Krebs-Kompass-Forum seit 1997  


Zurück   Krebs-Kompass-Forum seit 1997 > Krebsarten > andere Krebsarten > Rippenfellkrebs, Asbestose, Pleurales Mesotheliom

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1621  
Alt 05.01.2007, 22:52
Kessi Kessi ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2007
Ort: Schwalm-Eder-Kreis
Beiträge: 16
Standard AW: Rippenfellkrebs

Hallo, bin neu hier!

War letzte Woche mit meinem Vater (69) in Wiesbaden in der HSK-Klinik (Horst-Schmidt-Klinik). Diagnose nach Thoraxskopie: malignes Pleuramesotheliom. Die ersten Sympthome sind vor ca. 4 Wochen aufgetreten. Behandlung auf Rippenfellentzündung. Dann wurde ein Pleuraerguss festgestellt. Die Einweisung erfolgte zügig. Die Ärzte sind zuversichtlich und haben uns große Hoffnung gemacht. Die OP erfolgt nächste Woche. Wir sind natürlich sehr betroffen, aber geben die Hoffnung nicht auf. Werden alles versuchen, nicht nur Schulmedizin! Der Hausarzt meines Opas hat heute erzählt, daß er einen Patienten mit der gleichen Erkrankung (Rippenfell, Zwerchfell, Teile der Lunge und Herzbeutel wurden entfernt) schon seit 5 Jahren in seiner Praxis betreut und dem Mann geht es heute noch gut. Er wurde übrigens in der gleichen Klinik wie mein Vater behandelt. Also scheint es doch gar nicht so aussichtslos zu sein! Die Beitrage machen mir aber dennoch Angst. Für weiteren Erfahrungsausstausch bin ich sehr dankbar. Kessi
Mit Zitat antworten
  #1622  
Alt 06.01.2007, 21:10
carpetking carpetking ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 06.01.2007
Beiträge: 4
Standard AW: Rippenfellkrebs

Zitat:
Zitat von Sylvia-Luise Beitrag anzeigen
Hallo Hermie, ich habe Anfang November erfahren, dass mein Lebensgefährte an einem Pleura- Mesotheliom erkrankt ist . Er befindet sich im Stadium III.
Er hatte am 20. Dezember die erste Chemo ambulant. Leider ist ihm die nicht sehr gut bekommen. Er konnte nichts mehr essen , nichts trinken und waqr nur am Würgen. Es wurde so schlimm, dass wir ihn am 23.12.ins Krankenhaus bringen mußten. Das war auch nicht schön, vor allem wenn man einen Mann weinen sieht der vorher Bäume ausreißen konnte. Mitlerweile hat er 22 Kilogramm abgenommen. Zur Zeit geht es ihm besser und am 10. Januar ist die zweite Chemo , aber diesmal im Krankenhaus. Ich hoffe das es gut geht. Zu Deiner Frage mit dem Husten, habe ich auch von Cortison gehört. Ich hoffe das es nicht so schlimm wird mit Deinem Vater.

Liebe Grüße
Sylvia Luise
Hallo und guten Abend,
Mein Schwiegervater ist auch an Pleura Mesotheliom erkrankt.
Er hatte am Mittwoch die zweite Alimta/Cisplatin-Chemo therapie.
Bei der ersten hatte er enorme Probleme mit Übelkeit und Kreislauf-
problemen.
Gegen die Übelkeit haben wir jetzt von unserem Onkolgen
einen grandiosen "Medikamenten-Coctail" bekommen:

Am Abend der Therapie:
* 1 Tablette Kevatril/Granisetron

An den beiden Tagen nach Therapie:
* 1 Tablette Kevatril/Granisetron morgens,und falls nicht ausreichend zusätzlich
* 3 x 1 Tablette Dexamethason 4 mg

Am dritten Tag nach Therapie ist aufgrund einer anderen Ursache der
Übelkeit bei fortbestehender Übelkeit folgende Therapie sinnvoll:

*3 x 1 Tablette (alternativ Zäpfchen/30 Tpf)Metoclopramid (MCP),und falls
nicht ausreichend zusätzlich
*3 x 1 Tablette Dexamethason 4 mg

...diese Therapie wurde uns von einem Onkologen (nicht vom behandelnden
Krankenhaus) empfohlen.Jetzt hat mein Schwiegervater keine Angst mehr
vor der Übelkeit der 3. Chemotherapie.

Gruss Carpetking
Mit Zitat antworten
  #1623  
Alt 07.01.2007, 11:30
shalom shalom ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 25.08.2005
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 221
Standard AW: Rippenfellkrebs

Hallo Achim und alle anderen Betroffenen,

ich freue mich aufrichtig, dass es Deinem Vater den Umständen entsprechend sehr gut geht und er AKTIV sein Leben in die Hand nimmt und mit Lebenswillen kämpft.

Der Hinweis auf Alternativen zur Schulmedizin bei dieser heimtückischen Krankheit kann nützlich sein, gibt aber nicht in jedem Fall die Gewähr, daß alternative medizinische oder (psycho)onkologische Methoden Heilung bringen. Aber es stärkt vielleicht den Mut, den Kampf gegen diese Krankheit aufrecht zu erhalten, wenn man denn noch kämpfen kann oder will.

Ich möchte einfach hier als Hinterbliebener einer am Mesotheliom Erkrankten einige nachdenkliche Überlegungen äußern, die eher psychologischer Natur sind. Dabei möchte ich niemandem den Mut nehmen zu kämpfen, sondern lediglich zur intensiven Auseinandersetzung mit dieser Krankheit anregen.


Meine ganz persönlichen Statements:

Der Rippenfellkrebs ist trotz Schulmedizin, neuen Studien, neuen Medikamenten, alternativen medizinischen/psychologischen Verfahren noch nicht besiegt.

Es hängt sehr viel von den persönlich gegebenen Eigenarten des Krebses ab, wie dessen Verlauf ist.

Die seelische Einstellung des Kranken und dessen persönliches Umfeld sind wesentliche Faktoren, um den Umgang mit der Krankheit zu erleichtern oder zu erschweren.

Die Auseinadersetzung mit Krankheit und Krebs bedeutet einerseits die Auseindersetzung mit sich selbst als gesundem Menschen in dieser Sondersituation, vielmehr aber bedeutet es das Einfühlen in die total veränderten Blickwinkel/Wünsche, Vorstellungen und Hoffnungen des Kranken. Aktionismus von Seiten der Verwandten des Kranken ist nicht in jedem Fall im Sinne des Kranken, auch wenn man nur "das Beste" möchte.

Es steht uns als Gesunden überhaupt nicht an, festzulegen oder zu werten, wie der Kranke mit der "Krebswahrheit" umzugehen hat. Manche Kranke können sehr offen damit umgehen, andere jedoch nicht. Manche möchten ihre Restlebenszeit in Würde ohne Schmerzen im Kreis ihrer Verwandtschaft verbringen, ohne sich den Torturen unsicherer weiterer Operationen /Experimente oder Chemotherapien zu unterziehen.
Andere Kranke jedoch sehen ihre Chancen auf Gesundung nur gewahrt, wenn sie ALLE denkbaren Behandlungsoptionen nutzen.

Große therapeutische Maßnahmen mögen sinnvoll sein, wenn die Gewähr auf Heilung besteht, sie können jedoch auch die Qualität des restlichen Lebens und die mögliche Gemeinsamkeit mit dem Kranken drastisch reduzieren.

Es kommt meiner persönlichen Erfahrung nach darauf an, genau hinzuhören, was der Kranke möchte und nicht unseren (wenn auch verständlichen) Willen in Bezug auf die Behandlung des Patienten durchzusetzen.

Der Kranke braucht absolutes Vertrauen/ Zuwendung in seiner Umgebung; er braucht Nähe und will NICHT argumentieren; er möchte vielleicht einfach, daß das getan wird, worum er bittet: was es auch immer sei, ohne viel Kampf um Worte. Betroffene tun gut daran, Wünsche zu erfüllen.

Wir als Gesunde können und müssen nicht heilen, wir sind auch nicht in der Verantwortung dafür. Wir können jedoch alles Erdenkliche tun, um den Umgang mit der Krankheit zu begreifen, dem Kranken nahe zu sein, Liebe zu geben und gemeinsame Zeit zu nutzen.

Ich habe nochmals meinen sinn-ähnlichenTextbeitrag in diesem Forum vom 06.07.05 nach oben geholt (siehe unten).

Ich wünsche Euch viel Kraft
Shalom

http://www.krebs-kompass.org/Forum/s...postcount=1316

ZITATANFANG:

Die AUFs und ABs kann ich ich sehr gut nachfühlen, auch die Irritationen, Hoffnungsschimmer, Enttäuschungen usw.

Die eigene Betroffenheit: meine erste Frau ist als Lehrerin mit 52 Jahren an Mesotheliom erkrankt und nach 4 Jahren an diesem noch unheilbaren Rippenfellkrebs gestorben. Meine eigene Betroffenheit habe ich in diesem Forum im Juli 2003 unter dem Thread "Einsame/gemeinsame Wege bei Krankheit" beschrieben.

Ich möchte niemandem die Hoffnung nehmen, aber auch darauf hinweisen, unbedingt auch der unerbittlichen Wahrheit und Realität ins Auge zu sehen.

Es scheint festzustehen:

- Dieser Krebs ist momentan trotz Alimta Studien noch nicht besiegt

- Offenheit und Ehrlichkeit des Kranken sich selbst und den Ärzten gegenüber erleichtern es sehr, sich auf die begrenzte Zukunft und ggf. das Ende des Lebens einzustellen.( Bringen Sie die Ärzte dazu, sehr offen und ehrlich die Lage des Patienten dazustellen. Das muß der Patient aber signalisieren, daß er die reale Einschätzung der eigenen Lage wirklich hören und akzeptieren will. )

- Den Fakten dieses schlimmen Krebses ist nichts entgegen zu setzen als noch Zeit zu haben (und zu nutzen) in Würde wichtige Dinge zu Ende zu bringen.

- Der Patient und seine Anverwandten sollte(n) (wenn möglich) die Wahrheit wissen. Er (der Patient) sollte entscheiden können, was noch mit ihm medizinisch "angestellt" wird. Es ist SEINE Zeit, die verrinnt und zwar unerbittlich.

ZITATENDE
__________________
Es ist nicht genug zu wissen, man muß es auch anwenden.
Es ist nicht genug zu wollen, man muß es auch tun.


(Johann Wolfgang von Goethe)
"Wilhelm Meisters Wanderjahre", 3. Buch, 18. Kapitel
Mit Zitat antworten
  #1624  
Alt 16.01.2007, 17:04
annie274 annie274 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 16.01.2007
Ort: Verden/Aller
Beiträge: 5
Standard AW: Rippenfellkrebs

Hallo,

bei meinem Vater wurde im November die Diagnose auf rippenfellkrebs gestellt, für eine OP ist es schon zu weit fortgeschritten und die Chemo wurde nun abgebrochen weil sein allgemeiner gesundheitszustand sich dadurch dramatisch verschlechtert hat.
Uns wurde gesagt das er nur noch wenige wochen zu leben hat, nun gehts ihm den umständen entsprechend gut, ich würde gern wissen ob jemand weiß wie es nun weitergeht, bzw müssen schmerzen dazukommen? ich les in diversen foren viel davon das großer schmerz eine rolle spielt.und wird er weiter abbauen? wird er bei klarem verstand bleiben?

danke schonmal

annie
Mit Zitat antworten
  #1625  
Alt 16.01.2007, 20:23
carpetking carpetking ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 06.01.2007
Beiträge: 4
Standard AW: Rippenfellkrebs

Bei meinem Schwiegervater wurde im Mai 2005 ein Rippenfellkrebs festgestellt.
Zuerst wurde der Pleuralerguss punktiert und dann das Rippenfell verklebt.
Danach kam er nach Hause aber die Kräfte liessen nach.Im November bekam
er die erste Alimta/Cisplatin Therapie.Er hat sie sehr schlecht vertragen
aber nach ca.14 Tagen ging es ihm etwas besser.
Er sagte mir mal es würde wohl bei Ihm nicht mehr lange dauern
Jetzt geht es ihm den Umständen entsprechend gut,der Tumor ist nicht
mehr weiter gewachsen.Die zweite Chemo war nicht mehr so schlimm für ihn.
Jetzt kommt die 3. Chemo am 29.01.2007 und er ist guter Dinge
Mit Zitat antworten
  #1626  
Alt 17.01.2007, 09:07
shalom shalom ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 25.08.2005
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 221
Standard AW: Rippenfellkrebs

Hallo Annie,

ich wünsche Euch viel Kraft für die kommende Zeit. Nutzt die gemeinsame Zeit, sie ist unwiederbringlich.

Zu Deiner Frage:

Jeder Rippenfellkrebs hat wohl seinen eigenen zeitlichen und sachlich-inhaltlichen Ablauf.

Es ist wohl so, daß i.A. der Tumor raumgreifend ist, sprich in den Arbeitsbereich anderer lebenswichtiger gesunder Organe wie Herz, Leber, Niere eingreift und auch die Rippenknochen angreifen kann und wird. Das verursacht Schmerzen, die man jedoch mit Schmerzmitteln neutraliseren kann.

In der Spätphase der Krankheit treten häufig starke Atembeschwerden auf und wiederholt Wasseransammlungen im Rippenfell, Herzbeutel usw. Dann kann es notwendig sein, sich über ein Sauerstoffgerät mit Luft versorgen zu lassen. Wird auch das sehr mühsam, greift man medizinisch zu Morphinen, um die unwillkürlichen Atemzwänge zu reduzieren. Die Einnahme von Morphinen reduziert jedoch auch andere vitale Lebensfunktionen, es tritt evtl. eher ein "Dämmerzustand" des Kranken ein.

Es ist öfters so, daß am Mesotheliom erkrankte Patienten sich über große Zeitspannen sehr gut halten können und dann innerhalb von Monaten/Wochen ein gewaltiger Abbau der Kräfte beginnt.

Wenn Du hier im Rippenfellforum meine Beiträge nachliest oder auch in meinem eigenen Thread der vergangenen Jahre im Hinterbliebenenforum ("Einsame/gemeinsame Wege bei Krankheit") kannst Du weitere medizinische oder auch psychische Details meines/unseren eigenen Falles nachlesen.

Hier in Kürze meine eigene Betroffenheit:

Meine im Jahre 2000 am Rippenfellkrebs verstorbene Frau war bis zur Einnahme von Morphinen (eine Woche vor ihrem Tod) zwar körperlich sehr zerbrechlich, aber geistig hell wach.

Ihre Krankheit brach aus im Jahre 1996, ruhte bis Anfang 1999, dann folgten im selben Jahr leichte und schwere Chemos, die man im Frühjahr 2000 wegen Erfolglosigkeit abbrach. Sie starb nach einem letzten zusammenhängenden 3-wöchigem stationärem Krankenhausaufenthalt in einem Hospiz, in das sie zwei Tage zuvor verlegt worden war.


Mit lieben Grüßen
Shalom
__________________
Es ist nicht genug zu wissen, man muß es auch anwenden.
Es ist nicht genug zu wollen, man muß es auch tun.


(Johann Wolfgang von Goethe)
"Wilhelm Meisters Wanderjahre", 3. Buch, 18. Kapitel
Mit Zitat antworten
  #1627  
Alt 17.01.2007, 10:42
CThuy CThuy ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 17.01.2007
Beiträge: 3
Standard AW: Rippenfellkrebs: Erbrechen u. Appetitlosigkeit

Hallo Mitbetroffene,

suche euren Rat, wie man mitdem Erbrechen u. der andauernden Übelkeit meines Vaters umgehen sollte.
Kurz die Schilderung seines Leidensweges:Mein Vater ist jetzt 74.
Die ersten Schmerzen im Mai 2004, Krankenhausaufenthalte ab Herbst 2004, vieles wurde entdeckt, u.a. der Pleuraerguss, die eigentliche Diagnose (Pleuromesotheliom) 2 Tage vor Weihnachten 2004. OP mit Entfernung von Lungenteilen, Rippenfell wurde verklebt, damit kein (größerer) Pleuraerguss nachkommen kann.
Im Mai/Juni 2005 waren wir gemeinsam in Ägypten zum Schnorchenln, sein größter Wunsch, da ging es ihm noch sehr gut - obwohl ich einmal dachte, er ertrinkt mir, weil er urplötzlich keine Luft mehr bekam. GEgen Ende des Jahres wieder Schmerzen, diesmal auf der anderen Seite. Wegen Verdacht auf Herzerkrankung eingeliefert, Erguss und erneute Erkrankung auf der anderen Seite entdeckt. Assitenzarzt kannte anderen Arzt der erfolgreich mit Alimta/Cisplatin therapiert - mein Vater entschied sich schnell, also Chemo.
Von den geplanten 6 Chemos, sind nur 5 gemacht worden - im Allgemeinen vertrug er sie gut, nur das Erbrechen und der Ekel vor Essen so dass er sich zwingen muss zu essen, waren ein Problem, so dass die letzen 2 Chemos stationär stattfanden. Leider ist das Problem mit dem Ekel vor Essen bis heute geblieben. Im Spätfrühjahr 2006 wegen wieder auftretender Schmerzen wieder in die Lungenklinik, wo schon die Entdeckung u. die erste OP war. Bestätigung der Erkrankung der 2. Seite, des Ergusses, des Stillstandes wohl nach der Chemo, dennoch angeraten: 2. OP. Diesmal wurde nicht viel von der Lunge entfernt, wieder verklebt auch diese Seite.
Danach ging es ihm so lala. Die Schmerzen haben danach nie mehr richtig aufgehört und wie gesagt zu jedem Essen musste er sich zwingen. Aber er war noch aktiv - fuhr kuzre Strecken Auto, kleine Spaziergänge, kleine Ausflüge. Als Hilfsmittel bekam er neben dem Morphinpflaster, das er schon nach der 2. OP bekam, noch Sauerstoff, später auch ein mobiles Gerät, zum Auffüllen, damit er es mitnehmen kann bei Ausflügen.
Mit immer wieder Hinlegen am Tage zwischendurch kam er trotz Widerwillen gegen Essen (zwischendurch Astronautenkost zum Aufpäppeln, gegen die er aber auch Widerwillen hatte), den Schmerzen mit dem Pflaster plus Novalgin Tropfen einigermaßen zurecht. Er wartete immer noch darauf, dass die Übelkeit und die Schmerzen nach der Chemo (die ja schon Monate zurücklag!) endlich weggehen. "Nach der ersten OP hat's ja nur ein, zwei Monate gedauert bis es mir besser ging. Jetzt dauert es wohl länger." Damit er endlich wieder in den Urlaub fahren kann. Sein Wille war - ist? schier unglaublich. Er aht die Tatsache der Krankheit schlicht und ergreifend nicht ankerkannt. Das wird schon wieder so sein Motto. Daher auch seine Weigerung irgend etwas zu regeln - keine Patientenverfügung z.B. u. all das was man eigentlich so regelt, so lange man noch gesund ist.
Alternativmedizin steht er vollkommen ablehnend gegenüber. Die von vielen Seiten empfohlene Misteltherapie hat er absolut abgelehnt. Daher unsere Überraschung als er plötzlich im Spätherbst dieses Jahres von seiner Hausärztin just diese Mistelspritzen wollte. Er bekam ca. 3 oder 4 Stück im wöchentlichen Abstand. Plötzlich noch mehr Widerwillen gegen Essen und seit 2 Wochen vor Weihnachten Erbrechen dazu. Manchmal ging es ein, zwei Tage gut, wie auch ihm halbwegs, dann lag er wieder ganz viel auch am Tage. Keine Ausflüge, keine Spaziergänge, keine kurzen Autofahrten. Weihnachten konnten wir mit entsprechender vorsorge (Sauerstoff) heir bei mir verbringen, Silvester nicht. Also Einweisung ins Krankenhaus.
Da im Erbrochenen auch immer etwas Blut war, wollte man eine Magenspiegelung vornehmen, die er jedoch vehement ablehnte. Er wollte sich damit nicht quälen. Also sah man dort zu, seine Medikamente so einzustellen, dass ein Gleichgewicht zw. Schmerzreduktion und kein Erbrechen gegeben ist.
Als beste Kombination für das Krankenhaus stellte sich folgendes heraus:
Metoclopramid (Paspertin) 3 x 20 gtt, Metamizol (Novalgin) 3 x 30 gtt, Durogesic Pflaster (reduziert) auf 50 nanogramm, Lexotanil 1/4 morgens 1/4 abends, Esomeprazol 40 (zur Magensäurereduktion) 3 x 1 tgl.
Auf Neuroleptika hat er immer sehr empfindsam reagiert, die Tropfen in der empfohlenen Menge von 10 Tropfen die er vor Monaten vom Lungenarzt bekam, hat er auf 3 runterreduziert um einigermaßen ohne Dauerschlaf klarzukommen, dann ganz aufgehört, um wieder klar zu sein.
Meine Mutter und ich bemerken, seit er das Lexotanil bekommt eine starke Veränderung an ihm. Sein unbändiger Wille scheint aufgebrochen zu sein, er ist träger, teilweise versteht man ihn nicht, wenn er redet, er redet wenig, wirkt depressiv, will morgens nicht aufstehen, schläft viel am Tage u. ist gegenüber ihr u. mir etwas unwillig (kannten wir von ihm nie). Arzt empfihelt trotzdem noch ein wenig durchzuhalten, bis sich ein Gewöhnungseffekt einstellt.
Mein Vater war über die Reduktion des Pflasters entsetzt (hatte vorher immer 75 nanogramm) und kaum zu Hause, nimmt er mehr vom Novalgin und vom Paspertin. Die Magentabletten sind laut Hausärztin so zuviel, da tgl. eine schon ausreichen würde, dei Magensäure ganz "abzuschalten". Er soll höchstens 2 nehmen.
Nachdem er mit der Medikation im Krankenhaus ohne Erbrechen blieb, speit er jetzt wieder und wieder muss man ihm jedes Essen aufzwängen. Gewichtsverhältnisse werden vom Krankenhaus als "noch konstant" bezeichnet - ca. 50 kg bei einer Größe von 1,68 m.
Niemand hat Erfahrung mit den Medikamenten auf Cannabis Basis, die oft zu Chemos verabreicht werden u. inzw. von fast allen Kassen in D auch bezahlt werden. Der Arzt im Krankenhaus hält viel davon, hat aber auch keine Erfahrung damit und probiert es deswegen nicht aus.
Im Dezember hat er eine Sterbegeldversichrung abgeschlossen, sich bewusst seiend, dass die Wartezeit ein Jahr ist....die Pflegestufe, die ich beantragen möchte, lehnt er noch immer ab. Aber er sit in den anderthalb Wochen Krankenhaus förmlich zusammengefallen, und kommt z.B. vom Liegen nicht mehr alleine ins Sitzen (bräuchte sowas wie im Krankenhaus zum HOchziehen).
Alles ist ihm zuviel. Ihn jetzt noch von Arzt zu Arzt zu schleifen, um was umzustellen wäre gewiss eine Qual für ihn u. wir leben ländlich hätten immer weite Wege.
Was meint ihr, sollte man mit den Medikamenten so weitermachen? Die Hausärztin auf Ausprobieren mit diesen Cannabis Medikamenten drängen (würde sie evtl. ausprobieren hat sie gesagt, auch wenn sie noch keine ERfahrung hat).
Tipps und Anregungen sind meiner Mutter und mir momentan sehr willkommen, es belastet psychisch ihn so leiden zu sehen, dünn und schwach.

Claudia
Mit Zitat antworten
  #1628  
Alt 17.01.2007, 14:48
shalom shalom ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 25.08.2005
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 221
Standard AW: Rippenfellkrebs

Hallo Claudia,

zunächst einmal Danke für Deine ausführliche Schilderung, die erahnen läßt, wie nahe Euch die Krankheitssituation geht.

Die Forumsteilnehmer sind jedoch sicher nicht die geeigneten und zuständigen Fachleute, um zu entscheiden/zu raten, welche Medikation für den Patienten geeignet ist. Die eigenen Haus- Fachärzte bzw. der Onkologe sind da die geeigneten Ansprechpartner.

Zudem ist wohl jede Krankheitsausprägung des Rippenfellkrebses (Mesotheliom) immer etwas anders gelagert.

Von daher kann ich nur aus persönlicher Erfahrung berichten und das mag keine allgemeingültige Bedeutung haben.

Bei meiner verstorbenen Frau gab es nach den Chemos einige Tage Übelkeit und Erbrechen (Bei ihr wurde neben Paspertin, Novalgin als leichterer Medikation später eher schon bei der Chemo direkt das sehr wirksame TRAMAL verabreicht). Danach ging es ihr nach wenigen (wenn auch sehr schlaffen) Tagen den Umständen entsprechend wieder deutlich besser.

Für uns als Gesunde ist es schmerzlich mit anzusehen, ob sich der Kranke zusätzlich zu den medizinischen Problemen der Krankheit auch psychisch stellt oder aber nicht. Uns als Gesunden steht es eigentlich nicht zu, zu urteilen: Stelle Dich doch der Krankheit, denke an das Sterben, bereite den Übergang aus diesem Leben vor.

Wir können lediglich das helfend unterstützen, was der Kranke seelisch benötigt. Heilen können wir (und auch die Ärzte bei dieser Krankheit noch nicht) leider nicht.

So bleibt nichts anderes als Liebe, Nähe zu geben, damit die verbleibende Zeit (die unwiderruflich schnell verrinnt) für alle genutzt werden kann. Meine Bitte: Haltet eher Konflikte, Entscheidungen vom Patienten fern, setzt machbare Wünsche für ihn einfach ohne Diskussion um.

Als Gesunden bleibt es uns jedoch nicht erspart, uns über uns selbst klar zu werden, wir wir mit Krankheit, Sterben und Tod eines geliebten Menschen umgehen. Manchmal gibt es das Glück, daß Kranke und Verwandte gemeinsam (Hand in Hand) sich bewußt auf den schwierigen Weg der Unabänderlichkeit machen; manchmal jedoch müssen Verwandte an sich halten, den Spagat machen: Freundlich und mutig dem Patienten gegenüber erscheinen, obwohl es in einem ganz und gar schwarz und hoffnungslos aussieht.

Für die kommende Zeit wünsche ich Euch allen viel Kraft.

Mit lieben Grüßen
Shalom
__________________
Es ist nicht genug zu wissen, man muß es auch anwenden.
Es ist nicht genug zu wollen, man muß es auch tun.


(Johann Wolfgang von Goethe)
"Wilhelm Meisters Wanderjahre", 3. Buch, 18. Kapitel
Mit Zitat antworten
  #1629  
Alt 18.01.2007, 09:30
CThuy CThuy ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 17.01.2007
Beiträge: 3
Standard AW: Rippenfellkrebs

Hallo zurück,

zunächst einmal möchte ich mich entschuldigen. Ich habe allen meinen Vorschreibern nicht mein Mitgefühl mit ihrer Situation ausgesprochen. Das möchte ich hiermit nachholen - ich denke ich kann nun erahnen wie ihr euch fühlt.

Ich glaube, ich habe mir den ganzen Druck von der Seele geschrieben, darum war es so ausführlich - ich danke dir Shalom für deine Antwort und das geduldige Lesen!

Nein, ich wollte keine medizinische Beratung, sondern eher erfahren, ob jemand ähnliche Erfahrung mit der Übelkeit und dem Erbrechen eben Monate nach der Chemo gemacht hat. Und ob jemand Erfahrung mit diesen anderen Medikamneten gemacht hat.

Ich wollte meinen Vater für sein "Verdrängen" gewiss nicht verurteilen, denn genau diese Einstellung ließ ihn bisher alles so lange einigermaßen gut ertragen. Es ist nur schwer für uns Angehörige so zu beurteilen, wie er sich seine letzte Zeit vorstellt und wünscht. Die ersten Beschwerden hatte er im Mai 2004, auch wenn der Krebs erst sehr viel später entdeckt wurde - das sind jetzt fast 32 Monate....

Eine Enttäuschung hatte ich gestern wieder: mit Anruf bei der Krankenkasse, die mir zusagten den Antrag auf Pflege zuzuschicken, erfuhr ich, dass es ca. 2 Monate dauert bis der mobile Dienst, der die Notwendigkeit von Pflege beurteilt, vorbeikommt. Damit habe ich nicht gerechnet, auch nicht meine Mutter. Das ist bitter. Wir hoffen mit einem Dringlichkeitsschreiben von der Ärztin geht es dann etwas schneller.

Wenn ihr mögt, werde ich weiter über den Fortlauf berichten.

Claudia
Mit Zitat antworten
  #1630  
Alt 18.01.2007, 12:58
annie274 annie274 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 16.01.2007
Ort: Verden/Aller
Beiträge: 5
Standard AW: Rippenfellkrebs

Vielen danke für Deine Antwort shalom.

ich bin so froh hier ein forum gefunden zu haben in dem man sieht das man mit seinen sorgen und ängsten und auch mit der ratlosigkeit nicht alleine steht.
Meine Geschwister und ich lesen unserem Vater schon alles von den Lippen ab und wechseln uns mit der betreuung ab weil es uns sehr wichtig ist das er nie allein daheim ist und im moment geht es ihm richtig gut was vermutlich daran liegt das die Chemo abgesetzt wurde und der körper sich etwas erholt. Aber dennoch ist die angst was noch vor uns liegt riesengroß und auch in dieser wartestellung sein zu müssen find ich schier unerträglich, darauf warten zu müssen das jemand stirbt, hätt ich mir noch vor 6 monaten niemals vorstellen können und wie ich bereits gelesen habe vor ihm froh und munter zu sein und im nächsten moment einfach nur heulen können.

Ich dank euch allen dafür mich hier stärken und informieren zu können und zu wissen das ich nicht allein bin.

allen betroffenen wünsch ich ganz viel stärke

annie
Mit Zitat antworten
  #1631  
Alt 19.01.2007, 01:33
chiara7 chiara7 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 27.10.2006
Beiträge: 4
Standard AW: Rippenfellkrebs

Liebe Claudia,

mein Mann ist im Sommer 2004 an Rippenfellkrebs operiert worden und seitdem begleitet uns das Thema Übelkeit. Was hilft, muss jeder selbst ausprobieren - du findest hier ja viele Anregungen.
Unsere Erfahrung ist, dass am ehesten Cortison (Fortecortin als Tablette) ihn wieder aus dem ich-kann-nichts-essen-Loch holt. Er nimmt es nach Bedarf, immer nur für wenige Tage.
Im Juni hat er eine Chemo angefangen - begleitend dazu hat uns das Krankenhaus empfohlen, ihn zusätzlich parenteral (d.h. mit Infusionen über einen Port) zu ernähren.
Für uns eine s e h r gute Entscheidung. Er hat damit trotz harter Chemo (Alimta + Carboplatin) 8 kg zugenommen. Die parenterale Ernährung nimmt viel Druck aus dem Thema Essen - bringt allerdings auch viel Krankenhaus nach Hause. Das muss jeder selbst entscheiden.
Wer mag, kann die Infusionen selbst anlegen - das wird einem gezeigt, ist aber am Anfang ein bisschen aufregend. Ich habe mich nach einigen Wochen dafür entschieden, es selbst zu machen, um nicht auf die Zeiten des Pflegedienstes angewiesen zu sein und um nicht immerzu fremde Leute im Haus zu haben.

Wir haben davor schon quälende Wochen erlebt, speziell in den Monaten nach der OP, in denen das Thema Essen schier zum Kampfthema wurde. Ich bedaure, dass wir nicht schon früher mit der parenteralen Ernährung angefangen haben. Es ist sehr viel schwieriger, wieder zuzunehmen, als abzunehmen, und selbst, wenn man das nur 2 - 3 mal wöchentlich macht, kann es helfen, das Gewicht zu halten.

Aber: Der Kranke muss das auch wollen und als Entlastung annehmen. Wie Shalom richtig schreibt: es bleibt immer seine Entscheidung.

Zur Pflegestufe: Mein Mann hat Pflegestufe 1, wir haben das über den sozialen Dienst im Krankenhaus beantragt und der beurteilende Arzt vom medizinischen Dienst kam sehr schnell und war auch sehr kooperativ.
Aber ich verstehe gut die Vorbehalte: wir hätten das medizinisch gesehen auch schon ein Jahr früher machen können, doch es war gar nicht möglich, das Thema auch nur anzuschneiden.

Liebe Grüße
Mit Zitat antworten
  #1632  
Alt 25.01.2007, 22:13
CThuy CThuy ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 17.01.2007
Beiträge: 3
Standard AW: Rippenfellkrebs

Liebe Chiara,

vielen Dank für deine Berichterstattung eurer Erfahrung. Und entschulige, dass ich so spät antworte - bin beruflich z.Zt. sehr angespannt, habe schulpflichtiges Kind und die knapp 60 km einfache Strecke zu meinen Eltern u. ich sehe zu ein bis zweimal die Woche vorbeizuschauen....In der übrigen Zeit führen wir tägliche Telefonate, meistens rede ich mit meiner Mutter, meinem Vater fällt das Reden am Telefon schon schwer, bzw. ist er nach einer Weile schlecht zu verstehen.
Am Montag hat er Termin beim Lungenarzt, der auch das Krebsregister führt - so ungefähr alle 2 Monate hat er dort Termin.
Ich werde mal fragen was er von Cortison Tabletten hält. Die knapp 2 Wochen im Krankenhaus hat er Infusionen gekriegt, half ihm aber auch nicht zuzunehmen, sondern hat nur mehr Wasser verursacht...Zumindest das Erbrechen war so eingedämmt. Aber das ist momentan auch viel seltener geworden und er isst einigermaßen - hoffentlich bleibt das noch eine Weile so.

Wie kommt es, dass dein Mann erst jetzt so lange nach der Diagnose eine Chemo macht? Wollte er vorher nicht oder hat keiner der Ärzte auf die Möglichkeit hingewiesen?

Ich wünsche dir und deinem Mann viel Kraft und Geduld eure Situation weiter gut durchzustehen - aus deinen Worten klingt viel Geduld und Annehmen der Situation, davor habe ich großen Respekt. Ich drücke die Daumen, dass dein Mann weiter mit der Chemo einigermaßen gut klar kommt.
Nochmals danke für deine Antwort - es hilft, wenn man hört, dass andere Ähnliches erleben - die Ursache der Übelkeit scheinen vielfältig zu sein.

Ganz liebe Grüße
Claudia
Mit Zitat antworten
  #1633  
Alt 27.01.2007, 21:03
marjeta marjeta ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 27.01.2007
Ort: Salzburg
Beiträge: 4
Standard AW: Rippenfellkrebs

Hallo an alle,

Seit Oktober lese ich schon die Zeilen die im Rippenfellkrebs-Forum geschrieben stehen. Dabei war es an vielen Tagen so,dass ich nur geweint habe, weil mich die hier geschriebenen Geschichten so gerührt haben.
Kurze Vorgeschichte: Ich bin aus Slowenien ,bin 1990 nach Österreich gekommen als Babysitterin und dann habe ich geheiratet(und habe 2Kinder). 1996 habe ich meinen Vater, der im März seinen 60-tes Geburtstag feieren wird, zu mir nach Österreich geholt. Er hat uns die ganzen Jahre über sehr geholfen(auf die Kinder aufgepasst,gekocht,einfach den ganzen Haushalt geführt,weil ich mit meinem Mann selbstständig bin) und ich bin Ihm sehr dankbar dafür.
Im Juli 2006 ist er zu seiner Schwester nach Slo auf einen zweimonatigen Urlaub gefahrn. Am 16.9.06 ist er zurück gekommen allerdings wog er 10 Kg weniger und weil mein Papa in Slo gerne über das Maß trinkt, habe ich mir nichts dabei gedacht und angenommen er wird sich schon wieder fangen bei uns zu Hause ohne Alk.
Am nächsten Tag ist jedoch alles los gegangen, mein Papa ist zusammen gebrochen und wir haben die Rettung gerufen, im Krankenhaus war er 4 Tage überhaupt nicht ansprechbar, der Erstehilfeartzt hat mich belehrt das er warscheinlich durch zu viel Alkohol dehidriert war und dass alles in ein paar Tagen wieder gut wird.
Im Krankenhaus haben sie alles kontrolliert,um sich ganz sicher zu sein,und die Ergebnisse waren für mich zum heulen. Nicht nur dass er einen Kleinhirn Tumor (der allerdings gutartig ist ) hat,nein,auch noch ein stark fortgeschrittenes Stadium des Rippenfellkrebses. Die Untersuchungen haben im Krankenhaus Braunau statt gefunden wo das Personal wirklich sehr nett war und sich besondere viel mühe gegeben hat,wenn mann berücksichtig dass mein Pap fast nicht Deutsch spricht, trotzdem haben wir ihn nach Salzburg bringen müssen, weil das Krankenhaus in Braunau nicht technisch im Stande war weitere kontrollen durchzuführen.
Er bekommt seit November 06 Chemotherapie mit Alimata und Cisplatin. Die erste Therapie war für ihn die schlimmste und deswegen habe ich überall im Internet nachgeforscht was da noch gut wäre und so bin ich zu 100 unteschiedlichen Webseiten gelangt auf welchen die Leute verschiedene Produkte anbieten und eine davon war Makrobiotik, wobei für mich diese wirklich als einzige in Frage gekommen ist (nicht zu teuer ,wenn es nicht hilft) so habe ich von einer Beraterin die Zusammensetzungen von Vitalpilzen bekommen und welche mein Pap zu sich nehmen könnte, seit dem geht es meinem Pap gut, er hat sogar 10 Kilo wieder zugenommen und er nimmt die Pilze auch während der Therapie,so kann er diese besser vertragen.
Am 24.01.07 hat er gerade seine vierte Therapie hinter sich gebracht die Ärtzte sind sehr zufrieden mit seinem Zustand, die Blutwerte sind besser wie zuvor und was das Wichtige ist,er fühlt sich sehr gut, war sogar gesteren 2 Stunden spazieren.
Aja und ich hoffe es hilft ihm,er hat auch total aufgehört mit dem Alkohol auch zu Silvester wollte er nicht mal einen Schluck Sekt und ich bin stolz auf ihn.

Ich wünsche euch allen viel Kraft und genießt jeden Moment der uns noch bleibt.

Euere Marjeta.
__________________
Mit Zitat antworten
  #1634  
Alt 29.01.2007, 03:02
chiara7 chiara7 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 27.10.2006
Beiträge: 4
Standard AW: Rippenfellkrebs

Liebe Claudia,

du fragst, warum mein Mann erst jetzt eine Chemo macht:
Vor der OP war bei ihm die Tumormasse relativ klein, deshalb hat man entschieden, vorher keine Chemo zu machen sondern gleich zu operieren. Danach bekam er Bestrahlungen und es wurde diskutiert, ob er anschließend noch eine Chemo machen soll.
Die Entscheidung fiel dagegen, vielleicht auch, weil es ihm insgesamt nach der OP ziemlich schlecht ging, es stark abgenommen hatte und bereits vor der Bestrahlung kaum noch was essen konnte vor Übelkeit.

Dann ging es ihm das ganze Jahr 2005 und bis zum Frühjahr 2006 relativ gut, der Krebs war erstmal verschwunden, also auch kein Anlass für Chemo.
Im Frühjahr kam dann das Rezidiv und dann war klar, dass man jetzt nicht mehr operieren kann und darum an der Chemo kein Weg vorbeigeht.

Ganz erhellend fand ich den Kommentar einer Ärztin - ich versuche mal, halbwegs aus dem Gedächtnis zu zitieren:
"Ja, man weiß ja noch nicht so viel über diese Krankheit. Es gibt halt noch keine Studien. Und ob jetzt die Bestrahlung die beste Wirkung hat, oder die Chemo, oder die OP, oder die Kombination von zweien oder dreien - das kann man ohne Studien eigentlich nicht wirklich sagen."

Ich habe nicht sehr intensiv im Internet geforscht, aber mein Eindruck ist, dass das der Stand der Dinge bis heute ist. Aber vielleicht weiß da jemand von euch mehr.

Liebe Grüße
Mit Zitat antworten
  #1635  
Alt 30.01.2007, 19:54
Benutzerbild von ute1960
ute1960 ute1960 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 27.01.2007
Ort: osterholz-scharmbeck
Beiträge: 1
Standard AW: Rippenfellkrebs

Hallo,
vor 2 Wochen habe ich dieses Forum entdeckt, dass war die Zeit als es sich herrausstellte, dass der Grund für den Pleuraerguss bei meinem Vater ein Mesotheliom ist.
Wie die meisten wahrscheinlich, habe ich heulend vor dem PC gesessen als ich die Berichte las.
Mein Vater ist 71 Jahre alt. Ende November ging er zu einer Routineuntersuchung zu seinem Hausarzt. Der stellte dann einen Pleuraerguss fest.Ihm fehlte nichts, keine Luftnot oder Schmerzen. Er fuhr sogar noch 5-10 km problemlos mit dem Rad.
Zur genauen Beurteilung bekam er Anfang Januar einen Termin im Krankenhaus.
Über Silvester bekam er Schmerzen und als er dann im Krankenhaus war hatte er starke Luftprobleme. Kein Wunder, bei der Pleurapunktion wurden 3,7 l Erguss abgezogen. Am nächsten Tag folgte dann die Pleurodese.
Seit dem geht es ihm subjektiv wieder gut.
Der Krankenhausarzt teilte mir unter 4 Augen mit, das der operierende Kollege schon während der Op das Mesotheliom gesehen hatte.
Eine Woche lang musste ich so tun als ob alles in Ordnung wäre...
Dann hatten wir das Gespräch mit dem Chefarzt...
Operiert wird nicht, Chemo bekommt er auch nicht.In 3 Monaten muss er zur Röntgenkontrolle. Am Freitag fahre ich mit meinem Vater zur Bestrahlungsbesprechung.

-Wird er jetzt nicht operiert weil der Tumor schon zu gross ist?
-Will man ihm die Chemo ersparen?

Tausend schreckliche Fragen..., die ich aber im Beisein meines Vaters nicht stellen wollte...
Aber ich werde mich mit dem Hausarzt treffen um Genaueres zu erfahren.
Meinem Vater geht es zur Zeit gut, bis auf die Müdigkeit und die Gewichtsabnahme.
Ich denke, das er die Tragweite der Diagnose nicht richtig verstanden hat,aber das ist auch gut so(finde ich jedenfalls).
Von Beruf bin ich Krankenschwester und so habe ich schon viele Menschen sterben sehen. Es berührt einen immer, vorallem wenn jemand sehr leiden muss,
aber wenn es der eigene Vater ist, ist es etwas ganz anderes!

Mir graut schon so vor dem was da noch kommt...

Ich werde auf jeden Fall alles dafür tun, dass er nicht so unter Schmerzen leiden muss. Mit dem Hausarzt habe ich schon gesprochen, so dass ich keine Probleme bei der nötigen Schmerztherapie befürchte wenn es dann soweit ist(manche Ärzte sind da ja sehr sparsam).

So, das wars jetzt erst mal

Liebe Grüsse Ute
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen


Aktive Benutzer in diesem Thema: 3 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 3)
 

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Ist Rippenfellkrebs immer ein Mesotheliom ? Dortmund Rippenfellkrebs, Asbestose, Pleurales Mesotheliom 9 02.10.2006 00:08
Berlin - Rippenfellkrebs, Asbestose, Mesotheliom HeikoBerlin Rippenfellkrebs, Asbestose, Pleurales Mesotheliom 1 27.08.2006 05:36
Rippenfellkrebs SimoneB. Rippenfellkrebs, Asbestose, Pleurales Mesotheliom 4 14.02.2006 07:41
Chemo mit Alimta+Cisplatin bei Rippenfellkrebs Chemotherapie 2 12.01.2005 07:37
Wer hat Erfahrung mit Rippenfellkrebs? andere Krebsarten 11 16.02.2003 15:12


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 02:07 Uhr.


Für die Inhalte der einzelnen Beiträge ist der jeweilige Autor verantwortlich. Mit allgemeinen Fragen, Ergänzungen oder Kommentaren wenden Sie sich bitte an Marcus Oehlrich. Diese Informationen wurden sorgfältig ausgewählt und werden regelmäßig überarbeitet. Dennoch kann die Richtigkeit der Inhalte keine Gewähr übernommen werden. Insbesondere für Links (Verweise) auf andere Informationsangebote kann keine Haftung übernommen werden. Mit der Nutzung erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen an.
Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, vBulletin Solutions, Inc.
Gehostet bei der 1&1 Internet AG
Copyright © 1997-2025 Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V.
Impressum: Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. · Eisenacher Str. 8 · 64560 Riedstadt / Vertretungsberechtigter Vorstand: Marcus Oehlrich / Datenschutzerklärung
Spendenkonto: Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. · Volksbank Darmstadt Mainz eG · IBAN DE74 5519 0000 0172 5250 16 · BIC: MVBMDE55