. Sah auf jeden Fall nicht schön aus.
Heut Abend war ihr Zustand fast gleich. Was soll man auch erwarten... allerdings gibt mir eines zu denken: Sie hat eine Art Halozination. Sie weiß nicht, dass sie im Krankenhaus ist. Sie möchte eine rauchen. Als ich dann sagte, dass es hier nicht ginge, wurde sie böse. Ich solle sie doch nicht verarschen und wie ein kleines Kinde behandeln. Sie würde sonst auch selbst in die Küche gehen, wo das Zeug steht. Sind halt noch mehrere komische Gedanken in ihrem Kopf, die ich fast nicht verstehe. Das hatte sie beim ersten Mal nicht... hoffe mal, dass das nur von den Medikamenten kommt!

Muss nun erstmal noche ein wenig Haushalt machen. Lernen auch noch :x Wünsche euch noch einen angenehmen Abend und macht das Beste draus!

Leibe Grüße
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